Social News im Monat Dezember

Somengo_Social_News_Dezember_2017

Das Jahr 2017 liegt nun hinter uns und auch in den letzten Tagen des Jahres waren die Social Media Akteure sehr umtriebig. Was auffällt, ist der starke Fokus auf den Stories, welcher nun auch von Twitter und YouTube gesetzt wird. Mehr dazu lest Ihr in unseren Social News im Monat Dezember.


Facebook

Facebook gibt nach: PreRoll Ads kommen

Lange hatte sich das Netzwerk gegen diese Werbeform gewehrt – nun werden PreRoll Ads auch auf Facebook getestet. Die dem eigentlichen Inhalten vorgeschalteten Anzeigen werden vorrangig auf Facebooks eigenem Portal Facebook Watch getestet. Weitere Informationen zur Monetarisierung und Distribution von Videos auf der Plattform, hat Facebook kürzlich auf seinem Blog veröffentlicht.

Verknüpfung von Messenger und Instagram

Durch eine Verknüpfung des Facebook Messenger mit Instagram sollen Kontakte direkt aus Instagram in den Messenger importiert werden können. Folgt Ihr einem Nutzer in Instagram, seid mit diesem aber nicht im Messenger verbunden oder auf Facebook befreundet, könnt Ihr Euch zukünftig über die Schnittstelle mit ihm verbinden. Für Unternehmen ist diese Funktion aktuell weniger interessant, da sie ausschli9eßlich für private Profile zur Verfügung steht und sich bestenfalls im Rahmen einer Influencer Aktionen anbietet.

All about the Stories – jetzt auch für Unternehmen auf Facebook

Es ist un so weit und Facebook öffnet seine Story Funktion auch für Unternehmen. Diese erscheinen dann zwischen den Stories anderer Nutzer und können mittels Facebook App erstellt werden. Da das Crossposting von Instagram zu Facebook aktuell noch nicht bei allen Seiten funktioniert, könnte dies nun erste Abhilfe schaffen. Auch hier stehen den Seiten Sticker und verschiedene Bearbeitungstools zur Verfügung. Die Story Funktion wird in den kommenden Wochen für alle Seiten ausgerollt.

facebook_stories_fuer_unternehmen
Quelle: futurebiz.de

Neuer About-Bereich für Unternehmen

Im neuen About Bereich auf Facebook können Unternehmen nun mehr über sich erzählen und visuell aufbereiten. In der Desktop Version wird der Bereich rechts unterhalb des Titelbildes angezeigt. Mobil erscheint er als eigene Kachel an dritter oder vierter Stelle. Neben einem Bild hält der Bereich beinahe den kompletten Funktionsumfang ähnlich einer Notiz bereit. Als Seitenadministrator könnt Ihr den Inhalt also komplett selbst bestimmen. Da das Feature bisher optional ist, wird es nur auf Eurer Seite angezeigt, wenn Ihr es ausfüllt.

Newsfeed Update: Das Aus für Engagement Baiting

Das aktuelle Facebook Update hat zur Folge, dass Unternehmen, die auf Taktiken wie „Markiere einen Freund“, „Kommentiere mit…“, oder Reaction Votings setzen, zukünftig weniger organische Reichweite im News Feed erhalten. Kurzum soll dem sogenannten Engagement Baiting der Garaus gemacht werden. Mit dem selben Update geht das Unternehmen auch gegen weitere unliebsame Taktiken von Seitenbetreibern vor. Neben dem Tag und Comment Baiting werden auch das Vote, Reaction und Share Baiting abgestraft.

