Im Juli stehen bei den Social-Media-Akteuren besonders die Themen Monetarisierung und Shopping auf der Agenda. Das ist aber natürlich nicht alles. Was außerdem noch in den sozialen Netzwerken los war, erfahrt Ihr wie gewohnt in unseren Social News. Los geht’s!

Facebook

Facebook warnt Nutzer, die veraltete News teilen

Besonders in Social Media werden Nachrichten, die bereits älter sind, als aktuelle News geteilt, was die Verbreitung von Fake News fördert. Deshalb warnt Euch Facebook nun, wenn Ihr einen Artikel teilen wollt, der älter als drei Monate ist. Ihr werdet zwar nicht am Teilen des Artikels gehindert, jedoch vor einer möglichen Irrelevanz der Nachricht gewarnt. Die Aktualität eines Artikels bietet den Lesern wichtigen Kontext, der ihnen hilft, zu entscheiden, was sie lesen und welchen Informationen sie vertrauen.

Endlich auch bei Facebook – Dark Mode wird getestet

Für WhatsApp, Instagram, Messenger und Facebook Lite gibt es ihn schon lange: den Dark Mode. Wie die Plattform nun bestätigte, wird dieser endlich auch für die mobile Facebook App getestet – derzeit jedoch nur mit einer kleinen Gruppe von Nutzern. Wann die Option für alle Nutzer ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt.

TikTok Klon „Lasso“ wird eingestellt

Um dem Erfolg von TikTok entgegenzuwirken, brachte Facebook 2018 die App „Lasso“ auf den Markt. Am 10. Juli wurde diese nun eingestellt. Grund dafür ist, dass das Unternehmen einen stärkeren Fokus auf das ähnliche Feature „Reels“ für Instagram legt. Die App war nur für einige ausgewählte Märkte im amerikanischen Raum verfügbar.

Mehr Funktionen für Creator

Geld verdienen mit Videos für Social Media ist für viele Creator mittlerweile Alltag. Genau aus diesem Grund führt Facebook neue Tools ein, die die Monetarisierungs-Optionen von Facebook Videos optimieren sollen. Zunächst werden die Fan Abonnements für mehr Creator zugänglich gemacht. Die Funktion bietet Content-Produzenten die Möglichkeit, Geld zu verdienen, indem sie monatliche Zahlungen von Fans für exklusiven Content erhalten. Creator können sich für das Feature registrieren, müssen jedoch bestimmte Kriterien erfüllen, um es nutzen zu können.

Eine weitere Funktion, die als Verdienstmöglichkeit für Creator infrage kommt, ist das Stars-Feature. Diese Sterne können von Nutzern gekauft und in den Kommentarbereich unter Live-Videos gepostet werden. Creator können ein Sterne-Ziel via Overlay in einem Video festlegen und einbinden sowie Dankeskarten an Sendende schicken. Für jeden erhaltenen Stern zahlt Facebook den Creatorn einen US Cent. Auch für diese Funktion können sich Creator anmelden. Zudem sind nun auch In-Stream-Ads für neue Formate verfügbar:

  • Short-form Videos: 60 bis 180 Sekunden lange Clips können mit Post-Roll oder Bild-Ads monetarisiert werden
  • Ads für Live-Videos: Mitten in einer Live-Übertragung kann nun eine Ad laufen, während das Live-Video in einem kleinen Screen weiterläuft
  • Vom Feed zu Watch: Derzeit testet Facebook, Nutzer, die ein Video im News Feed sehen, für das weitere Anschauen auf Watch weiterzuleiten, nachdem sie eine Ad gesehen haben.

Zu guter Letzt bietet Facebook neue Tools, Metriken und Daten. Die Insights zur Performance von Stars und Live werden im Creator Studio integriert. Es wurde ein Video Details Explorer-Dashboard eingeführt, das Insights zu den Traffic-Quellen für jedes Video anzeigt. Außerdem können Creator in den Comment Insights nachvollziehen, wie sich Kommentare auf Engagement und Impressions auswirken.

