Diesen Monat stand besonders eine Social-Media-Plattform im Vordergrund: TikTok. Laut einer Anordnung der US-Regierung muss TikTok an ein US-Unternehmen verkauft werden, sonst droht der App in den Vereinigten Staaten das Aus. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und es bleibt spannend. Wie die anderen Social-Media-Akteure darauf reagieren und was sich sonst noch getan hat, erfahrt Ihr hier:

Facebook

Test: Update für das mobile Facebook-Seiten-Design

Das aktuelle Design für Facebook-Seiten auf dem Smartphone gibt es bereits seit über vier Jahren. Nachdem es immer nur kleinere Änderungen gab, werden nun wieder größere Änderungen am Design getestet. Auf den ersten Blick fallen folgende Änderungen auf:

  • Es sieht moderner und aufgeräumter aus
  • Das Titelbild ist angepasst (bleibt aber im gleichen Verhältnis)
  • Das Profilbild wandert in die Mitte

Quelle: allfacebook.de

Dazu kommen einige größere Änderungen, die nicht sofort ins Auge fallen. Der Like-Button für Facebook-Seiten ist verschwunden, ebenso wie die Anzahl der Likes einer Seite. Angezeigt wird nur ein „Follow“-Button sowie die Anzahl der Follower. Damit will Facebook die tatsächliche Reichweite verdeutlichen. Eine weitere Änderung ist der verstärkte Fokus auf den Stories anstatt auf Tabs. Diese sieht man in der neuen Ansicht kaum noch – stattdessen gibt es wie auf Instagram Story-Highlights. Derzeit werden die Änderungen mit einem geringen Prozentsatz von Unternehmensseiten getestet.

Messenger Rooms in WhatsApp Web nutzen

Wollt Ihr mit mehreren Personen gleichzeitig per Videochat kommunizieren, könnt Ihr dies nun auch über WhatsApp Web tun. Facebook implementierte die Messenger Rooms nun in den Nachrichtendienst. Aktuell ist es jedoch noch nicht möglich, Messenger Rooms per App beizutreten. Die Integration von Messenger Rooms könnte ein weiterer Schritt von Facebook sein, um alle seine Messenger-Dienste zusammenzuführen. Gerade in den aktuellen Zeiten würde dies dazu beitragen, dass Nutzer einfacher mit ihren Freunden in Kontakt bleiben können, ohne ständig die Plattform wechseln zu müssen.

Infografik: Gründe für eine schlechte Anzeigenauslieferung

Mit Facebook oder Instagram Werbeanzeigen gibt es vielfältige Probleme. Steht Ihr vor dem Problem, dass Eure Anzeige nicht ausgeliefert wird, hat Facebook nun eine Infografik mit einem Entscheidungsbaum für Euch, die Euch verschiedene Ansätze aufzeigt – von der falschen Optimierung, über Probleme beim Budget, falsche Visuals mit zu viel Text oder auch ein zu negatives Feedback.

Sponsored Posts jetzt auch für Gruppen

Bei Facebook gibt es bereits die Möglichkeit, Anzeigen im Feed einer Gruppe zu schalten. Nun können Gruppenmitglieder zusätzlich auch Posts absetzen, die als Partnerschaft mit einer Brand gekennzeichnet sind. Mit dem neuen Feature können Gruppenadmins durch die gesponserten Posts die Reichweite der Gruppen besser monetarisieren und mit dem passenden Angebot oder einer entsprechenden Brand Message eine maßgeschneiderte Zielgruppe erreichen. Die Funktion ist nur für Gruppen mit mehr als 1.000 Mitgliedern verfügbar, die Facebooks Monetarisierungsrichtlinien für Partner entsprechen.

Facebook will Hashtags pushen

Durch Twitter groß geworden und besonders beliebt auf Instagram und TikTok sind Hashtags. Diese möchte Facebook nun promoten, um das Nutzer Engagement zu steigern. Hashtags sind auf Facebook zwar eine Funktion, die genutzt werden kann, jedoch keine, die dem Nutzerverhalten auf der Plattform entgegenkommt – bis jetzt. Deshalb hat Facebook jetzt Hashtag Challenge-Buttons eingeführt, die über den CTA „Create Post“ dazu aufrufen, einen Post zur aktuellen Hashtag Challenge zu erstellen.

facebook-hashtag-challenge

Quelle: onlinemarketing.de

Zudem will Facebook die Nutzung von Hashtags auch bei Business-Seiten vorantreiben. Deshalb sehen einige Nutzer nun öfter Aufforderungen, Hashtags bei Posts zu ergänzen. Dazu werden den Nutzern auch Vorschläge für Hashtags geliefert.

