Social News im Monat November

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Auch im vergangenen Monat wurden in der Welt der Social Media neue Wege entdeckt, beschritten und Bestehendes optimiert. Neben dem Videohype auf Facebook und Instagram, legt Pinterest mit Promoted Videos nach. Erfahrt in unseren Social News im Monat November, welche Trends sich im Bereich „mobile“ fortsetzen und wer sich an einer beliebten Snapchat – Funktion versucht.

Facebook

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Facebooks Zukunft als Videoplattform

Bei der Content-Erstellung für das Netzwerk setzt sich ein Format immer mehr durch. Video- und Bewegtbildformate werden künftig noch wichtiger für Facebook und vor allem für die mobile Facebook Nutzung sein. Dabei wird das Spektrum um Formate wie Virtual Reality, 360°, Instagram Stories und Live stetig erweitert. Mit einer neuen Kamera will Facebook an bisherige Erfolge anknüpfen und die Anzahl von Kurzvideos steigern. Natürlich kommt dem Netzwerk hier seine enorme Reichweite bei der Verbreitung neuer Funktion zugute.

Quelle: eigener Screenshot Facebook.com

Neue Werbefunktion im Facebook Messenger

Unternehmen können zukünftig Anzeigen im Newsfeed der Nutzer platzieren, welche nach dem Klick eine Unterhaltung im Messenger starten. Dadurch verdient nun auch Facebook Geld mit seinem Kurzmitteilungsdienst, denn die neue Anzeigenart steht mittlerweile global für Werbetreibende zur Verfügung. Damit der Nutzer im Messenger nicht mit Werbung überflutet wird, kann er zum einen gesponserte Nachrichten blockieren und zum anderen kann der Entwickler den User nach einem Tag nicht mehr anschreiben, wenn dieser nicht auf die erste Nachricht reagiert hat.

Job-Vermittlung über Facebook

Derzeit wird eine LinkedIn-ähnliche Funktion getestet, die es Seitenadministratoren ermöglichen soll, Stellenausschreibungen direkt über einen Button im Statusfeld auf der eigenen Seite zu veröffentlichen und Bewerbungen darüber einzuholen. Alle Ausschreibungen laufen zudem in dem Tab Jobs auf der jeweiligen Facebook-Seite zusammen. Über den Button „Apply Now“ können Bewerber ein teilweise mit öffentlichen Profilinformationen ausgefülltes Standardformular anpassen und absenden.

Ähnlich den Werbeanzeigen bei LinkedIn, soll es auch hier möglich sein, für eine höhere Reichweite der Stellenausschreibungen zu bezahlen. Ob und wann das Feature veröffentlicht wird, lässt Facebook aktuell offen.

Vereinfachter Kundenkontakt durch Nachrichtenbündelung

Der Kontakt zum Kunden wird neben der eigentlichen Plattform auch über den Messenger oder über Instagram aufgenommen. Für mehr Übersichtlichkeit und eine bessere Organisation bündelt Facebook nun alle Nachrichten in einem übergeordneten Postfach. Das vereinfacht die Kommunikation mit dem Kunden erheblich, da neben Nachrichten, auch Kommentare, Bewertungen und Instagram Kommentare per Fingertipp ausgewählt und beantwortet werden können. Ein weiteres Feature ist, dass mit Klick auf den Namen der Person grundlegende Profilinformationen und bisherige Interaktionen mit Eurem Unternehmen angezeigt werden.

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Quelle: Screenshot thomashutter.com

Fecebook Messenger wird zum Spielplatz

Nutzer des Facebook Messengers können ab sofort aus einer laufenden Konversation heraus PAC-MAN, Galaga, Space Invaders und EverWing sowie zahlreiche andere Spiele mit ihrem gegenüber spielen. Für die sogenannten Instant Games muss keine zusätzliche App installiert werden. Zudem können sie plattformübergreifend mobil und auf dem Desktop, im Messenger selbst oder im Newsfeed, mit Klick auf das entsprechende Icon begonnen werden. Den Nutzern soll damit ein ganzheitliches und vor allem unkompliziertes Spielvergnügen geboten werden. Nicht zuletzt auch, um wechselwillige User im Messenger zu halten.

Quelle: messengerblog.com

Instagram

Instagram Profilinformationen über Facebook ändern

Für Community Manager stehen nun auf der Facebook Seite über ein Formular im Einstellungsbereich von Instagram alle Profilinformationen des mit der Seite verknüpften Instagram Accounts zur Verfügung. Diese Funktion kann nur von den Administratoren und Editoren der Seite genutzt werden. Diese können nun auch über den Werbeanzeigenmanager, zumindest auf der Desktop Version, auf Kommentare unter Instagram Bildern und Anzeigen antworten. Da sich die Funktionen noch im Roll-Out befinden, können aktuell noch nicht alle Admins auf diese Funktion zugreifen.

Mobile Shopping auf Instagram

Über Shoppable Tags auf Bildern oder den „Tap to View“ – Button in einer Ecke des Produktbildes erhalten User in den USA weitere Produktdetails. Nach einem weiteren Klick werden zusätzliche Fotos und Details zum gewählten Produkt preisgegeben. Über den hier eingebundenen „Shop Now“ – Button wird der Nutzer schließlich auf die Shopseite weitergeleitet. Damit spannt Instagram den Bogen zum E- Commerce und versucht, den Kinderschuhen des Social Commerce zu entwachsen.