Update für den Newsfeed Algorithmus

Mehr und mehr werden Social-Media-Kanäle zur primären Nachrichtenquelle für viele Menschen. Um einen stärkeren Fokus auf journalistische und hochwertige News zu legen, veröffentlichte Facebook nun ein Update für den Newsfeed Algorithmus. Die Neuerungen konzentrieren sich vor allem auf zwei Bereiche: Originalität und Transparenz. Exklusive oder sehr frühzeitige Berichterstattungen sollen eine höhere Reichweite erhalten als bisher. Um derartigen Content zu fördern, werden die Artikel aus einem bestimmten Themenbereich, die am häufigsten zitiert werden, als Originalquelle identifiziert. Diese Artikel bekommen dann einen Reichweiten-Boost und werden den Nutzern als erstes ausgespielt. Unklar ist noch, wie das Engagement die Reichweite des Nachrichten-Artikels beeinflusst, denn bisher betonte Facebook, dass der Algorithmus Content mit viel Interaktion häufiger anzeigt.

Custom Audience-Anpassung auf Basis von Shopping-Aktivitäten

Auch das Thema Social Commerce steht nach wie vor hoch im Kurs. Wollt Ihr Eure Zielgruppe im Facebook Ad Manager spezifizieren, könnt Ihr Eure Custom Audience nun auch anhand von User Engagement bei Facebook oder Instagram Shops anpassen. Ihr könnt den Reiter „Shopping“ im Ad Manager nutzen, um das Zielpublikum für Eure Werbung einzuschränken. Die Optionen, die Euch zur Verfügung stehen, beinhalten:

  • Menschen, die Produkte angesehen haben
  • Menschen, die Produkte zum Warenkorb hinzugefügt haben
  • Menschen, die Produkte gekauft haben

Mithilfe dieser Möglichkeiten könnt Ihr via Retargeting genau die Nutzer erreichen, die bereits Interesse an Eurem Shop oder Euren Produkten gezeigt haben. Die neuen Werbeoptionen werden für alle Nutzer ausgerollt.

Facebook Posts auf Twitter teilen

Ein neues ‚altes‘ Feature ermöglicht es Euch, Eure Facebook Posts auch auf Twitter zu teilen. Ist die Funktion bereits für Euch freigeschaltet, findet Ihr beim Erstellen eines neuen Posts nun auch einen Button, um diesen direkt auch auf Twitter zu posten. Ob und wann das Feature für alle kommt, ist noch unklar.

Konkurrenz für YouTube? Musikvideos auf Facebook

Bislang können Musiker auf Facebook aus Lizenzgründen nur Ausschnitte aus ihren Musikvideos teilen. Doch ab August können in den USA offiziell lizensierte Musikvideos auf den Facebook-Seiten der Künstler hochgeladen werden. Facebook informiert Seitenbetreiber, die selbst Künstler sind oder mit diesen in Zusammenhang stehen, über die neue Funktion. Die Page-Betreiber sollen dann eine Einstellung vornehmen können, die es Facebook ermöglicht, Videos direkt zu dieser Seite hinzuzufügen. Anschließend können sie von Nutzern im Video Tab entdeckt werden. Die Musiker können die automatisch eingestellten Videos jederzeit bearbeiten oder entfernen. Damit könnte Facebook die Musikindustrie stark beeinflussen und sogar YouTube Konkurrenz machen. Ob und wann das Feature außerhalb der USA ausgerollt wird, ist noch nicht klar.

Screen-Sharing für den Messenger

Noch mehr Möglichkeiten, um in Videochats miteinander zu interagieren, bietet eine weitere neue Funktion von Facebook. Ihr könnt nun Euren Bildschirm auch im Messenger und in Messenger Rooms mit Euren Gesprächspartnern teilen. In der Desktop-Version gibt es diese Funktion schon länger. So könnt Ihr beispielsweise gemeinsam Fotos ansehen oder online shoppen.

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Quelle: socialmediatoday.com

Chats schützen mittels Face ID

Facebook bringt ein neues Update in Sachen Datenschutz. Ihr könnt nun auch Eure Chats im Facebook Messenger mit Face ID oder Touch ID sperren. Die neue Funktion „App Lock“ ist Teil des neuen Datenschutzbereichs, den Facebook zum Messenger hinzugefügt hat. Derzeit gibt es die Funktion nur für iOS, Android soll in den kommenden Monaten folgen.

