Social News im Monat Juli

Social News

Im Monat Juli dreht sich in der Social Media Welt alles um Pokémon Go. Nebenher sind aber auch andere wegweisende Neuerungen auf den Weg gebracht worden: Ob Snapchat Memories, Instagram for Business oder Periscope Highlights – wir zeigen Euch die Updates aus dem Juli:

Facebook

Anpassung des Newsfeed

Eine der bedeutendsten News im Monat Juli betrifft den Social Media Platzhirsch Facebook. Nur 39 % der regelmäßigen Nutzer des Netzwerkes teilen eigenen Content – also persönliche Updates, Fotos und Videos. Stattdessen nutzen sie Facebook verstärkt passiv und als Nachrichtenkanal. Die Folge: User verbringen weniger Zeit auf der Plattform und wenden sich anderen Social Media Kanälen wie Snapchat und Instagram zu.

Dem will Facebook durch eine erneute Anpassung des Newsfeed Algorithmus entgegenwirken. Private Postings von Freunden und Familie werden nun bevorzugt oben im Newsfeed angezeigt, während Beiträge von offiziellen Seiten an Bedeutung verlieren.

Es ist also noch wichtiger als jemals zuvor, hochwertige und für die Zielgruppe relevante Beiträge zu posten, die Interaktionen anregen und dadurch hohe Reichweiten erzielen.

Facebook – Aktuelle Quartalszahlen

Ende Juli veröffentlichte Facebook seine aktuellen Quartalszahlen. Demnach hat das Netzwerk mittlerweile 1,7 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Mehr als eine Milliarde sind täglich auf Facebook aktiv.

Weiterhin erzielte Facebook im vergangenen Quartal mit über 2 Milliarden US Dollar den höchsten Netto-Gewinn in seiner Geschichte.

Schon einige Wochen zuvor publizierte Facebook, dass der Messenger nun über eine Milliarde User hat. Die Messenger App WhatsApp, welche ebenfalls zu Facebook gehört, hatte diese Marke schon im Februar dieses Jahres geknackt.

Instant Articles im Messenger

Über Instant Articles können Publisher Inhalte direkt über Facebook veröffentlichen, die bis zu zehnmal schneller geladen werden als ein Link zu einer externen Website. Schon bald wird diese Technologie auch im Messenger verfügbar sein, über den bisher nur herkömmliche Links versendet werden konnten.

Wie auch im Newsfeed werden diese Beiträge am kleinen Blitz in der oberen rechten Ecke zu erkennen sein.

In den nächsten Wochen wird das Feature zunächst für Android, später für iOS Nutzer ausgerollt.

Facebook aktualisiert den Sicherheitscheck

Damit Menschen in Krisensituationen ihre Familie und Freunde schnell und unkompliziert wissen lassen können, dass sie in Sicherheit sind, stellt Facebook den Safety Check zur Verfügung. Zukünftig soll dieses Feature noch schneller und genauer auf das Verhalten der Facebook Community reagieren und Krisensituationen erkennen können. Wie das Feature genau funktioniert, erklärt Luke Woods, Chef für Produktdesign bei Facebook, im Interview mit Spiegel Online.

Allein im vergangenen Monat wurde das Feature als Reaktion auf den Terroranschlag in Nizza am 14. Juli sowie den Amoklauf in München am 22. Juli zweimal aktiviert.

Facebook Live Update

Nach einem Update des Live Streaming Dienstes von Facebook sind bis zur vier Stunden Übertragungszeit möglich. Weiterhin können nun sowohl Moderator als auch Zuschauer Videos im Full-Screen Modus anschauen und dabei Kommentare mit nur einem Wisch ein- und ausblenden.

Twitter

Periscope rüstet nach

Auch Twitter arbeitet weiterhin an der Verbesserung seines Livestreaming Dienstes Periscope. Seit Ende Juli ist es möglich, Periscope Streams über die Einbindung des dazugehörigen Tweets überall im Web zu verbreiten.

So können Unternehmen beispielsweise einen Periscope Live Stream nicht nur über Twitter verbreiten, sondern Zuschauer auch direkt über die Einbindung auf dem eigenen Unternehmensblog am aktuellen Geschehen teilhaben lassen.