Quelle: onlinemarketing.de

Die Funktionen sind allerdings noch nicht für alle Nutzer freigeschaltet. Facebook gibt an, dass mit der Nutzung von Hashtags auch die Reichweite von Posts erhöht werden könnte. Ob sich die Hashtag-Nutzung auf Facebook tatsächlich durchsetzt, bleibt abzuwarten. Dennoch macht es Sinn, damit einmal zu experimentieren.

Kundenchats auf der Website mit Messenger-Plugin

Das „Customer Chat Plugin“ wurde bereits 2018 veröffentlicht. Jetzt gab es aber ein größeres Update. Das Plugin erlaubt es Euch, eine schnelle und einfache Kontaktoption auf Eurer Website zu integrieren. Dazu wird auf Eurer Website dauerhaft ein kleines Facebook Messenger-Symbol in der unteren rechten Ecke eingeblendet. Mit einem Klick darauf öffnet sich ein Chat, mit dem Eure Besucher direkt mit Euch kommunizieren können. Mit dem Update hat das Plugin ein neues Design erhalten. Die größte Änderung ist jedoch, dass der Chat nun auch offen für Besucher ist, die keinen Facebook-Account haben. Das heißt, ab sofort ist der Chat für alle offen und damit deutlich attraktiver. Seid Euch jedoch bewusst, dass es ein Kundenchat ist und die Kunden dementsprechend eine unmittelbare Reaktion von Euch erwarten.

Facebook entfernt über 1.000 Ad Targeting Optionen

Das Netzwerk kündigte nun an, über 1.000 Ad Targeting Optionen zu entfernen – entweder, weil diese kaum oder gar nicht genutzt werden oder weil sie zu sehr anderen bereits vorhandenen Optionen ähneln. Ein weiterer Grund ist, dass Facebook vermeiden möchte, dass bestimmte ethnische Gruppen einfach ausgeschlossen werden. So oder so werden sich die Änderungen nicht auf die große Mehrheit der Werbetreibenden auswirken und viele Optionen für die Zielgruppenansprache bleiben verfügbar.

Angriff auf TikTok? Kurzvideo-Feature im Test

Nachdem Reels nun auf Instagram gelauncht wurde, testet die Plattform nun auch ein Clip-Format in der Facebook App. Den Nutzern wird dann im Main-Feed ein Kurzvideo-Stream angezeigt. Außerdem können Nutzer ihre Videos bearbeiten, Schriften einfügen und die Clips auf maximal 26 Sekunden zuschneiden. Das Feature wird derzeit in Indien getestet, wo TikTok vor einigen Wochen verboten wurde. Sollte es Facebook gelingen, durch die Implementierung TikTok-ähnlicher Features die Nutzerzahl in Indien zu erhöhen, könnte das auch ein Ansporn sein, die Option in den USA auszurollen. Dort droht TikTok derzeit ebenfalls das Aus. Bis zum 15. September muss die App laut Anordnung der US-Regierung an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft werden. Sollte das nicht geschehen, ist TikTok auch in den Vereinigten Staaten nicht mehr verfügbar. Diese Lücke könnte Facebook mit den neuen Funktionen auf Instagram und Facebook füllen.

Neue Paid Events-Optionen

Unternehmen können nun auf Facebook neue Online Events veranstalten und mit diesen Umsatz generieren. Mit dieser Funktion möchte Facebook KMU in der Corona Pandemie unterstützen. In den vergangenen Monaten hatten viele Unternehmen vermehrt auf Online Events gesetzt, um sich mit ihren (potenziellen) Kunden zu vernetzen. Über Paid Online Events lassen sich diese an einem Ort planen, bewerben und durchführen. Auch die Bezahlung läuft für User direkt über die App ab. Die Funktion ist in 20 Ländern für Seiten verfügbar, die den Monetarisierungsrichtlinien für Partner entsprechen. Das generierte Einkommen soll anfangs zu 100% an die Partner gehen. Wenn der Prozess über iOS läuft, streicht sich Apple jedoch 30% der Einnahmen ein.