Rooms über Facebook Live streamen

Die Funktionen des Videocall-Tools Rooms werden ausgebaut. Jetzt können Meetings auch via Facebook Live gestreamt werden. Wie gewohnt, können bis zu 50 Personen einem Meeting in Rooms beitreten. Wer allerdings noch mehr Nutzer erreichen möchte, kann seinen Videochat auch Live streamen. Die Zuschauer können dem Meeting-Raum zwar dann nicht beitreten, haben aber die Möglichkeit, das Gespräch mit den üblichen Live-Tools zu kommentieren. So kann das Feature beispielsweise für Interviews oder Panel Diskussionen genutzt werden.

Neue Features für Workplace

Facebook führ eine Reihe von Updates für seine professionelle Workplace-Plattform ein. Workplace ist quasi ein firmeneigenes Facebook, über welches Ihr mit Euren Kollegen kommunizieren und Informationen zu Projekten austauschen könnt. Zu den neuen Features gehört ein Update für die Workplace Chat App für iOS, die diese wesentlich schneller machen soll. Dazu kommt der Dark Mode sowohl für den Desktop als auch für die mobile App.

Instagram

TikTok-Konkurrent „Reels“ kommt nach Deutschland

Erneut kopiert und adaptiert Facebook ein erfolgreiches Feature einer anderen App, um deren schnelles Wachstum unter Kontrolle zu bekommen. Diesmal trifft es TikTok. Mit „Reels“, das nun auch in Deutschland verfügbar ist, habt Ihr die Möglichkeit, Kurzvideos in Instagram zu erstellen – die Funktionsweise ist fast identisch mit der von TikTok. Ihr findet die Funktion in der Story Kamera, neben dem normalen Aufnahmemodus und der Live-Funktion. Dort könnt Ihr ein Video aufnehmen, es mit Musik oder Tönen unterlegen, Übergänge, Effekte und Texte hinzufügen. Die Reels bekommen einen eigenen Button in der Profil-Menüleiste, erscheinen im Feed und tauchen im oberen Teil des Entdecken-Feeds auf. Außerdem könnt Ihr die Clips auch mit anderen Apps erstellen und dann hochladen. Allerdings verhält sich Reels analog zu den Stories und Marken und Unternehmen erhalten keinen Zugriff auf den Musikkatalog.

Instagram Shopping: Updates für die Qualifikation von Unternehmen

Um den Shopping-Funktionen auf Instagram einen Schub zu verleihen, wurden die Qualifikationskriterien für Unternehmen zum 9. Juli 2020 angepasst. Nutzt Ihr als Unternehmen bereits Instagram Shopping, müsst Ihr die neuen Kriterien dennoch erfüllen. Instagram sendet dazu Benachrichtigungen und Hinweise, welche Schritte durchgeführt werden müssen. Primär geht es bei dem Update darum, die Transparenz und die Sicherheit zu verbessern. Diese Punkte müssen beachtet werden:

  1. Die mit „Shopping“ markierten Produkte müssen über eine verifizierte Domain verkauft werden und alle Produkte müssen direkt auf der Website verfügbar sein.
  2. Instagram überprüft die Identität sowie die offiziellen Facebook- und Instagram-Accounts der Creator. Damit soll sichergestellt werden, dass Unternehmen nur die Produkte verkaufen, für die sie berechtigt sind.
  3. Instagram möchte die Shopping-Funktion erweitern und mehr Unternehmen und Creatorn zur Verfügung stellen. Daher können nun auch Unternehmen, die nur ein Produkt anbieten, die Funktion nutzen.

Für die meisten Unternehmen sollte sich durch die neuen Richtlinien nicht viel ändern. Gibt es dennoch Probleme, teilt Instagram genau mit, welche Schritte umgesetzt werden müssen, damit Instagram Shopping weiter eingesetzt werden kann.