Comment-Baiting-facebook-algoithmus-update
Quelle: futurebiz.de

Neuer Call-to-Action – WahtsApp schreiben

Gesponserte Beiträge können nun mit einem weiteren Call-to-Action Button versehen werden. Mit dem neuen Update kann nun direkt eine Unterhaltung im WhatsApp Messenger begonnen werden. Mit Klick auf den Button öffnet sich eine automatische Nachricht, die der User vor dem Absenden anpassen kann. Die Nachricht, die dann beim Unternehmen ankommt, enthält neben der personalisierten Nachricht des Nutzers auch einen Screenshot der Anzeige, über welche der User angesprochen wurde.
whatsapp-call-to-action-facebook
Quelle: wersm.com


Instagram

Instagram plant eine Weiterleitung zu WhastApp und einen Regram Button

Instagram bastelt fleißig an neuen Funktionen. Laut Informationen von The Next Web arbeitet Instagram daran, die Beitragsweiterleitung von Instagram Posts zu WhatsApp mittels Weiterleitungs-Button zu erweitern. Bisher ist das Teilen von Instagram-Beiträgen nur über externe Tools möglich. Ebenfalls im Test befindet sich direkt in die App integrierter Regram-Button sowie eine Schnellsuche für Hashtags und Emojis. Der Regram funktioniert dann ähnlich wie ein Retweet und das direkt in der App. Andere Unternehmen wie Twitter und Tumblr verwenden Retweets/Reblogs, die wie wir wissen äußerst beliebt sind.

Größte Änderung seit 2013: Story Archiv und Highlights

Inhalte einer Story für einen längeren Zeitraum direkt in der App zu speichern, ist nun Dank der Archiv Funktion möglich. Mit den Instagram Story Highlights habt Ihr zudem die Möglichkeit, Eure Story Higlights zu speichern und diese in Eurem Profil sichtbar zu machen. Das bedeutet, Eure Follower können sich Eure Stories auch nach den abgelaufenen 24 Stunden ansehen. Die Highlights werden unter Eurer Bio angezeigt und lassen sich frei sortieren und einzelne Elemente innerhalb eines Highlights sich frei arrangieren. Warum das gut ist? Ihr könnt einzelne Produkte, Produktgruppen oder Dienstleistungen als Story fest und prominent in Eurem Profil verankern und die Sichtbarkeit erhöhen.

15% höhere Interaktion Dank Emojis

Neben Hashtags beeinflussen vor allem Emojis Eure Reichweite und Interaktionsrate auf Instagram. In einer aktuellen Studie von Quintly wurde festgestellt, dass der geschickte Einsatz der richtigen Emojis die Interaktionsrate um 15% steigen lassen kann. Natürlich gilt es vor diesem Hintegrund dennoch darauf zu achten, vor allem hochwertige Inhalte zu produzieren, denn diese sollten immer auch ohne Hashtags und Emojis funktionieren.

Das waren die Top Emojis auf Instagram im Jahr 2017:
Instagram-Emojis-Interaktionen-Reichweite-studie
Quelle: quintly.com

Ebenfalls im Test: Instagrams eigene Messaging-App Direct

Instagram will der Foto-App eine alleinstehende Direktnachrichten-App hinzufügen. Über die Instagram Direct App können Stories erstellt und an Freunde weitergeleitet werden, mit denen die Nutzer auf der Instagram-Original-App verbunden sind. Weiter abheben will sich die App durch exklusive Filter. Ziel ist es also, dem Nutzer mehr kreativen Spielraum beim teilen von Nachrichten einzuräumen. Derzeitige Tests werden in Chile, Italien, Israel, Portugal, der Türkei und Uruguay durchgeführt.

Jeder kann jetzt Hashtags folgen

Hashtags sind ein zentrales Element auf Instagram. Neuerdings könnt Ihr auch Instagram-Hashtag-Seiten folgen. Neben Personen und Unternehmen könnt Ihr jetzt also auch direkt Euren Interessen nachgehen/folgen. Wenn Ihr nach Hashtags sucht, erscheint ein Folgen-Button für den jeweiligen Hashtag, den Ihr mit einem Klick aktivieren könnt. Für Unternehmen bedeutet das, dass Eure Inhalte nun auf einem weiteren Weg im Feed der Nutzer landen können. Wenn Ihr einen eigenen Hashtag erfolgreich etablieren konntet, könnt Ihr Eure Community nun dazu animieren, diesem zu folgen. Auch in Sachen User Generated Content bieten sich hier interessante Perspektiven.

