Das Audience Network – Facebooks mobiles Werbenetzwerk

Facebook Ads

Wie kann man Nutzer mit Facebook Werbeanzeigen erreichen, die sich gerade nicht auf der Plattform bewegen? Seit 2014 stellt Facebook mit dem Audience Network dafür eine Lösung bereit. Mit Hilfe dieses Netzwerks kann eine noch größere Anzahl an Nutzern über die Werbeanzeigen erreicht werden, ohne dass die Facebook Nutzer in ihrem Newsfeed mit Werbeanzeigen überhäuft werden. Was genau das Audience Network ist und was es bei der Nutzung zu beachten gilt, stellen wir hier einmal genauer vor.

Was ist das Audience Network und wie funktioniert es?

Zum Audience Network gehören neben mobilen Drittanbieter-Apps auch mobile Webbrowser, auf denen die Anzeigen ausliefert werden können. Publisher von Apps und Websites stellen dazu Anzeigenplätze für das Audience Network zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie eine Beteiligung am Umsatz. Da sich der Großteil der Nutzer heutzutage im Mobile Web bewegt, liegt die Reichweite für Anzeigen mit dieser Ausrichtungsoption enorm hoch.

Facebook Audience Network Platzierung

Vergleichbar ist das Facebook Audience Network mit dem Display Netzwerk von Google. Auch dort stehen Anzeigenplätze auf bestimmten Websites oder in bestimmten Apps zur Verfügung, auf denen die Anzeigen ausgeliefert werden können. Bei Anzeigen im Audience Network können Werbetreibende auf alle Targetingoptionen – von geografischen Angaben, über Likes und Interessen bis zum Nutzerverhalten – des Sozialen Netzwerks zurückgreifen. Diese genaue Anzeigensteuerung stellt einen enormen Mehrwert des Netzwerks dar.

Die Integration des Audience Network ist dabei recht simpel. Mit der Auswahl des Audience Network als Platzierung bei der Erstellung der Werbeanzeigen können diese auf das mobile Web ausgeweitet werden. Werbetreibende erreichen ihre Nutzer somit auch außerhalb von Facebook über folgende Anzeigenformate: Klicks auf die Website, Webseiten-Conversions, Mobile App-Installationen, Mobile App-Interaktionen, Dynamic Ads und Videoaufrufe. Je nach Werbeziel der Anzeige variieren die Handlungen nach dem Klick vom Öffnen eines Links, zur Aufforderung einer App-Installation oder zum Start einer vorhandenen App auf dem Mobilgerät.

Die Anzeigen im Audience Network werden in drei verschiedenen Formaten ausgespielt, je nachdem welches Format auf der mobilen Website oder der App zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um Banner-Anzeigen, Interstitials und Native Ads.

Facebook Audience Network

Bildquelle: Eigener Screenshot.

Nachteile des Facebook Audience Network

Der bisher größte Nachteil des Audience Network liegt in der mangelnden Steuerbarkeit der ausgewählten Apps und Websites. Die Auslieferung wird hierbei ausschließlich von Facebook festgelegt und es ist bisher nicht möglich, die Apps und Websites hinsichtlich ihrer Performance auszuwerten. Die Schaltung im Audience Network generiert zwar enorme Anzeigenreichweite und günstige Klicks, bietet jedoch keinerlei Kontrollmöglichkeiten über die ausgewählten Apps und Websites. Wer selber steuern möchte, wo seine Anzeigen im Audience Network ausgespielt werden, sollte daher noch etwas warten bis Facebook hier Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

Ein Blick in die Zukunft des Facebook Audience Network

Das Soziale Netzwerk arbeitet bereits an solchen Möglichkeiten und so sollen in den kommenden Wochen erste Ausschlüsse bei der Anzeigenschaltung verfügbar sein. Es wird möglich sein, „sensible“ Kategorien auszuschließen wie beispielsweise Dating, Glücksspiel oder Politik und Religion. Eine weitere Möglichkeit wird der Ausschluss bestimmter Domains und Apps sein, die der Werbetreibende als Liste im Werbekonto hinterlegen kann. Ob und wann eine Auswertung der Websites und Apps, auf denen Anzeigen geschaltet wurden, bereitgestellt wird, ist bisher nicht bekannt. Mit dem Roll-Out der ersten Ausschlussmöglichkeiten liegt es jedoch nahe, dass Facebook hier weitere Kontroll-möglichkeiten zur Verfügung stellen wird.

Außerdem wird es künftig ebenfalls möglich sein, Nutzer über das Audience Network anzusprechen, die über keinen Facebook Account verfügen. Das Netzwerk gewinnt damit weiter an Reichweite und wird auch für Unternehmen noch relevanter als bisher. Um diese Nutzer zu erreichen, verwendet Facebook Informationen, die von Websites und Apps von Drittanbietern stammen. Dazu hat Facebook seine Cookie-Richtlinie bereits aktualisiert, stellt aber auch Opt-Out Möglichkeiten für diese Funktion zur Verfügung.

Fazit zum Facebook Audience Network: Reichweite vs. Kontrolle

Zusammenfassend bietet das Audience Network Werbetreibenden eine enorm hohe Reichweite für ihre Werbebotschaften zu sehr günstigen Klickpreisen. Die Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten sind bisher jedoch noch nicht ausreichend. Es bleibt abzuwarten, in welcher Form und in welchem Tempo Facebook hier weitere Aktualisierungen vornehmen wird. Sobald neue Funktionen zur Verfügung stehen, werden wir diese natürlich testen und hier im Newsroom darüber berichten.

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