Instagram Ads ohne Verlinkung zu Facebook schalten

Advertiser, die noch nie eine Ad-Kampagne auf Instagram geschaltet haben, können dies nun in bestimmten Regionen ohne Verlinkung auf die Facebook-Page tun. Bei Werbetreibenden, die bereits Ads über die Plattform geschaltet haben, bleibt die Verlinkung bestehen. Die Performance der Anzeige muss dann jedoch aufgrund der fehlenden Verlinkung direkt in Instagram verfolgt und ausgewertet werden. Momentan steht die Funktion nur Advertisern aus den USA und der Türkei zur Verfügung. Wann die Option in Deutschland ausgerollt wird, ist noch unklar.

Test: Vollbild-Anzeige für Stories

Nachdem bereits eine doppelte Story-Anzeige auf Instagram getestet wurde, finden nun einige wenige Nutzer unter den Stories einen Button, mit dem man alle Stories in einer Full-Screen-Anzeige sehen kann. Klickt Ihr auf diesen Button, werden alle aktiven Stories auf Eurem Bildschirm angezeigt. Auch auf Facebook wird das Feature getestet. Ob es jedoch ausgerollt wird, ist nicht klar.

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Quelle: socialmediatoday.com

Kommentare anpinnen für alle

Schon länger wurde sie getestet, jetzt ist sie für alle Nutzer verfügbar: die „Kommentar anpinnen“-Funktion. Damit könnt Ihr bis zu drei Kommentare, die besonders wichtig oder positiv sind, oben in der Kommentarspalte festpinnen, sodass diese immer angezeigt werden. So soll ein positiver Umgang miteinander auf der Plattform gefördert werden, da besonders in den Kommentaren Mobbing und Negativität keine Seltenheit sind.

IGTV-Vorschau einstellen

Ein kleines Update für IGTV könnte dazu führen, dass das Format künftig für Creator attraktiver wird. Das Feature soll angezeigte Videos im Feed und im Discover Tab ansprechender aussehen lassen. Die Funktion ermöglicht es Euch nämlich, neben dem Vorschaubild auch das Thumbnail für Eure Clips festzulegen. Da Instagram Creatorn zukünftig die Möglichkeit bieten will, ihre Clips zu monetarisieren, könnte dieses kleine Update ein wichtiger Schritt sein, um das Engagement zu steigern und die persönliche Marke zu stärken.

Test: Instagram-Shops im Hauptmenü anstelle der Aktivitäten

Dass Instagram es mit der Ausweitung der Shopping-Funktionen ernst meint, zeigt auch der folgende Test. Derzeit findet man die Produkte primär als Markierung im Feed oder in der Story. Das bedeutet, Ihr müsst den Unternehmen folgen, um die Produkte zu sehen. Im Explore-Bereich gibt es zwar den Bereich „Shopping“, viel Traffic gibt es dort jedoch nicht. Deshalb testet die Plattform nun die Funktion, die Aktivitäten im Hauptmenü durch die Shop-Funktion zu ersetzen. Das bedeutet, das Herz-Icon, bei dem Ihr Eure Likes, Kommentare, Follower, etc. seht, verschwindet und wird durch ein Shop-Icon ersetzt. Natürlich verschwinden Eure Aktivitäten nicht direkt. Derzeit wird getestet, sie neben den Direktnachrichten oder im Profil zu platzieren. Wann die Funktion ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt.

Neuer Bereich: Instagram Shop

Wir bleiben beim Shopping. Durch den neuen Bereich „Instagram Shop“ sollen Produkte auf Instagram noch mehr Sichtbarkeit erhalten. Instagram Shop soll über den Explore-Bereich abgerufen werden und eine verbesserte Darstellung bieten, indem eine klare optische Abgrenzung zu anderen Explore-Inhalten stattfindet. Außerdem werden Marken und Unternehmen, denen Ihr folgt, in den Shop-Bereich integriert. Es fällt also ein Tap weg. Gerade beim Online-Shopping kann das viel ausmachen.

