Facebook 360° Videos – eine neue Perspektive für Euer Unternehmen

Facebook 360° Videos welche Hardware

360° Videos mit interaktivem Rundumblick – das hat Facebook bereits auf seiner hauseigenen F8 Developer Conference im Jahr 2015 angekündigt. Seit September des vergangenen Jahres können Nutzer nun spektakuläre 360° Videos in ihrem Newsfeed ansehen und förmlich darin eintauchen: Ob Segel setzen mit National Geographic, durch die Wüste des Star Wars Planeten Jakku streifen oder die Formel1 aus dem Cockpit erleben.


Quelle: Facebook / Star Wars

Bei der diesjährigen F8 Konferenz im April hat Facebook insbesondere technische Neuerungen rund um ein System für 3D 360° Kameras vorgestellt. Seitdem 360° Videos die Nutzer begeistern, erreichen uns immer wieder Anfragen, auf welche Weise und mit welcher Hardware diese erfolgreich im Unternehmen eingesetzt werden können. Wir haben mit unserem Johannes gesprochen, der Euch die wichtigsten Fragen rund um 360° Videos im folgenden Interview beantwortet:

Welche Hardware wird für die Aufnahme eines 360° Videos benötigt?

Im Großen und Ganzen hängt die Auswahl der Hardware von dem Einsatzgebiet beziehungsweise von den Inhalten ab, die präsentiert werden sollen. Hierbei gibt es sowohl preisliche als auch qualitative Unterschiede. Grundsätzlich gilt natürlich – je höher die Investition, desto besser die Qualität der Kamera sowie der produzierten Inhalte. Aufzeichnungen in 360° / VR bieten Euch die Möglichkeit, reale Räume darzustellen. Daher sollte die Auflösung für eine annehmbare Qualität nicht unter 4K liegen.

Was wäre denn die einfachste Variante?

Am einfachsten lassen sich 360° Videos mit einem Aufsatz für Smartphones erzeugen. Hierfür bietet sich Bubblescope für das iPhone mit einem Preis von rund 50,00 Euro an. Wie Ihr anhand des Videobeispiels sehen könnt, weist diese preiswerte Lösung jedoch leider eine sehr niedrige Qualität auf. Daher eignet sich Bubblescope eher für den privaten Gebrauch.


Quelle: YouTube / Stuart Varrall

Welche Hardware könntest Du in der nächsthöheren Preisklasse empfehlen?

Hochwertiger und einfacher zu handhaben sind 360°-Kompaktkameras. Da hier bereits alle Kameras in einem Gehäuse integriert sind, liefern sie bereits ein fertiges Video. So werden beispielsweise die Aufnahmen der Giroptic 360cam in einer Auflösung von 2K gespeichert. Das Preis-Leistungsverhältnis bei rund 500,00 Euro ist  entsprechend gut, wie das Videobeispiel des Produkts auf der Website zeigt.

Die Sphericam 2 ist mit rund 2,500 US Dollar (ca. 2,200 Euro) hingegen deutlich kostenintensiver. Dank ihrer sechs Kameras und vier Mikrofone kann die nur 400g schwere Kamera eine qualitativ hochwertige Auflösung von 4K und eine Aufnahmezeit von 90 Minuten gewährleisten. Die Videobeispiele auf der Website geben einen Ausblick auf die beeindruckenden Bilder der Sphericam 2.

Wie verhält es sich mit den sogenannten Kamera Rigs?

Bei Kamera Rigs handelt es sich um mehrere Kameras, die zusammenmontiert sind. Diese Variante ist wesentlich kostenintensiver und erfordert zudem eine aufwendige Nachbearbeitung, da die verschiedenen Videospuren einzeln aufgezeichnet und somit erst in der Post-Produktion zusammengelegt werden. Diese Methode weist im Gegensatz zu Smartphone-Aufsätzen und Kompaktkameras eine exzellente 4K Bildqualität auf.

Zu empfehlen wäre hier die Kombination der Panoera 360 M2 mit einem Preis von rund 250,00 US Dollar (ca. 220 Euro) und sechs Exemplaren der GoPro mit einem Preis von jeweils rund 390,00 Euro. Das Beispielvideo der GoPro zeigt eindrucksvoll die hervorragende Leistung der Kameras.  In Verbindung mit der Panoera 360 M2 entstehen großartige 360° Aufnahmen.

Quelle: YouTube / GoPro

Wir danken Johannes für das spannende Interview und die zahlreichen Informationen. Unabhängig davon, für welche Hardware Ihr Euch entscheidet – 360° Videos bieten Euch interessante Einsatzmöglichkeiten für Euer Unternehmen. Und genau darum geht es dann im zweiten Teil dieses Beitrags.

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Quelle: Eigenes Bild.

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