Instagram

Kommt bald ein Swipe-Up-Link für Accounts mit weniger als 10.000 Followern?

Offenbar testet Instagram derzeit, dass auch Nutzer einen Web-Link in ihrer Instagram Story integrieren können, die nicht mindestens 10.000 Follower haben. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ohne eine große Community wäre dieses Feature hilfreich, um mehr Traffic für die Unternehmensseite zu generieren. Derzeit gibt es jedoch noch keine offiziellen Informationen, ob das Feature tatsächlich für alle Nutzer ausgerollt wird.

Neuer Review-Prozess gegen Bots

Instagram will zukünftig härter gegen Bots und Fake-Accounts vorgehen. Durch einen neuen Review-Prozess sollen Profile, die im weitesten Sinne verdächtig agieren, einfacher und schneller überprüft werden. Für Instagram sind Accounts verdächtig, die viele Follower aufweisen, die nicht aus dem gleichen Land stammen wie der Account-Inhabende. Auch wenn es Anzeichen für einen automatisierten Gebrauch der App gibt oder das Profil unauthentisch mit anderen Usern interagiert, wird es überprüft. Besteht der Verdacht, dass es sich bei einem Profil um einen Bot handelt, wird dessen Inhaber aufgefordert, die eigene Identität innerhalb von 30 Tagen zu verifizieren. Bis das geschehen ist, kann der Account weiterhin alle Funktionen nutzen. Wurde nach Ablauf der Frist keine gültige ID vorgewiesen, schränkt Instagram die Reichweite des Profils ein. So möchte die Plattform sicherstellen, dass sich auf Instagram überwiegend echte Nutzer und Unternehmen befinden.

Test: Reels-Button in der Menüleiste

Wird Instagram immer mehr zum TikTok-Klon? Derzeit testet die Plattform einen Reels-Button in der unteren Menüleiste, der das Discover-Icon ersetzen soll. Das Lupen-Icon, mit dem Ihr zum Entdecken-Feed gelangt, befindet sich jetzt in der oberen rechten Ecke. Über den Reels-Button gelangt Ihr auf eine Seite, die der For You Page bei TikTok stark ähnelt. Da TikTok in Indien bereits verboten ist und auch in den USA kurz vor dem Aus steht, könnte sich das Kopieren der Features für Instagram schon bald bezahlt machen.

Quelle: onlinemarketing.de

Snapchat

Snapchat arbeitet an Musik-Feature

Schon bald lässt Snapchat seine Nutzer lizensierte Songs zu Videos hinzufügen. Damit könnte auch Snapchat zu einer Konkurrenz für TikTok werden. Die Plattform kündigte für den Herbst ein Rollout für alle englischsprachigen Nutzer an, in Australien und Neuseeland läuft bereits ein Test. Das Feature ist aber vor allem dafür gedacht, um Musik mit Freunden zu teilen. Es soll keinen extra Feed für Videos in konkreten Musik-Kontexten geben, ebenso wenig wie die Option, alle Videos mit dem selben Song im Hintergrund angezeigt zu bekommen. Stattdessen wird den Nutzern, die bei einem Video mit einem integrierten Song hochswipen, sowohl der Songtitel als auch der Interpret angezeigt sowie ein Link zum Anhören des ganzen Songs bei einem Streamingdienst ihrer Wahl. Unklar ist, wann das Feature in Deutschland ausgerollt wird. Auch bleibt abzuwarten, ob sich damit tatsächlich Nutzer begeistern lassen, die sich eigentlich für TikTok interessieren.

AR Lenses für TikTok gelauncht

Snapchat macht sich den Hype um TikTok zunutze und launchte in Zusammenarbeit mit beliebten TikTok Creatorn zahlreiche neue AR-Lenses, die speziell für den Gebrauch auf TikTok konzipiert wurden. Die Idee dahinter: TikToker und andere Influencer sollen zukünftig Snapchat mehr als Creation Tool nutzen, anstatt als Social-Media-Plattform. Anstatt – wie Facebook – zu versuchen, TikTok den Rang abzulaufen, scheint Snapchat also eher eine Kooperation mit dem Konkurrenten anzustreben. Wie sich die Social-Media-Landschaft dadurch verändern wird, bleibt abzuwarten.