Facebook bringt Fundraiser zu Instagram

Facebook Nutzer können schon länger über die Plattform Geld für persönliche Zwecke sammeln. Nun wird ein ähnliches Feature für Instagram ausgerollt. Anders als bei den „Spenden“-Stickern in der Story, wird bei dieser Funktion kein Geld für gemeinnützige Organisationen oder offizielle Zwecke gesammelt, sondern für Privatpersonen. Alle Spendenaktionen durchlaufen einen Überprüfungsprozess, um sicherzustellen, dass sie geeignet sind. Jede Spendenaktion dauert 30 Tage, kann aber beliebig oft verlängert werden. Um einen Fundraiser zu starten, müsst Ihr mindestens 18 Jahre alt sein. Zunächst wird die Funktion in den USA, Großbritannien und Irland für Feed und Stories ausgerollt. Wann sie hierzulande kommt, ist noch nicht klar.

Pinterest

Update für den Pinterest-Algorithmus

Der Pinterest Algorithmus hat ein Update erhalten, das nicht nur maximales Engagement in den Vordergrund stellt, sondern die Aktualität der angezeigten Pins sowie das Erreichen von Unternehmenszielen. Das Update steht unter dem Credo „Controllable Distribution“. Das bedeutet, dass Pinterest nicht nur ermittelt, welche Inhalte die relevantesten für den Feed sind, sondern auch für die ganzheitliche Wirkung von Pinterest. Die Plattform und die dargestellten Inhalte sollen aktuell gehalten werden. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass Ihr zwar thematisch passende Inhalte angezeigt bekommt, diese aber nicht mehr aktuell sind. Außerdem kann es auch einen stärkeren Fokus auf Videos geben, sofern dieser zu mehr relevanten Interaktionen führt und die Nutzer sich stärker mit den dargestellten Inhalten befassen. Es soll also nicht mehr darum gehen, maximale Interaktionen zu sammeln, sondern Pinterest so zu nutzen, dass man seine Unternehmensziele erreicht. Dazu gehört auch, dass Inhalte nicht mehr überproportional oft im Feed angezeigt werden. Auch hier geht es um die Aktualität und Einzigartigkeit des Feeds.

Snapchat

Lokale Shop Ads in der Snap Map

Snapchat-Nutzer können nun in der App nach Shops suchen und sich diese samt Adresse, Öffnungszeiten und Website Visuals anzeigen lassen. Außerdem können Marken ihre Anzeigen jetzt lokalisiert in der Snap Map ausspielen lassen. Auch die Einteilung in unterschiedliche Lifestyle-Kategorien ist möglich. Darüber hinaus ermöglicht Snapchat den Advertisern eine genaue Zielgruppenbestimmung. Für die Anzeige bedient sich Snapchat an Visuals von der Unternehmens-Website. Mit den neuen Features werden die Local-Marketing-Optionen für Unternehmen erheblich verbessert. Wann diese in Deutschland ausgerollt werden, ist noch nicht bekannt.

Unternehmensprofile im Test

Auch bei Snapchat stehen alle Anzeichen auf mehr Shopping. Deshalb wird es in naher Zukunft Brand Profile in der App geben. Der Fokus bei den Brand Profilen liegt hauptsächlich auf den Funktionen, die die Präsenz der Unternehmen in der App unterstützen sollen. Künftig können Marken:

  • Eigene AR Lenses promoten
  • Highlights erstellen, die dauerhaft im Profil zu finden sind
  • Einen In-App Shop einrichten, sodass Nutzer die Produkte ansehen und kaufen können, ohne die App verlassen zu müssen

Die Unternehmensprofile sehen den Creator Profilen sehr ähnlich. Die beiden Account-Typen unterscheiden sich darin, dass die Brands auf einen Shop verlinken können, während dies für Creator nicht möglich ist. Bis auf eine kleine Beta-Testgruppe können noch keine Marken auf die neue Funktion zugreifen. Im Laufe der kommenden Monate soll die Funktion aber für alle eingeführt werden.

Twitter

Können bald auch kommentierte Retweets verfolgt werden?

