Crossmedialer Redaktionsplan: Teil 1 – Ein gelungener Content Mix

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Heutzutage kommt kein Unternehmen mehr daran vorbei, in mindestens einer der gängigen Social Media Kanäle präsent zu sein. Doch die Anwesenheit allein genügt nicht. Die Fans erwarten von den Unternehmen abwechslungsreichen Content, der für sie nützlich, leicht verständlich und aktuell ist sowie zu der jeweiligen Plattform passt. Für die Marketingverantwortlichen bedeutet dies, dass sie kontinuierlich qualitativ hochwertige Inhalte erstellen müssen, um die Geschichte ihrer Marke und ihrer Produkte überzeugend zu verpacken. Neben dem informativen Aspekt ist dabei deren Mehrwert entscheidend, um hohe Interaktionen hervorzurufen. Dafür bedarf es einer durchdachten Strategie.

Um Eure Themen besser planen zu können und die Content Produktion effektiv zu steuern, empfehlen wir Euch, einen Redaktionsplan aufzustellen. Über die Anfertigung eines Redaktionsplanes sowie dessen Nutzen und Analyse haben wir Euch bereits in einem früheren Blogbeitrag informiert. In unserer neuen Reihe möchten wir uns nun konkret der Crossmedialität in diesem widmen.

Im ersten Teil werden wir darauf eingehen, warum es sinnvoll ist, einen gelungenen Content Mix zu nutzen und Euch Tipps an die Hand geben, wie Ihr verschiedene Beitragsarten einsetzen könnt. Über die Vorteile, mehrere Social Media Kanäle gleichzeitig zu bespielen, werden wir Euch dann im zweiten Teil berichten.

Content Mix: Verschiedene Beitragsformate

Links, Videos, Bilder oder Infografiken – die Möglichkeiten, die uns die Social Media Kanäle bieten, sind enorm. Um Eure Fangemeinde auszubauen und dauerhaft an Euer Unternehmen zu binden, empfiehlt es sich, die Vielfalt auch zu nutzen. Denn jeder Einzelne hat andere Vorlieben. So gibt es diejenigen, die sich über Linkbeiträge über Eure Dienstleistungen oder Produkte informieren, andere, die nach Unterhaltung in Videos suchen oder wiederrum einige, die interne Bilder aus Eurem Unternehmen sehen möchten. Um allen gerecht zu werden und ihnen einen Mehrwert zu bieten, solltet Ihr auf einen gelungenen Content Mix aus Information, Unterhaltung und Inspiration setzen. Dabei müssen Eure Beiträge sowohl inhaltlich als auch in der Form abwechslungsreich sein.

Auf Facebook ist ein gelungener Mix nicht nur für die Fanentwicklung ausschlaggebend, auch der Algorithmus liebt Abwechslung. So wird der Content von Seiten, die oft die Beitragsarten variieren, häufiger im Newsfeed zu sehen sein, als von Pages, die immer nur das gleiche Format nutzen. Dabei ist es wichtig, dass Ihr entsprechend Eurem Ziel das richtige Format wählt. So ist ein Link-Post für Impressionen einer Veranstaltung eher die falsche Wahl. In diesem Fall wäre ein Album durchaus effektiver.

Crossmedialer Redaktionsplan
Quelle: eigener Screenshot

Einsatzmöglichkeiten der Beitragsformate

Im Folgenden möchten wir gern auf die einzelnen Beitragsarten im Detail eingehen und Euch zeigen, wie Ihr diese für Euer Unternehmen sinnvoll nutzen könnt:

Linkbeiträge: Da eine Linkbeitrag die am häufigsten verwendete Content Art ist, fangen wir mit diesen an. Wie der Name schon besagt, wird hierbei auf eine Linkquelle verwiesen. Das Format bietet sich vor allem dann an, wenn Ihr eigene Inhalte habt, die Ihr mit Euren Fans teilen möchtet, beispielweise einen Blogbeitrag oder News auf der Website. Durch die Verlinkung schafft Ihr eine höhere Aufmerksamkeit für Euren eigenen Content und könnt die Anzahl der Leser steigern. Zudem ist es ratsam, in den Beitragstext eine „Call to Action“ einzubauen, um die Fans zu Handlungen aufzurufen.

Neben eigenen Beiträgen solltet Ihr auch auf Fremdquellen verweisen. Achtet dabei darauf, dass diese Bezüge zu Eurem Unternehmen haben und relevant für Eure Zielgruppe sind. Am besten eignen sich Links auf wichtige Artikel aus Eurer Branche. Dieses Vorgehen schafft bei Eurer Community Vertrauen und zeigt, dass Ihr Euch als Experten mit den aktuellen Entwicklungen in Eurem Fachgebiet auseinandersetzt. Bestenfalls solltet Ihr diese nicht nur zu teilen, sondern auch selbst kommentieren und darüber hinaus nach Feedback bei den Lesern fragen.

Bildbeiträge: Es ist kein Geheimnis, dass Fotos und Bilder höhere Interaktionsraten erzeugen als Linkbeiträge. Der Grund liegt vor allem darin, dass das menschliche Gehirn visuelle Elemente besser verarbeiten kann als reinen Text. Daher sollten Impressionen in Eurer Content Strategie Präsenz finden. Wichtig ist hierbei die Relevanz. So generieren witzige Bilder ohne Bezug auf das Unternehmen zwar Interaktionen für einen kurzen Zeitraum, haben aber keine nachhaltige Wirkung. Um Abwechslung beim Posten zu erzeugen, empfehlen wir Euch auch hier, die Beitragsarten zwischen Einzelbildern, Bildreihen und Alben zu variieren.