Weiterhin stellte Periscope das neue Feature „Highlights“ vor. Für jeden Periscope Stream wird nun ein automatischer Trailer generiert. User können so unkompliziert und schnell nachsehen, welche Streams sie verpasst haben. Außerdem wird für jeden User sowie bei der Eingabe eines Suchbegriffes automatisch ein Trailer generiert.

Instagram

Rollout der Business Profile

Wie bereits im Frühjahr angekündigt, begann nun der Rollout der Instagram Business Profile, zunächst in den USA. Neben der Einbindung eines Kontakt-Buttons bieten diese ausführliche Statistiken zu jedem Post und dem Profil selbst sowie die Möglichkeit, einzelne Beiträge direkt über die App hervorzuheben. In Deutschland sind Business Profile derzeit noch nicht verfügbar. Wie Ihr das Feature dennoch schon nutzen könnt, haben wir in diesem Tutorial erklärt.

Rollout von Video Kanälen zum EntdeckenInstagram Video Vorschläge Social News

Video Content wird auch auf Instagram immer wichtiger. Das Netzwerk reagiert und erweitert die Entdecken-Funktion auf Videos. Beim Tipp auf die Lupe im Reiter der App wird nun über den Foto-Vorschlägen auch ein für den User interessantes Video gezeigt. Über dieses gelangt man in ein neues Fenster mit weiteren Kanal- und Videovorschlägen. Diese orientieren sich wie bei der Entdecken-Funktion für Fotos an den Präferenzen des Users, also der Art von Inhalten, die er für gewöhnlich mit Likes und Kommentaren versieht.

Snapchat

Snapchat – doch nicht mehr so vergänglich

Anfang des Monats stellte der Messaging Dienst Snapchat das neue Feature Memories vor. Damit können Snaps nun für die spätere Wiederverwendung gespeichert werden. Diese können dann zu einem anderen Zeitpunkt erneut versendet oder in eine neue Story eingebunden werden, wobei Snapchat einen Memory-Snap durch einen weißen Rahmen kennzeichnet.

Besonders für Unternehmen bieten sich dadurch neue interessante Möglichkeiten, den Messenger für Marketingzwecke einzusetzen.

Snapchat wird erwachsen

Bisher war Snapchat vor allem als Messaging App unter Jugendlichen verbreitet. Neue Zahlen zeigen jedoch, dass der Anteil älterer Nutzergruppen rasant zunimmt. Damit steigt auch die Relevanz der App für Marketingzwecke.

Infographic: Beware Snapchat Users: Your Parents Are Coming | Statista Social News
Quelle: Statista

Pokémon Go

Natürlich darf DER Hype im Monat Juli nicht unerwähnt bleiben: Pokémon Go.

Schon kurz nach Veröffentlichung brach das Augmented Reality Spiel aus dem Hause Nintendo alle Rekorde. Jedoch erhoben sich ebenso schnell Stimmen über mögliche Sicherheitslücken sowie Bedenken, was den Datenschutz anbelangt.

Inzwischen erhielt die Betreiberfirma Niantic eine Abmahnung vom Verbraucherschutz, da 15 Klauseln der Nutzungsbedingungen deutschem Datenschutz widersprächen. Erfolgt bis zum 9. August 2016 nicht die in der Abmahnung geforderte Unterlassungserklärung könnte eine Klage gegen Niantic folgen.

Dennoch gibt es auch schon hierzulande zahlreiche Beispiele den Hype unter Usern für Marketingzwecke auszunutzen. Ziel des Spiels ist es, Pokémon, auf dem Bildschirm animierte Monster, in der realen Welt zu finden, einzusammeln, zu trainieren und in Arenen gegeneinander kämpfen zu lassen. Durch sogenannte Lock-Module, die in der App gekauft werden können, können Betreiber von lokalen Ladengeschäften, Bars und Cafés Pokémon für eine halbe Stunde an ihrem Ort platzieren und damit Spieler und potentielle Kunden anlocken.

Social News - Wie bringt man ein Lockmodul bei Pokemon Go an?

Quelle: Eigene Screenshots & www.mockupphone.com