Die Plattform arbeitet an einem neuen Feature, das die Durchsetzung der auf der Plattform geltenden Regeln vereinfachen könnte. Schon bald könnte es nämlich einen „Show Retweets with Comments“-Button geben. Bisher mussten die Nutzer immer auf „Retweets“ klicken und gelangten dann zu einer weiteren Ansicht, in der zwei Reiter – „Mit Kommentar“ und „Ohne Kommentar“ – angezeigt wurden. Ein solches Feature würde es erleichtern, problematische Inhalte und Kommentare auf der Plattform zu erkennen, die sich auf den ursprünglich markierten Tweet beziehen. Denn bei Tweets, die vorher gekennzeichnet wurden, da sie gegen die Richtlinien verstoßen, war dies bisher nicht möglich. Die Verbreitung von Unwahrheiten oder Verschwörungstheorien könnte somit von der Plattform leichter eingedämmt werden. Ob das Feature tatsächlich ausgerollt wird, ist noch nicht klar.

Gibt es bald Tweets gegen Bezahlung?

Offenbar plant Twitter die Erweiterung des eigenen Netzwerks durch eine Subscription-Plattform. Für diese Spekulation sorgte eine Stellenanzeige, in der ein Mitarbeiter für ein Team mit dem Namen „Gryphon“ gesucht wird, der eine Abonnement-Plattform aufbauen soll. Experten vermuten, dass Twitter mit der Plattform zahlenden Nutzern exklusiven Content anbieten möchte. Vorstellbar ist ein Modell, das dem von Facebooks Fan-Abonnements ähnelt. Ob Twitter mit einem derartigen Abo-Modell Erfolg hat, wird sich zeigen.

DMs direkt in der Timeline lesen

Ein kleines Update wird Euch zukünftig dabei helfen, Eure Direktnachrichten direkt im Feed zu lesen. Diese werden dann in einem kleinen Chat-Fenster am unteren Bildschirmrand angezeigt, wie man es von Facebook oder LinkedIn kennt. Somit müsst Ihr nicht mehr zwischen Eurem Feed und den Direktnachrichten hin- und herspringen.

YouTube

Smartreply für YouTube Studio gelauncht

Google rollt ein neues Feature für das YouTube Studio aus: SmartReply. Diese automatisch generierten Antworten sollen Creatorn dabei helfen, mit ihren Followern zu kommunizieren. Da Videos mit mehr Engagement einen Reichweiten-Boost erhalten, könnte dies ein nützliches Feature sein, um noch mehr Views zu erlangen. Das neue Feature analysiert die Kommentare unter den YouTube Clips und bietet basierend darauf mögliche Antworten an. Mit einem Klick auf die gewünschte Formulierung kann dann auf Kommentare von Followern geantwortet werden. Außerdem können Creator die automatisch generierten Texte vor der Veröffentlichung noch modifizieren.

TikTok

TikTok stellt globale Werbeplattform für Unternehmen vor

Um mehr Geld zu verdienen, geht TikTok in die Business-Offensive. Mit „TikTok für Unternehmen“ präsentiert die Plattform diverse Tools, mit denen Marken Kampagnen entwerfen und mit ihren Nutzern interagieren können. Die Werbeformate sollen verschiedene Stationen der Customer Journey und der Marketing-Touchpoints abbilden. Das soll die Plattform Unternehmen bieten:

  • Neue, interaktive Form des Marketings
  • Fokus auf Content
  • Co-Produktion von Marken mit Creatorn
  • Der neueste Branded Effect namens „Branded Scan“

Launch: Gamified Brand Effects

Marken bekommen nun eine weitere Möglichkeit, ihre Follower interaktiv in ihre TikTok-Aktivitäten einzubeziehen. Dazu launchte die Plattform nun die Gamified Brand Effects, mit denen Marken spielebasierte Kampagnen in über 20 verschiedenen Formaten erstellen können. Mit dem Feature können Marken die Nutzer dazu bringen, ihre Gesichtsausdrücke, Körperhaltung oder andere Bewegungen zu verwenden, um markierte Gamified-Elemente zu steuern und mit ihnen zu interagieren. Das Format wurde bereits Anfang dieses Monats allen Unternehmen zur Verfügung gestellt.

LinkedIn

Neue Analyse-Tools für Unternehmensseiten

LinkedIn hat eine Reihe neuer Optimierungen für Unternehmen eingeführt. Das erste neue Feature ist die Follower-Analyse. Ihr könnt Euch unter dem Reiter „Analyse“ in Eurem Profil nun alle Follower Eurer Seite in chronologisch absteigender Reihenfolge ansehen. Dies ist hilfreich, wenn Ihr wissen wollt, wer eigentlich Eurer Seite folgt, damit Ihr Eure Aktivitäten daran anpassen könnt.

