Facebook Global Pages – Tipps für B2B Unternehmen – Teil 1

Internationale Unternehmen und Marken kennen das Problem: Sie möchten Facebook als Marketingplattform verwenden, doch stehen dabei vor der Entscheidung zwischen einer Seite für alle Länder oder mehreren Auftritten für jede einzelne Region. Beide Varianten sind keine optimale Lösung. Mit nur einer Page ist es schwierig, länderspezifische Kampagnen zu erstellen und auf die Bedürfnisse der einzelnen Fans einzugehen. Betreibt ein Unternehmen dagegen für jeden Markt eine eigene Seite, besteht die Gefahr, dass darunter das einheitliche Erscheinungsbild leidet. Das Facebook-Tool „Global Pages“ bietet hier eine sinnvolle Lösung an. Es ermöglicht weltweit agierenden Akteuren, eine Seitenstruktur anzulegen, bei der eine Meta-Seite mehreren lokalen Facebook-Auftritten vorgeschaltet ist und Nutzer automatisch auf die für sie passende Page weiterleitet.

In unserem ersten Teil möchten wir Euch die Funktionsweise von Global Pages näherbringen und Euch einige Informationen zum Anlegeprozess mit auf dem Weg geben.

Wie funktionieren Global Pages?

Generell werden beim Anlegen einer Global Page-Struktur drei Arten von Pages unterschieden. Als erstes gibt es die sogenannten Marktseiten. Diese entsprechen den lokalen Auftritten für ein einzelnes Land bzw. einer Region. Die Lokalisierung erfolgt über bestimmte Faktoren wie die IP Adresse, die Sprache und den überwiegenden Aufenthaltsort des jeweiligen Fans. Sucht zum Beispiel ein Nutzer aus Deutschland auf Facebook nach einem Unternehmen mit einer Global Page, so gelangt er auf die deutsche Seite und bekommt nur die Inhalte dieser spezifischen Page zu sehen. Ist keine lokale Version für das Land angelegt, so wird der User auf die Standardseite weitergeleitet. Diese bildet den Hauptzweig der neuen Seitenstruktur. Daher ist sie über die allgemeine Vanity-URL des Unternehmens oder der Marke auffindbar, die weltweit beworben werden soll. Ansonsten wird sie wie gewohnt mit Profil- und Titelbild sowie allen Informationen und den gewünschten Tabs eingerichtet. Sollte Facebook eine falsche Zuordnung getroffen haben, so kann der User auch über den Menüpunkt „Region wählen“ zwischen den Auftritten wechseln. Die dritte Seitenkategorie bildet die Stammseite, die alle Strukturen zusammenfasst. Diese ist für die Fans unsichtbar. Die Administratoren finden hier die Statistiken für die Pages sowie die Verwaltung.

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Quelle: eigene Darstellung

Wie erstellt Ihr eine sinnvolle Struktur für Global Pages?

Die Einrichtung einer Global Pages Struktur ist ausschließlich über den Facebook-Kundensupport möglich. Über den Link https://www.facebook.com/business/resources könnt Ihr den Zugang zu den Global Pages direkt bei Facebook beantragen. Die Umstellung ist unumkehrbar, daher solltet Ihr Euch im Vorfeld sicher sein, ob Ihr diese wirklich möchtet. Habt Ihr Euch für das Anlegen einer Global Page Struktur entschieden, empfehlen wir Euch, die Standardseite sowie die Marktseiten manuell anzulegen. Dies erfolgt über das gewohnte Tool der Seitenerstellung. Alle Pages müssen dabei den gleichen Namen tragen, sie unterscheiden sich lediglich in der Vanity-URL. Die Standardseite besitzt die allgemeine URL des Unternehmens oder der Marke nach dem folgenden Muster: www.facebook.com/Unternehmensname bzw. Markenname.  Bei den jeweiligen Marktseiten wird dem Link noch das entsprechende Land bzw. die Region hinzugefügt, zum Beispiel www.facebook.com/UnternehmensnameDeutschland. Zur einfacheren Verwaltung und besseren Übersicht lohnt sich zudem die Verwendung des Business Managers, dies ist allerdings für den weiteren Prozess keine Pflicht. Nachdem alle Seiten erstellt sind, könnt Ihr beim Facebook-Team anfragen, die Global Pages für Euer Unternehmen umzusetzen. Der Kundensupport schickt Euch dazu eine Excel-Tabelle, in der Ihr Eure gewünschte Struktur nach dem Muster – Region, Seiten-ID, Vanity-URL sowie den Namen der jeweiligen Seite – eintragen müsst.

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Global Pages Excel Sheet – Quelle: eigener Screenshot

Zudem müsst Ihr einen Root Admin benennen. Dies ist eine Person mit einem Privatprofil auf Facebook, die nach der Umstellung Zugriff auf alle Seiten, die Struktur innerhalb der Global Pages jederzeit ändern und regionalen Administratoren entsprechende Rollen zuweisen kann. Aufgrund dieser besonderen Stellung solltet Ihr im Vorfeld intern besprechen, wer sich hierfür am besten eignet.

Allgemeine Vorteile einer Global Page

Der entscheidende Vorteil einer Global Page liegt darin, dass die Verwaltung sowie die Einsicht der Statistiken in alle Unterseiten zentral über die Root-Page erfolgt. Das wiederum erleichtert einen Vergleich verschiedener Beiträge auf Länderebene und lässt Rückschlüsse auf den Erfolg einzelner Posts in den einzelnen Ländern und Sprachen zu. Da die jeweiligen Unterseiten ohne eine Länderbezeichnung auftreten, kann ein einheitlicher Markenaufritt sichergestellt werden.

Viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle gar nicht zu den wesentlichen Grundlagen der Global Pages verlieren. Die Vorteile sowie die Herausforderungen, die die neue Seitenstruktur für Unternehmen im B2B-Bereich mit sich bringen, erfahrt Ihr dann im zweiten Teil unserer Reihe.

Habt Ihr spezielle Fragen zu der Funktionsweise oder dem Anlegeprozess der Global Page-Struktur? Dann scheut Euch nicht, uns zu kontaktieren.

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