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Virtuelle Influencer*innen – Die Zukunft des digitalen Marketings?

Somengo Autor:in
27. Oktober 2023 

In einer Welt, in der soziale Medien unsere täglichen Interaktionen prägen und der Einfluss von Influencer*innen auf Kaufentscheidungen unbestritten ist, hat – und das schon vor einigen Jahren ­– eine neue Spezies die Bühne betreten: Virtuelle Influencer*innen. Die digitalen Persönlichkeiten sind computergeneriert und agieren auf Social Media, als wären sie real.

Definition von virtuellen Influencer*innen

Virtuelle Influencer*innen sind computergenerierte Figuren, die für verschiedene Marketingzwecke eingesetzt werden. Sie teilen ihr Leben auf sozialen Medien, interagieren mit ihren Followern und Communitys und kooperieren mit Marken. Obwohl sie teilweise oder sogar vollständig künstlich sind, sehen sie oft täuschend realistisch aus und sind in der Lage, treue Anhängerschaften zu gewinnen. Die Vorteile für Marken liegen auf der Hand: Sie bieten mehr Kontrolle über Kollaborationen, sind anpassungsfähig, kosteneffizient und immer verfügbar.

Noonoouri: Deutschlands virtuelle Influencerin Nummer Eins

Ein herausragendes Beispiel für eine virtuelle Influencerin ist Noonoouri. Sie ist ein digitales Model ohne Nationalität, das von Designer Jörg Zuber erschaffen wurde.

Quelle: instagram.com

Noonoouri hat Verträge mit renommierten Modehäusern wie Vetements und Versace, besucht Events wie die MET Gala und hat sogar eigene Songs veröffentlicht. Auch als Model steht sie bei der internationalen Modelagentur IMG unter Vertrag und hat mit Heidi Klum und Co. bekannte Kolleg*innen. Ihr Vorteil gegenüber menschlichen Influencer*innen ist ihre Wandelbarkeit – Noonoouri kann innerhalb eines Tages auf dem Empire State Building posieren, ein Unterwasser Modenschau veranstalten oder auf den Kreisen des Jupiters einen Song performen. Sie ist Teil der LGBTQ+ Bewegung, setzt sich für Nachhaltigkeit und Tierwohl ein. Ihr Erfolg zeigt, dass virtuelle Influencer*innen die gleichen Möglichkeiten für Kooperationen und Markenrepräsentation bieten wie menschliche Influencer*innen. Der Kreativprozess hinter Noonoouri ist jedoch zeitaufwändig. Um Live auf einem Event aufzutreten, braucht es Vorarbeit. Für ein Instagram Bild brauchen die Designer*innen mehrere Tage, eine Animation kann zwei Wochen dauern und aufwendigere Produktionen sogar bis zu acht Wochen beanspruchen.

Chancen und Risiken

Die Verwendung von virtuellen Influencer*innen bietet zahlreiche Vorteile für Marken. Diese reichen von Kosteneffizienz und Kontrolle über die Kollaborationen bis hin zu einem völlig vorhersehbaren Verhalten der virtuellen Persönlichkeiten. Sie sind immun gegen menschliche Schwächen und persönliche Skandale, was das Risiko negativer Reaktionen minimiert. Dennoch gibt es auch ethische Risiken, da virtuelle Influencer*innen in einer unregulierten Umgebung agieren und die Frage nach dem Urheberrecht und der Schöpfereigenschaft aufkommt. Wasserzeichen könnten dazu beitragen, die Transparenz zu erhöhen. Auch das Risiko der Vermittlung unrealistischer Schönheitsideale durch virtuelle Influencer*innen ist ein wachsendes Anliegen, da es das Selbstbild und das Wohlbefinden junger Menschen beeinflussen kann. Die virtuell gestalteten digitalen Persönlichkeiten könnten den Druck auf Follower verstärken, unerreichbare Schönheitsstandards anzustreben.

Ein Blick in die Zukunft: Virtuelle Influencer*innen und das Metaverse

Die Diskussion um virtuelle Influencer*innen steht noch am Anfang, doch sie gewinnt an Dynamik. Sie sind nicht dazu bestimmt, menschliche Influencer*innen zu ersetzen, sondern ergänzen diese. Sie können für Marken eine wertvolle Ergänzung ihrer Marketing-Strategie sein und die Art und Weise, wie Produkte präsentiert werden, verändern. Besonders im Metaverse, einer zunehmend digitalen Welt, könnten virtuelle Influencer*innen eine Schlüsselrolle spielen. Hier können Marken und virtuelle Influencer*innen gemeinsame Räume schaffen und einzigartige Erlebnisse bieten. Die Nachfrage nach virtuellen Personen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass virtuelle Influencer*innen eine aufregende Entwicklung im Bereich des digitalen Marketings darstellen. Sie bieten Marken eine einzigartige Möglichkeit, kreative Kampagnen zu gestalten und die Kontrolle über ihre Markenbotschaft zu behalten. Dennoch sollten sie sorgfältig eingesetzt werden, da sie nicht die Authentizität menschlicher Influencer*innen bieten. Die Zukunft wird zeigen, wie virtuelle Influencer*innen unsere Interaktionen in den sozialen Medien und darüber hinaus beeinflussen werden.

Wir werden uns auch in Zukunft verstärkt mit diesem Thema beschäftigen und Euch auf dem Laufenden halten.


Ihr habt Fragen oder Anmerkungen zu virtuellen Influencer*innen? Schreibt uns gern an hallo@somengo.de, via Instagram oder über Facebook. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

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