Facebook Global Pages – Tipps für B2B Unternehmen – Teil 2

Im ersten Teil haben wir Euch die Grundlagen der Global Pages vorgestellt und den Anlegeprozess erklärt. Heute möchten wir Euch zeigen, welche Vorteile die spezielle Seitenstruktur für Unternehmen im B2B Bereich hat und vor welchen Herausforderungen die einzelnen Administratoren stehen.

Die fünf wesentlichen Vorteile der Global Pages Struktur

1. Unternehmen schaffen weltweit einen einheitlichen Markenauftritt auf Facebook.

Wer nach einer Marke oder einem Unternehmen mit einer Global Page sucht, findet nur noch eine einzige Fanpage mit akkumulierter Fan- und „Sprechen darüber“-Zahl aller lokalen Unterseiten. Jede regionale Version besitzt außerdem den gleichen Namen, der jeweils in der Landessprache übersetzt wird. Das Unternehmen wird dadurch von der bestehenden Fan-Community und potenziellen Neukunden weltweit einheitlich wahrgenommen. Neben einer Imagesteigerung wirkt sich eine hohe Fanzahl zudem positiv auf das Vertrauen in das Unternehmen oder die Marke aus. Dadurch erhöht sich zusätzlich die Chance, neue Interessenten dazuzugewinnen.

2. Unternehmen können international dieselbe URL bewerben.

Die Standardseite besitzt die allgemeine Vanity-URL des Unternehmens oder der Marke – beispielsweise www.facebook.com/ Unternehmensname. Navigiert ein Nutzer direkt zu diesem Link, wird er automatisch auf die für ihn relevanteste Unterseite weitergeleitet. Daher kann die allgemeine URL in der weltweiten Kommunikation und zu Werbezwecken verwendet werden.

3. Unternehmen können über die Unterseiten verschiedene Zielgruppen ansprechen.

Durch die globale Seitenstruktur können Unternehmen einzelne lokalisierte Versionen ihrer Inhalte erstellen. So werden beispielsweise auf einer Unterseite für Deutschland nur Beiträge hochgeladen, die für Fans relevant sind, die vorwiegend dort leben und deutsch sprechen. Da trotz der Global Page-Struktur jede Unterseite eigenständig ist, können neben den Inhalten auch die Titelbilder, die Tabs sowie die Apps individuell an die Zielgruppe angepasst werden.

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Facebook_com
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Quelle: eigene Screenshots

4. Seitenbetreiber finden alle wichtigen Kennzahlen in nur einem Dashboard.

Für Unternehmen mit einer Global Page-Struktur sind sogenannte Global Insights verfügbar, die alle wichtigen Kennzahlen in nur einem Dashboard vereinen. Dank dieser können die Seitenbetreiber alle Marketingkampagnen sowie die Resonanz auf die redaktionellen Beiträge der einzelnen lokalen Seiten auf einen Blick nachvollziehen und über die verschiedenen Märkte hinweg miteinander vergleichen. Dies bietet den Unternehmen den entscheidenden Vorteil, schnell auf lokale Besonderheiten zu reagieren.

5. Die Seiten lassen sich zentral über den Root Admin und über ein Werbekonto verwalten.

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, ist bei der Umstellung auf die Global Page Struktur ein Root Admin erforderlich. Dieser besitzt vollständige Zugriffsrechte auf alle Pages, kann den Social Media Beauftragten der jeweiligen Ländern Rollen für die Marktseiten zuweisen und die Seitenstruktur jederzeit anpassen. Werbetreibenden bieten die Global Pages außerdem den entscheidenden Vorteil, dass sie alle Seiten über ein Werbekonto administrieren können. So muss nicht für jede einzelne Page ein separates Konto angelegt werden, sondern es kann auf ein zentrales Konto zugegriffen werden. Dies spart viel Zeit und Aufwand für die einzelnen Marktseitenbetreiber.

Einige Herausforderungen für die Seitenadministratoren

Auch wenn die Vorteile deutlich überwiegen, bringt die Umstellung auf eine Global Page-Struktur einige Herausforderungen mit sich. Hinter jeder einzelnen lokalen Seite steht ein länderspezifisches Social Media Team. Damit die Umstellung erfolgreich funktioniert, ist daher eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung der einzelnen Seitenbetreiber notwendig.

Dies kann besonders bei international agierenden Unternehmen schwierig sein und verlangt daher eine sehr gute Planung.

Der Anlegeprozess kann zudem sehr zeitintensiv sein und für Laien kompliziert erscheinen. Um Probleme zu vermeiden und Zeit einzusparen, ist es durchaus sinnvoll, auf die fundierte Erfahrung einer Agentur zurückzugreifen, die sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat.

Außerdem müssen sich alle Admins vorher im Klaren sein, dass durch das Anlegen von Global Pages keine weltweite Community aufgebaut werden kann, sondern mehrere Fangemeinden parallel entstehen. Die Chance, Interessenten aus anderen Ländern anzusprechen, wird durch die Lokalisierung der Seiten folglich ebenso kleiner.

Zu guter Letzt ist die Veröffentlichung von gleichen Beiträgen auf allen Länderseiten nicht möglich. Dies muss manuell erfolgen. Somit ergibt sich ein höherer Betreuungsaufwand als bei einem Ein-Seiten-Modell oder bei der Nutzung eines kostenpflichtigen Verwaltungstools.

Unser persönliches Fazit

Wie die fünf Vorteile zeigen, stellt das Zusammenfassen lokaler Seiten unter einem universellen Markennamen und einer einheitlichen URL für internationale B2B Unternehmen einen erheblichen Mehrwert dar. Doch bedarf dies einer engen Abstimmung und Zusammenarbeit aller Facebook-Verantwortlichen in den jeweiligen Ländern sowie dem speziellen Know-how. Vor diesem Hintergrund sollte die Implementierung von Global Pages als Prozess gesehen werden, der aufgrund interner Abstimmungen nicht unterschätzt werden darf. Ist die Struktur einmal implementiert, verfügt das Unternehmen über eine perfekte Struktur für sein weiteres internationales Wachstum.

Quelle Header Icons: www.webdesignerdepot.com

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