Im ersten Teil unseres Beitrages zum strategischen Social Media Tracking  haben wir Euch anhand von Grundlagen erklärt, wir Ihr den Traffic auf Eurer Website, welcher aus den sozialen Netzwerken stammt, identifizieren könnt. Wie Ihr nun eine konkrete Verbindung zwischen dem entstandenen Traffic und einem spezifischen, bereits veröffentlichten Beitrag herstellt, dass zeigen wir Euch hier.

Kampagnen-Tracking ist das Zauberwort, um Licht ins Dunkel zu bringen! Damit Ihr erkennen könnt, wie erfolgreich einzelne Beiträge sind, müssen der entsprechenden URL, die auf Eure Website verlinkt, zusätzliche Parameter hinzugefügt werden. Für Google Analytics ist damit eine genauere Auswertung möglich.

Der Google URL-Builder

Dieses Tool erlaubt Euch die Erstellung von spezifischen URLs für Eure Kampagnen. Mithilfe des Tools wird Eurer ursprünglichen URL ein bestimmter Tracking-Code, bestehend aus verschiedenen Parametern, angefügt. Alle Informationen, die nach der eigentlichen URL erscheinen, gehören zu diesem Tracking-Code. Wir erklären Euch Schritt für Schritt, wie der Google URL-Builder zu verwenden ist:

  1. Website URL: Hier wird die ursprüngliche URL eingefügt, zu der Ihr Eure Nutzer führen möchtet.
  2. Kampagnen-Quelle: Hier wird die Quelle des Traffics, also bspw. die Facebook-Seite, ein Newsletter oder ein Werbebanner, angegeben.
  3. Kampagnen-Medium: Hier tragt Ihr das Medium der Kampagne, also bspw. einen Facebook-Beitrag, ein.
  4. Kampagnen-Name: Dieser Name beschreibt Eure Kamapagne, also bspw. einen Slogan, ein Produkt oder einen Promo-Code.
  5. Kampagnen-Begriff: Dieser ist nicht unbedingt nötig, da er für die bezahlte Suche verwendet wird.
  6. Kampagnen-Content: Hier könnt Ihr nochmal spezifischer innerhalb Eurer Kampagne unterscheiden, wenn es Inhalte gibt, die auf die gleiche ursprüngliche URL verweisen, also bspw. zwei Jobangebote innerhalb einer Recruiting Kampagne.

In unserem Fall könnte dies beispielsweise so aussehen:

SMA_Tracking_Newsroom_2(848x

Das Ergebnis aus dem Beifügen der speziellen Parameter ist die Tracking-URL, die bei uns nun folgendermaßen erscheint:

SMA_Tracking_Newsroom_3(848x

Die Erstellung des Tracking-Codes ist nicht besonders kompliziert. Dennoch solltet Ihr einige Punkte beachten!

  • Die Angabe der Kampagnen-Quelle sollte immer gleich geschrieben werden. Wenn Ihr Euch einmal für “Facebook” entschieden habt, bleibt dabei und schreibt nicht beim nächsten Mal stattdessen “FB” oder “facebook”, sonst tauchen unterschiedliche Quellen im Google Analytics Report auf.
  • Verwendet bei mehreren Worten innerhalb eines Parameters einen Underscore, zB. Content_und_Strategie, da Google andernfalls das Leerzeichen als Prozentzahl darstellt.
  • Unser Tipp: Erstellt Euch eine einfache Übersicht mit den verwendeten Parametern, sodass der Überblick über Eure unterschiedlichen Kampagnen und Inhalte nicht verloren geht.

Die Auswertung dieser mit spezifischen Parametern versehenen Tracking Codes findet Ihr in Google Analytics unter dem Punkt Besucherquellen → Quellen → Kampagnen. Hier könnt Ihr dann nach den unterschiedlichen Dimensionen filtern und einen Einblick in das Nutzerverhalten bekommen.

Die Alternative zu Google Analytics: Piwik

Piwik ist direkt nach Google das meistverwendete Analyse-Tool in Deutschland. Im Gegensatz zu Google Analytics handelt es sich um eine Open-Source Software mit der Möglichkeit, sämtliche erhobenen Daten auf dem eigenen Server zu speichern. Zwar ist der Funktionsumfang des Programms etwas geringer, mithilfe von Plugins können aber viele Funktionen nachgerüstet werden. Genau wie Google bietet auch Piwik einen URL-Builder zum Tracking an.

Ob Display Ads, Newsletter oder Tweets —  hier könnt Ihr Euren Traffic nachverfolgen. Das Prinzip ist ähnlich einfach wie im Falle des Google URL-Builder. Mit Piwik lassen sich eine unbegrenzte Zahl an Kampagnen und Links tracken — einzige Beschränkung: Es stehen Euch in der Basis-Version lediglich drei Parameter zur Verfügung. Diese können jedoch über die Einbindung eines Plugins auf fünf Parameter erweitert werden. Wir erklären Euch Schritt für Schritt, welche Parameter Ihr beim URL-Builder einpflegen könnt:

  1. Website URL: Hier wird die ursprüngliche URL Eurer Website eingefügt, auf die Ihr Eure Besucher leiten wollt.
  2. Kampagnen-Name: Dieser Name beschreibt Eure Kampagne, also bspw. SummerSale oder PaidAds.
  3. Kampagnen-Keyword: Dieses Feld ist optional. Hier könnt Ihr Eure Kampagne nochmals mit einem bestimmten Keyword spezifizieren, um verschiedene Dimensionen vergleichen zu können.

In unserem Fall könnte ein Tracking-Code über Piwik folgendermaßen aussehen:

SMA_Tracking_Newsroom_4(848x

Ob Ihr Euch für Google Analytics, Piwik oder eine andere Alternative entscheidet, liegt allein bei Euch — beide Analyse-Tools haben ihre Vorteile und unterstützen Euch substanziell bei der Auswertung Eurer Online Aktivitäten. Ein umfassendes Tracking und Monitoring mit anschließender Analyse und Optimierung ist für ein strategisches Marketingkonzept unabdingbar. Mithilfe der Tracking-Codes könnt Ihr leicht evaluieren, wo Eure Stärken und Schwächen im Social Media Management liegen und wo Ihr ansetzen müsst, um die Conversion zu erhöhen.

Kontaktiert uns, wenn Ihr Fragen zum Social Media Tracking habt und Euch Unterstützung wünscht!

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