Einzelne Impressionen sind die richtige Wahl, wenn Ihr auf ein bestimmtes Produkt oder eine spezielle Dienstleistung aufmerksam machen möchtet. Neben diesen könnt Ihr auf den meisten Social Media Kanälen auch Bilderreihen oder Alben hochladen. Große Beliebtheit erfreuen sich dabei Fotos, die hinter den Kulissen schauen. Eure Produkte und Dienstleistungen kennen Eure Fans, doch mithilfe von exklusiven Einblicken in den Unternehmensalltag könnt Ihr Euch von der Konkurrenz abheben. Zudem machen sie Eure Firma greifbarer, authentischer und sympathischer. Zusätzlich dazu eignen sich Alben auch, um Eure Events oder Produkte aus verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren.

Infografiken: Infografiken sind ein beliebtes Mittel, um komplexe Zusammenhänge auf eine leicht verständliche Art zu transportieren und gleichzeitig unterhaltsam zu sein. Im Social Media werden sie  gern geteilt. Die Mischung aus informativem Text und visuellem Inhalt erzeugt eine hohe Einprägsamkeit und steigert damit die Aufmerksamkeit.  Ein dezentes, unauffälliges Branding erhöht zudem die Markenbekanntheit und hilft, den einigen Expertenstatus auszubauen.

Videos: Laut einer Studie von Social Bakers erzeugt ein durchschnittlicher Video-Beitrag eine rund 135% größere Reichweite als ein Foto (Quelle: absatzwirtschaft.de). Diese Zahl zeigt, dass für jede gute Content Strategie Videos unverzichtbar sind. Durch die Vereinigung von Text, Bild und Ton können komplizierte und umfassende Informationen emotional aufbereitet werden. Das Tool Fanpage Karma hatte 2014 untersucht, wie sich Emotionen auf Interaktionen auswirken. Dabei kam heraus, dass emotionale Beiträge 10 Mal höhere Interaktionsraten erhalten können als sachliche Postings (Quelle: Blog Fanpage Karma).

Doch Video ist nicht gleich Video. Auch hier gibt es verschiedene Beitragsformen, um audiovisuelle Inhalte auf den Social Media Kanälen online zu stellen. Auf der einen Seite existieren die klassischen Videos, welche gefilmt, bearbeitet und schließlich durch die Postingfunktion hochgeladen werden. Zum anderen führten Facebook und Instagram 2016 eine Live-Funktion ein, wie sie bereits von Periscope – der weltweit bekannten Live-Video Streaming App von Twitter – bekannt ist. Mithilfe des Features können die Nutzer Videos in Echtzeit sehen und direkt über die Kommentarfunktion mit ihnen interagieren. Aktuellen Erkenntnissen zufolge verbringen die Nutzer bis zu dreimal mehr Zeit damit, Live-Videos anstelle von klassischen Bewegbildern zu konsumieren (Quelle: absatzwirtschaft.de). Die Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen sind riesig. So könnt Ihr mithilfe von Live-Videos authentische Eindrücke von Events und Produktpräsentationen zeigen, virtuelle Bewerbungsgespräche führen oder diese als Mittel für das Krisenmanagement einsetzen. Neben dem Informationsgehalt schafft Ihr damit Authentizität und Exklusivität für Euer Unternehmen, die sich positiv auf Euer Image und Eure Markenbekanntheit auswirken können.

Fazit: Inhaltliche Qualität statt Quantität

Dieser Überblick über die verschiedenen Beitragsformen sollte Euch zeigen, dass Ihr mithilfe eines gelungenen Content Mix verschiedene Marketingziele ansprechen und bedienen könnt. In allen Fällen gilt dabei: Qualität vor Quantität. Eine hohe Beitragsfrequenz sorgt nicht automatisch für gute Sichtbarkeit auf den Social Media Kanälen. Es ist stattdessen sinnvoller, über einen längeren Zeitraum immer wieder hochwertigen Content zu veröffentlichen, um eine permanente Aufmerksamkeit für Eure Firma und Eure Produkte zu erzeugen. Natürlich eignen sich auch nicht alle Content Arten für jedes Unternehmen. Die Auswahl ist abhängig von Eurem Produkt oder Eurer Dienstleistung sowie Euren wirtschaftlichen Möglichkeiten. Probiert am besten einfach einmal die verschiedenen Beitragsformate aus. Ihr werdet dann schnell analysieren können, welche Formen sich für Eure Ziele am besten eignen und welche Content Arten eher untauglich sind.

Im zweiten Teil dieser Reihe werden wir Euch dann darauf eingehen, warum es für eine Content Strategie sinnvoll ist, verschiedene Social Media Plattformen zu nutzen und wie Ihr eine Crossmedialität zwischen den Kanälen schaffen könnt.

Solltet Ihr Fragen zu den einzelnen Beitragsformen haben oder individuelle Tipps für Euren Content Mix benötigen, dann kontaktiert uns gern.

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