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Quelle: Screenshot futurebiz.de

Instagram Analytics im Unternehmensprofil

Seit einigen Wochen können Admins eines Unternehmensprofils auf Instagram Interaktionen und Reichweiten der Beiträge direkt auswerten. Das Tool weist jedoch aktuell noch einige Schwachstellen auf. So existiert beispielsweise noch keine Schnittstelle für Impression und die Reichweiten Eurer Beiträge zur Instagram API. Das heißt, die Statistiken können aktuell noch nicht 1 zu 1 über die offizielle API von Instagram ausgelesen werden. Für eine tiefer greifende Analyse ist also aktuell ein zusätzliches Social Media Analysetool notwendig bzw. ratsam.

Instagram launcht Live-Video Funktion

Instagram Live ist aktuell noch nicht für alle Nutzer verfügbar, soll aber nach und nach in die Stories integriert werden. Das hat zur Folge, dass Eure Story noch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Ähnlich wie bei Facebook erhalten Eure Follower auch bei Instagram Benachrichtigungen, wenn Ihr ein Live Video mit einer Länge von bis zu einer Stunde erstellt. Beendet Ihr die Übertragung, dann verschwindet auch das Video aus den Stories.


Quelle: wuv.de

Werben mit mehr Format

Es gibt noch eine weitere Neuerung auf Instagram: vertikale Video- und Bildanzeigen. Das neue Format stellt sicher, dass Eure Follower Eure Werbeanzeige ganzheitlich erleben können, ohne das Smartphone oder Tablet zu drehen. Zudem habt Ihr als Werber mehr Platzt zur Verfügung, um Eure Botschaft zu kommunizieren. Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, mit dem Format zu arbeiten, welches am besten für Eure Inhalte funktioniert.

Pinterest

Promoted Videos im Explore-Tab

Der große Erfolg der Promoted Videos bei Pinterest führte dazu, dass das Format nun auch in den Explore-Tab integriert wird. Eure Videos werden hier nun automatisch abgespielt, wodurch sie wesentlich höhere Reichweiten erzielen können.

Hierfür bieten sich vor allem verschiedene Episoden an, bzw. Follow up Videos, die automatisch nach dem ersten Video abgespielt werden. Damit habt Ihr die Möglichkeit, Eurer Marken- bzw. Werbebotschaft besser und nachhaltiger zu kommunizieren.

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Quelle: Pinterest.com

Twitter

Chatbots nun auch in Twitters Direktnachrichten

Im Kundenservice hat Twitter nach wie vor einen hohen Stellenwert. Kurze Reaktionszeiten und eine unkomplizierte Kommunikation mit dem Kunden sollen nun mit Hilfe von Chatbots noch weiter in den Vordergrund rücken und ausgebaut werden. Diese kommen zunächst bei Willkommensnachrichten und den sogenannten „Quick Replies“ zum Einsatz. Beide Elemente könnt Ihr individuell gestalten, indem Ihr beispielsweise auf weitere Dienstleistungen oder einen Social Media Manager hin- bzw. verweist. Aktuell sind die Bots bereits in der Lage, passende Antworten auf allgemeine Fragen zu liefern und Kontaktdaten zu übermitteln.

QR-Codes – kein Schnee von gestern

Twitter nutzt die späte Gunst der Stunde und integriert mit den QR-Codes das Schnellverbindungsfeature in die Anwendung. Der QR-Code kann optional im Nutzerprofil erstellt werden und per Screenshot auf anderen Plattformen oder in Printform verbreitet werden, um eine schnelle Verbindung zu Eurem Twitter Profil herzustellen. Interessant wird das neue Feature vor allem dann, wenn Ihr Euren Kunden für die Erstkontaktaufnahme eine einfache Klick-Lösung anbieten wollt.

WhatsApp

WhatApp plant sich selbst löschende Beiträge

Kommt Euch das bekannt vor? Nicht zum ersten Mal werden Snapchat Funktionen von anderen Diensten adaptiert. WhatsApp plant die sogenannte „Status“ – Funktion. Erstellte Fotos oder Videos werden entweder nach einem festgelegten Zeitraum, spätestens jedoch nach 24 Stunden automatisch gelöscht. Natürlich können auch Emojis und individuelle Texte in den „Status“ eingefügt und mit einzelnen Personen oder Gruppen geteilt werden. Nach aktuellem Stand muss für die Nutzung des „Status“-Tabs eine weitere App installiert werden, wodurch nicht mit einem baldigen Produktlaunch zu rechnen ist.

Google

Geplant: Native Video-Ads für Publisher

Der Schwerpunkt für Google Werbeanzeigen liegt weiter auf dem Thema mobil. Neben bereits etablierten Features wie den Click-to-Message-Anzeigen plant Google jetzt auch native Video-Ads. Diese bietet das Unternhmen über seine DoubleClick-Plattform an, was die Ladezeiten der Ad auf mobilen Endgeräten erheblich verkürzen soll, um die Absprungraten zu reduzieren. Für Publisher könnte das ein Anstieg Ihrer Werbeeinnahmen bedeuten, wenn die Klickraten der native Ads erwartungsgemäß steigen. Wann jedoch die Native Video-Ads für Publisher in Deutschland zur Verfügung stehen, hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben.

Die verschiedenen Social Media Plattformen nehmen gegen Jahresende noch einmal richtig Schwung auf und sorgen nicht nur für mehr kreativen Spielraum, sondern bieten Administratoren der einzelnen Plattformen spannende Features zur Kunden- und Communitybetreuung. Auch das Thema Ads ist nach wie vor präsent und lässt sich immer besser und vor allem vielfältiger, vor allem mobil, integrieren.