Twitter

Arbeit an Quotes als Abgrenzung zu Retweets

Erst im Mai hatte Twitter die Retweets in einer neuen Übersicht dargestellt und in „Retweets with comments“ und „Retweets without comments“ unterteilt. Nun soll diese Aufteilung offenbar wieder gestrichen werden und stattdessen neben der Anzahl der Likes auch die Anzahl der Retweets und Quotes angezeigt werden. Quotes sind dabei das gleiche wie „Retweets with comments“. Durch diese Aufteilung lässt sich schneller erkennen, wie gut ein Tweet ankommt und das Verhältnis zwischen Retweets, Quotes und Likes wäre auf einen Blick zu erkennen.

Test: Moderations-Tool

Twitter arbeitet kontinuierlich daran, Desinformationen und Fake News auf der eigenen Plattform weitestgehend einzudämmen. Dass das Netzwerk weitere Maßnahmen ergreifen will, zeigt nun ein Test. Mit einem neuen Moderationstool können Mitarbeiter der Plattform einzelne Inhalte markieren und einen Kommentar zum Post schreiben. Ein solches Feature könnte Nutzern dabei helfen, den Inhalt eines Posts noch schneller und besser einordnen zu können. Wann Ihr mit dem Feature rechnen könnt, ist noch nicht klar.

Labels für staatlich kontrollierte Medien

Twitter kündigte nun an, Labels auf Konten staatlich kontrollierter Medienunternehmen zu platzieren, um mehr Transparenz über die veröffentlichten Informationen zu bieten. Für diese Art von Konten werden deshalb nun zwei unterschiedliche Profilbezeichnungen verwendet. Diese Beiden Varianten sind: „Regierungskonto“ für Beamte, die Regierungsorganisationen vertreten und „staatlich verbundene Medien“ für Medienunternehmen, die größtenteils von einer Regierungsbehörde kontrolliert werden. Diese Labels erleichtern es Nutzern zu erkennen, wenn Seiten staatlich kontrolliert sind und deshalb verpflichtet sind, die Interessen ihres Landes in einem positiven Licht darzustellen. Die Funktion wird zunächst in wenigen Ländern ausgerollt, bevor sie für alle Nutzer verfügbar ist.

Update für Warnmeldungen bei potenziell beleidigenden Tweet-Replies

Nachdem die Funktion bereits einige Zeit getestet wurde, kündigte Twitter nun ein Update für die Warnmeldungen bei potenziell beleidigenden Antworten an. Antwortet jemand auf einen Tweet, scannt das System den Text nach der Sprache, die Twitter als potenziell schädlich eingestuft hat und berücksichtig, wie die Konten zuvor interagiert haben. Nach den ersten Versuchen hat Twitter die Erkennungsmethoden für problematische Antworten verbessert und gestaltet Erklärungen detaillierter, um den Nutzern zu helfen, die von ihnen verwendete Sprache zu verstehen und mögliche Fälle unbeabsichtigter Straftaten zu reduzieren. Der neue Prozess wird mit ausgewählten Nutzern auf Android, iOS und im Web getestet.

Festlegen, wer auf Tweets antworten kann

Nachdem die Funktion schon länger getestet wurde, können nun alle Twitter-Nutzer einstellen, wer auf ihre Tweets antworten darf. Bevor Ihr einen Tweet postet könnt Ihr auswählen, ob ihn

  • Alle Nutzer (voreingestellt)
  • Nur Personen, denen Ihr folgt
  • Nur markierte Personen

beantworten können. Tweets, bei denen eine der letzteren beiden Optionen ausgewählt wurde, werden markiert und der Antworten-Button wird für Personen, die nicht antworten können, ausgegraut. Diese Nutzer können den Tweet aber dennoch sehen, liken und teilen. Das Feature soll helfen, Hate und Mobbing auf der Plattform zu reduzieren. Es ist bereits für alle Nutzer verfügbar.

Quelle: socialmediatoday.com

YouTube

„Their Tube“ zeigt Filter Bubble anderer Nutzer

Wir alle bewegen und in sozialen Medien in einer Filter Bubble, die uns Inhalte basierend auf unserem Nutzungsverhalten anzeigt. Auf Social-Media-Plattformen ist es oftmals schwer, zu erkennen, in welcher Bubble man sich befindet. Die einzige Möglichkeit, ist die eigene Bubble mit der anderer Nutzer zu vergleichen. Zu diesem Zweck zeigt YouTube Euch mit „Their Tube“ nun, wie die Filter Bubble von sechs verschiedenen Nutzertypen der Plattform aussieht: Verschwörungstheoretiker, Prepper, Konservative, Liberale, Frutarier und Klimawandelleugner. Das soll Euch nicht nur dabei helfen, die Bubble anderer Nutzer zu sehen. Ein weiterer Zweck ist, zu zeigen, wie YouTubes Empfehlungen Eure Erfahrung auf der Plattform und nicht zuletzt Euer Weltbild beeinflussen kann.

