Nachdem wir Euch im ersten Teil die wichtigsten Fragen rund um das Storytelling in den Social Media beantwortet haben, verraten wir Euch hier nützliche Praxistipps für die verschiedenen Kanäle. Jeder Social Media Kanal stellt an das Storytelling andere Herausforderungen und bietet verschiedene Möglichkeiten. Angefangen von der textlichen bis hin zur visuellen Umsetzung können verschiedene Elemente in die Gestaltung Eure Geschichte einfließen.

Facebook

Für Facebook eignen sich besonders gut Einblicke hinter die Kulissen Eures Unternehmens, wie z.B. Bildmaterial von Firmenevents, Messen oder Produktneuentwicklungen. Bindet Eure Kunden in die Vorbereitung und Umsetzung ein. Damit vermittelt Ihr Euren Kunden den Eindruck, Teil einer gemeinsamen Reise zu sein.

Auch saisonale oder regionale Ereignisse und Themen helfen dabei, relevante Inhalte für den Kunden ansprechend aufzubereiten. Eingängige oder wiederkehrende Ereignisse können somit mit Euren Produkten und Dienstleistungen verknüpft werden, wodurch Eure Marke positiv aufgeladen und verknüpft werden kann.

Auch mit konkreten Nutzerszenarien und  Produkttests könnt Ihr Eure Zielgruppe direkt ansprechen, ohne eine direkte Werbebotschaft zu vermitteln. Wie nutzen Eure Kunden beispielsweise Eure Produkte und Dienstleistungen im Alltag? Welchen Funktionsumfang und Nutzen haben Eure Produkte für den Kunden und welche Vorteile bieten sie ihm? Mit Hilfe von Storytelling könnt Ihr den Produktnutzen in den Vordergrund stellen und anhand von Fotos oder kurzen Videos wirkungsvoll kommunizieren.

Auch Informationen über Euer Unternehmen können in einer Serie von Beiträgen aufbereitet werden. Ähnlich wie beim Vorzeigebeispiel Apple können Unternehmenswerte und Markenimage mit emotional aufgeladenen Bildern und Geschichten an Eure Zielgruppe herangetragen werden. Protagonisten können hier nicht nur Firmengründer und Mitarbeiter sein, sondern auch Produkte, die im Zuge des Storytelling eine Entwicklung durchlaufen und im Fokus Eurer Geschichte stehen.

Mehr Tipps und Fakten zur Erstellung von relevantem Content auf Facebook findet Ihr auch hier in unserem Newsroom.

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Quelle: eigene Grafik / Fotos: pexels.com

Instagram

Über Instagram könnt Ihr mit einer einfachen, aber einheitlichen Bildsprache Euer Produkt oder Projekt der Community näher bringen. Auch das transparent machen von Zielen und Markenwerten kann hier Nähe zum Kunden schaffen. Ein einheitliches Branding Eurer Bilder sorgt dabei für Wiedererkennungswert. Trotzdem dürfen und sollen Fotos und Videos auch gern kreativ gestaltet werden. Eine Variation aus Filtern, Perspektiven und Beitragsformaten kann für mehr Aufmerksamkeit bei der relevanten Zielgruppe sorgen.

Auch auf Instagram bieten sich Einblicke hinter die Kulissen Eures Unternehmens an. Ob Firmenevent, Geburtstag oder Meeting – persönliche Einblicke schaffen auch hier Transparenz und bauen ein Vertrauen und Verbundenheit gegenüber Eurer Marke auf. Auch hier gilt: Wenn Ihr Eure Produkte oder Dienstleistungen vorstellt, dann setzt diese in einen bestimmten Kontext. Idealerweise zeigt Ihr eine spezifische Anwendungssituation, also während des Gebrauchs, oder Ihr zeigt die Personen, denen Euer Produkt einen Nutzen stiftet bzw. geholfen hat. Potenziellen Kunden kann es dadurch leichter fallen, sich mit Eurem Angebot zu identifizieren.

Natürlich könnt Ihr auch Eure Community selbst Geschichten erzählen lassen. Vor allem spezifische oder populäre Hashtags sorgen dafür, dass Geschichten weitergetragen und im Umkehrschluss auch gefunden werden. Idealerweise könnt Ihr dann auf einen großen Pool von Geschichten zugreifen, die Eure Kunden im Umgang mit Eurem Produkt zeigen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass dadurch auch ein Erfahrungsaustausch innerhalb der Community stattfinden kann.

Twitter

Auch auf Twitter können natürlich Geschichten jederzeit, sehr schnell und von jedem Ort aus verfasst und veröffentlicht werden. Nachteil: Die Geschichten müssen verhältnismäßig kurz und auf den Punkt gebracht formuliert sein. Hier hilft Euch mitunter der Fragenkatalog aus dem ersten Teil, um eine eindeutige Botschaft zu kommunizieren.

Twitter bietet außerdem die Möglichkeit auch die Tweets von Nutzern in Eure Geschichte, Webseite oder auf Facebook einzubinden. Dadurch werden verschiedene Akteure Teil Eurer Geschichte und können diese gemeinsam erzählen. Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt im Rahmen des Storytelling schnell auf Beiträge der Nutzer reagieren und den Fortgang der Geschichte bei Bedarf beeinflussen.

Vor allem im Zuge einer breit aufgestellten Social Media Strategie kann Twitter andere Kanäle sinnvoll ergänzen und im Rahmen des Storytelling einen entscheidenden Mehrwert bieten. Achtung: Geschichten können hier schnell viral werden.

Auch im Recruiting bedient man sich zunehmend der Methode des Storytelling und bindet die potenziellen Bewerber etwa über Snapchat oder WhatsApp in den Arbeitsalltag und mögliche Aufgabenbereiche ein. Außerdem könnt Ihr so Sympathiepunkte für Euer Unternehmen sammeln, Offenheit kommunizieren und Vertrauen schaffen.

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5 Tipps auf einen Blick

  1. Verfolgt eine dramaturgische Erzählstruktur und baut Spannung auf.
  2. Bindet Interessen, Bedürfnisse und die Lebenswelt Eurer Zielgruppe in die Geschichte ein.
  3. Erzählt eine visuell und emotional aufgeladene Geschichte (mit Worten oder Bildern).
  4. Macht Euren Nutzer zum Helden und lasst ihn Abenteuer erleben und Ängste überwinden.
  5. Erzählt eine authentische Geschichte, die zu Eurem Unternehmen passt.

Unser Fazit

Storytelling ist im Rahmen einer Social Media Content Strategie ein wichtiges Element, Eure Kunden direkt anzusprechen und mit relevanten Inhalten zu versorgen. Neben einem konstanten und positiven Marken- und Unternehmensimage können dadurch auch Werte und Produktnutzen kommuniziert werden. Indem Ihr Produkte und Dienstleistungen in einen lebensweltlichen Kontext Eurer Nutzer setzt, erzeugt Ihr bei diesem nicht nur mehr Aufmerksamkeit, sondern sorgt mitunter für eine stärkere Bindung zum Unternehmen oder zum Produkt. Erzählt Geschichten nicht um jeden Preis, sondern nur dort, wo es auch für Eure Zielgruppe und im Rahmen Eurer Content Strategie sinnvoll erscheint.

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