Instagram-Hashtags-folgen
Quelle: futurebiz.de


Snapchat

Snapchat trennt Freunde von Brands

Mit dem neuen Redesign von Snapchat werden soziale Interaktionen mit Freunden von Snapchats Discover-Inhalten, die von Medienunternehmen gestaltet werden, getrennt. Die neue App wurde entwickelt, um die Lernkurve für neue Benutzer zu verkürzen. Diese können nach links wischen, um mit Freunden zu chatten und nach rechts, um Inhalte von Medienunternehmen im Discover-Bereich zu sehen. Im Zentrum steht die Snap Kamera. Mit dem Redesign reagiert Snapchat auf die stagnierenden Nutzerzahlen. Ob das der richtige Weg ist, wird sich in Kürze zeigen.

Snap-redesign-snapchat-brand-friends
Quelle: theverge.com

Unternehmen können animierte Filter sponsern

Nach dem Rollout der animierten Filter, gibt es jetzt für Werbetreibende eine neue Funktion, die sich auf Snapchat Filter beziehen. Eure animierten Snapchat Filter können nun gesponsert werden. Bisher ist Snapchat das einzige Unternehmen, welches Filter zu Geld macht. Bleibt abzuwarten, wann Instagram, Twitter und Facebook folgen werden.


Twitter

Review: lohnen sich die 280 Zeichen?

Fakt ist, dass Tweets mit mehr als 140 Zeichen mehr Engagement generieren. Dies geht aus einer Studie der Social Flow hervor. Dieser Effekt ist jedoch aktuell nur bei den generierten Likes und Retweets bemerkbar, nicht aber bei den generierten Klicks. Dennoch sieht es so aus, dass sich die Entscheidung hin zu den 280 Zeichen für Twitter gelohnt hat. Auch Unternehmen sollten genau beobachten, wie sich die Länge Ihrer Tweets auf das Engagement auswirkt und sich nicht auf dem aktuellen Trending Topic ausruhen.

Twitter zieht nach und launcht Story Funktion

Der Kurznachrichtendienst folgt Instagram, Facebook und YouTube, indem auch er seine eigene Story Funktion launcht. Heißen wird diese Funktion „Threads“ und soll es den Nutzern ermöglichen, mehrere Tweets chronologisch in einem aneinandergereihten Thread zu bündeln und jederzeit durch weitere Tweets zu ergänzen. Anders als bei Snapchat und Instagram besteht bei den Threads keine zeitliche Beschränkung. Die Funktion soll in den kommenden Wochen allen Nutzern von Twitter auf iOS, Android sowie der Desktop-Version zur Verfügung gestellt werden.


YouTube

Auch hier halten mit den „Reels“ Stories Einzug

YouTube Creator können nun auf der Plattform selbst Ihre Follower an ihren Alltag teilhaben lassen und über Aktualisierungen informieren. Mit den YouTube Reels soll der (Um-) Weg über Instagram für derartigen Content vermieden werden. Ein wesentlicher Unterschied bei den Reels ist, dass diese von Vornhinein dauerhaft gespeichert werden. Neben Stickern steht hier auch die Markierungsfunktion zur Verfügung, um andere Channels hervorzuheben. Die Reels sind nicht mit dem Community Tab verknüpft sondern bilden einen eigenen Bereich. In der mobilen App heben sie sich optisch von anderen Benachrichtigungen ab und werden immer als erstes angezeigt. Der test befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Ob die Reels also allen Kanälen zur Verfügung stehen werden, bleibt zunächst fraglich.

YouTube_Reels_stories_test
Quelle: futurebiz.de


Wie viele der derzeit getesteten Features tatsächlich auf den Markt kommen, bleibt abzuwarten und nicht minder spannend. So viel ist jedoch klar: vergängliche Inhalte, die es nicht zwingend bleiben müssen, sind weiter auf dem Vormarsch.