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Quelle: wersm.com

Update für die Video Analytics und neue Story Insights

YouTube fügt einige neue Features für das Creator Studio Dashboard hinzu. Dazu zählt ein neues Layout für die Video Analytics, das dem Kanal Analytics Format ähnelt. Auch dort erhaltet Ihr nun Insights in die Performance einzelner Videos in Echtzeit. Das Echtzeit-Panel zeigt die Views in den vergangenen 60 Minuten an und listet die relevantesten Traffic-Quellen, z.B. Benachrichtigungen oder Channel-Seiten auf. Ihr bekommt auch Benachrichtigungen zu Channel-Empfehlungen, die über dem Haupt-Chart auf dem Screen auftauchen. Die dritte relevante Neuerung sind grundlegende Analytics-Daten für die Stories in der YouTube App. Diese zeigen zwar nur an, wie viele User oder Views in den letzten 14 Tagen über die Stories generiert werden konnten, aber vermitteln zumindest einen Eindruck wie viele Kapazitäten auf YouTube Stories verwendet werden sollten. Die neuen Features werden in den kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt.

TikTok

Information Hub soll Gerüchte aus der Welt schaffen

Inmitten der andauernden Verhandlungen über TikToks Zukunft in den USA launchte die Plattform nun einen Information Hub, der als „Quelle der Wahrheit“ dienen und verschiedenen Gerüchten rund um die App entgegenwirken soll. Die US-Regierung hat zwei Hauptbedrohungen identifiziert, die von TikTok ausgehen sollen. Zum einen soll die App riesige Mengen an Informationen sammeln und an die chinesische Regierung weitergeben. Zum anderen soll TikTok Inhalte zensieren, die die kommunistische Partei Chinas als sensibel erachtet. Auch wenn verschiedene Berichte darauf verweisen, dass Anlass zur Sorge besteht, wurde keine dieser Behauptungen je bewiesen. TikTok hofft nun offenbar, dass ein Informationszentrum dazu beiträgt, den Menschen zu versichern, dass es nicht der chinesischen Regierung verpflichtet und eine sichere App ist, die bedenkenlos genutzt werden kann. Der Hub bietet eine Reihe offizieller Ankündigungen von TikTok sowie Nachrichten, die die Plattform in einem positiven Licht widerspiegeln. Außerdem gibt es einen Abschnitt namens „Expertenmeinungen“, der verschiedene Berichte über die Plattform, Algorithmen und breitere Auswirkungen enthält. Zudem bietet TikTok auch einen FAQ-Bereich, der zum ersten Mal auch enthält, dass TikTok offiziell erklärt, keine Daten mit der chinesischen Regierung zu teilen. Ob dieser Hub an der aktuellen Situation etwas ändern kann, wird sich zeigen.

Sonstiges

Google rollt „Nearby Share“-Feature für Android aus

Nun bringt auch Google eine Funktion heraus, die der „Airdrop“-Funktion von iOS ähnelt. Damit könnt Ihr Dokumente, Bilder, Links, usw. schnell und einfach an andere Android-Geräte schicken. Wollt Ihr etwas via Nearby Share teilen, müsst Ihr nur das Teilen-Menü öffnen und auf den entsprechenden Button tippen. Das Smartphone sucht dann nach Geräten in der Nähe, die bereit für den Datentransfer sind. Auf dem anderen Gerät erscheint dann eine Popup-Benachrichtigung, in der der Nutzer gefragt wird, ob er sein Gerät sichtbar machen will. Laut Google lässt sich der Sichtbarkeitsstatus in den Einstellungen anpassen. Ihr könnt einstellen, dass Ihr unsichtbar, sichtbar für einige Kontakte oder sichtbar für alle Kontakte seid. Das Feature ist für Android 6 und höher verfügbar – allerdings aktuell nur auf einigen Samsung- und Pixel-Geräten. Weitere sollen folgen.


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