Im ersten Teil unseres Beitrags haben wir Euch gezeigt, warum Social Media im Employer Branding so wichtig sind. Nun soll es darum gehen, wie Ihr mittels Employer Branding von potenziellen und bereits bestehenden Mitarbeitern positiv wahrgenommen werdet und so eine starke Arbeitgebermarke aufbauen könnt.

Warum ist Employer Branding wichtig?

Beim Employer Branding geht es neben der Gewinnung neuer Mitarbeiter auch darum, bereits bestehende Mitarbeiter zu binden. 85% aller Arbeitnehmer fühlen sich laut einer Studie kaum oder gar nicht emotional mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Die Folgen sind eine höhere Fluktuation, mehr Fehltage und eine geringere Produktivität. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Employer Branding zuletzt stark an Bedeutung gewonnen hat. Der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke soll dabei helfen, die richtigen Mitarbeiter für Euer Unternehmen zu begeistern und gleichzeitig für eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen sorgen. Auch hier sind Social Media bestens geeignet, um die Vorteile Eures Unternehmens nach außen an potenzielle Bewerber und auch nach innen an bereits bestehende Mitarbeiter zu kommunizieren. Viele Marken haben die Bedeutung von Employer Branding zwar schon erkannt, jedoch noch keine Strategie entwickelt.

Wie baue ich eine starke Arbeitgebermarke auf?

Der Grundstein für ein starkes Arbeitgeber-Profil wird mit der Positionierung der Arbeitgebermarke gelegt.

Der Social Media Employer Branding Prozess

social-media-employer-branding-prozess

Die Employer Value Proposition (EVP) beantwortet die Frage, wofür das Unternehmen als Arbeitgeber im Kern steht und was das zentrale Versprechen an potenzielle und bestehende Mitarbeiter ist. Hierbei solltet Ihr Euch auf Eure Stärken und Eure Unternehmenskultur berufen, anstatt Euch an Studien zu orientieren. So seid Ihr authentisch und versprecht nichts, was im Unternehmensalltag nicht erlebt wird und so zu Frustration der Mitarbeiter führen könnte. Zudem ist es wichtig, dass Ihr Eure Mitarbeiter einbezieht und frühzeitig informiert. Dass führt dazu, dass die Arbeitgebermarke von allen verstanden, angenommen und letztendlich gelebt wird. So werden emotional unbeteiligte Mitarbeiter im besten Fall sogar zu Fürsprechern Eurer Marke mit einer hohen Identifikation. Die EVP sollte entlang der gesamten Candidate Journey an allen relevanten Kontaktpunkten erlebbar sein. Idealerweise spüren Bewerber von der Phase vor dem Eintritt in das Unternehmen über die Bewerbungsphase bis hin zur Phase nach dem Eintritt in das Unternehmen überall die EVP.

Die Candidate Journey

social-media-employer-branding-candidate-journey

Im Anschluss geht es darum, Euer Werteversprechen an Eure Zielgruppen zu kommunizieren. Wie eingangs bereits erwähnt, kommt hier crossmediales Recruiting zum Einsatz. Nun müsst Ihr hier die für Eure Zielgruppe relevanten Kanäle identifizieren und Euren Content kanalspezifisch planen und veröffentlichen. Schlussendlich verschmelzen Eure Employer-Branding-Maßnahmen mit Euren Recruiting-Maßnahmen und Ihr gewinnt neue Mitarbeiter.

Fazit

Eine starke Arbeitgebermarke baut sich nicht über Nacht auf. Die Maßnahmen, die letztendlich dazu führen, dass Ihr qualifizierte Mitarbeiter gewinnt, müssen langfristig geplant und über Jahre hinweg kontinuierlich verfolgt werden. Integriert Social Media im Employer Branding, um die junge Zielgruppe gezielt anzusprechen. Seid authentisch und konsistent in Euren Inhalten und zeigt potenziellen Bewerbern, warum es sich lohnt, bei Euch zu arbeiten. Habt Ihr neue Mitarbeiter gewonnen, helfen Euch geschickte Employer-Branding-Maßnahmen dabei, sie auch im Unternehmen zu halten.


Ihr habt Fragen zum Thema Employer Branding, Anmerkungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an hallo@somengo.de, auf Instagram oder im Facebook Messenger. Wir freuen uns auf Eure Nachrichten!

Aktuelle Artikel