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Quelle: socialmediatoday.com

Zudem werden die Einladungen, die Unternehmen zum Folgen der Seite versenden können, jetzt begrenzt. Zuvor gab es ein Limit von 50 Einladungen pro Seitenmanager und Tag. Mit einem neuen System bietet LinkedIn nun Seitenmanagern 100 Credits pro Monat, wobei jede Einladung Guthaben kostet. Wird die Einladung angenommen, bekommt Ihr den Credit zurück. Die jeden Monat verfügbaren Credits werden von allen Seitenmanagern geteilt.

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Quelle: socialmediatoday.com

Zu guter Letzt bietet LinkedIn nun ein Audio-Option, die Ihr Eurem Profil hinzufügen könnt. Mit einer – auf zehn Sekunden beschränken – Aufnahme, könnt Ihr beispielsweise die Aussprache Eures Namens deutlich machen. Ist in einem Profil eine solche Aufnahme vorhanden, erkennt Ihr das an einem Lautsprecher-Icon, das neben dem Namen der Person angezeigt wird.

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Quelle: socialmediatoday.com

WhatsApp

Neue Features für WhatsApp

WhatsApp hat nun einige neue Features ausgerollt, die Nutzern dabei helfen sollen, noch besser in der App zu kommunizieren. Das erste Feature sind animierte Sticker. Bisher waren in WhatsApp nur statische Sticker zu finden. Das könnte sich aber bald ändern, denn in einer Betaversion des Messengers wurden nun animierte Sticker entdeckt. Diese sollen die Kommunikation noch individueller und spaßiger gestalten. Zudem rollt die App nun QR Codes aus, mit denen Ihr andere Nutzer einfacher zu Eurer Kontaktliste hinzufügen könnt, da Ihr deren Nummer nicht mehr manuell eingeben müsst.

Zudem wurde nun auch der Dark Mode für die Desktop App ausgerollt. Auch für Videochats gibt es eine neue Funktion. Da Ihr diese nun mit bis zu acht Personen durchführen könnt, habt Ihr die Möglichkeit, Euch eine Person im Full-Screen anzeigen zu lassen, sodass Ihr Euch auf diese fokussieren könnt.

Neue Funktionen für WhatsApp Business

Auch für Marken hat WhatsApp zwei neue Funktionen eingeführt, mit denen diese ihre Präsenz auf der Plattform fördern können. Zum einen gibt es neue QR Codes für Unternehmen. Diese sollen einen einfacheren Weg bieten, mit Unternehmen in Verbindung zu treten und einen Chat direkt über den QR Code-Scan zu starten. QR Codes lassen sich beispielsweise auf Verpackungen, Etiketten oder Werbematerial platzieren und können so neue Kunden zur Kommunikation bewegen.

Das zweite Feature sind die Kataloglinks. Mit Katalogen könnt Ihr Nutzern einen Überblick über Eure Produkte in WhatsApp geben. Nun werden gemeinsam nutzbare Links für Kataloge sowie Produkte bereitgestellt, die es Nutzern erleichtern, diese mit ihren Freunden und Kontakten zu teilen. Die neuen Funktionen sind für alle WhatsApp Business-Nutzer bereits verfügbar.

Sonstiges

Neue Emojis für Facebook, Google und Apple

Pünktlich zum Welt-Emoji-Tag kündigten Facebook, Google und Apple Updates zu ihrem Emoji-Angebot an. Bei Facebook soll es neue Sticker-Animationen im Messenger geben. Auch Google hat für Android mehr Vielfalt in die Emojis gebracht. Die neuen geschlechter- und hautfarbenspezifischen Emojis sollen diesen Herbst kommen. Zudem soll es bald sowohl für Android 11 als auch für iOS neue Emojis geben.

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Quelle: socialmediatoday.com


Ihr habt Fragen zu den einzelnen Neuerungen und Funktionen? Schreibt uns gern an hallo@somengo.de oder im Facebook Messenger. Wir freuen uns auf Eure Nachricht!

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