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How-to: Branded Podcasts für (B2B-)Unternehmen

23. Dezember 2019 

Derzeit sind sie überall – Podcasts! Für viele Nutzer sind sie bereits zu einem wichtigen Informations- und Unterhaltungskanal geworden. Jeder vierte Deutsche hört einmal im Monat einen Podcast. Täglich erscheinen neue Formate und der Markt boomt. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Unternehmen von den Vorteilen des Formats profitieren wollen und auch können. Warum auch Ihr den Einsatz von Podcasts für Euer Unternehmen in Betracht ziehen solltet und welche Vorteile sich daraus ergeben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Podcasts auf dem Vormarsch

Obwohl es das Podcast-Format schon seit den 2000er Jahren gibt, erreicht es erst jetzt die breite Masse an Menschen. Etwa ein Viertel aller Nutzer begann erst in den letzten sechs Monaten, Podcasts zu hören. Inzwischen werden die Audio-Formate immer beliebter. Gleichzeitig steigen auch die Ansprüche an die Produktion und es werden immer neue Tools entwickelt, welche die Produktion, Promotion und Monetarisierung vereinfachen. Inzwischen realisieren auch Unternehmen, welches Potenzial in Podcasts steckt. Der Anteil von Branded Content im Podcast Advertising stieg seit 2016 von 1,5% auf ca. 10% an.

Warum Unternehmen Podcasts nutzen sollten

Ein Corporate Podcast kann für Unternehmen einige Möglichkeiten eröffnen. Bereits durch die Präsenz im Podcast-Umfeld werden Unternehmen verstärkt wahrgenommen und die Markenbekanntheit gesteigert. Themen, die für die Nutzer interessant sind und ihnen bei ihren Problemen helfen, können die Leadgenerierung positiv beeinflussen. Zudem bieten Branded Podcasts eine gute Möglichkeit, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben, die idealen Interessenten und Kunden anzusprechen und eine Community um die Marke herum aufzubauen.
Welche Vorteile haben Podcasts für Hörer und Creator?

  • Der Konsum ist unabhängig von Ort und Zeit: Podcasts können jederzeit heruntergeladen und angehört werden, im Gegensatz zu Videos auch parallel zu anderen Tätigkeiten.
  • Die Produktion und Publikation sind weniger aufwändig und günstiger als bei Videos.
  • Menschliche Stimmen sprechen Menschen direkt und auf emotionaler Ebene an: Zuhörer bauen so eher eine persönliche Beziehung auf.
  • Immer größere Zielgruppen können erreicht werden – von jung bis alt.
  • Das Smartphone ist das ideale Abspielgerät. Videos dagegen sehen die meisten lieber auf TV, Tablet oder PC.
  • Ein verbessertes Branding durch effektives Storytelling führt zu einer Steigerung der Markenbekanntheit.
  • Sie bieten die Möglichkeit der Einbindung von Stakeholdern und Partnern als Interviewpartner.
  • Das Qualitätslevel ist leichter zu halten als bei Videos.
  • Es ist kein teures Equipment notwendig.

Die richtige Content-Strategie

Die Content-Strategie entscheidet maßgeblich über den Erfolg Eures Podcast-Marketings. Wichtig ist dabei, dass Ihr das richtige Verhältnis zwischen branchenspezifischen und allgemeinen Inhalten für Euren (B2B-)Podcast findet. Sind Eure Themen zu allgemein, wird Euer Podcast möglicherweise irrelevant für die Hörer und die Wunsch-Zielgruppe wird nicht erreicht. Zu spezielle Themen dagegen führen dazu, dass die Nische, in der Ihr Euch platzieren wollt, zwar angesprochen wird, neue Zuhörer aber nur schwer erschlossen werden können.
Schema Zielinhalte Podcast
Quelle: crowdmedia.de

Welche Themen eignen sich für Euren Podcast?

Bevor Ihr Euch an die Themenplanung macht, solltet Ihr die Ziele definieren, die Ihr mit Eurem Branded Podcast erreichen wollt. Diese müssen realistisch und messbar sein. Habt Ihr Eure Ziele festgelegt, dann fragt Euch, was Eure Hörer interessiert und welche Themen ihnen einen Mehrwert bieten. Dabei solltet Ihr betrachten, wofür Euer Unternehmen steht, in welcher Branche Ihr tätig seid und was Ihr über Eure Kunden und Zielgruppen wisst. Auch die Außenperspektive solltet Ihr bei Eurer Analyse in Betracht ziehen. Welche Trends und Agenden gibt es? Was bewegt die Menschen? Könnt Ihr hierzu einen Beitrag leisten oder einen Mehrwert bieten? Durch Sammeln, Kombinieren und Auswerten dieser Gedanken könnt Ihr Ansätze, Ideen und Inhalte für Euren Podcast entwickeln.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bereits bestehenden Content als Podcast neu aufarbeiten. Dies ist eine der effizientesten Methoden, um Eure Zielgruppe kanalübergreifend anzusprechen. Inhalte, die Ihr hierfür verwenden könnt, sind beispielsweise:

  • Blogartikel
  • Interviews
  • Präsentationen
  • Webinare
  • YouTube-Videos
  • Workshops
  • Facebook-Live-Sessions.

Habt Ihr dann Euren ersten Branded Podcast veröffentlicht, geht es an die Erfolgsmessung. Hierfür müsst Ihr die für Euch relevanten KPIs (z.B Downloads, Website Besucher oder Social Shares) definieren und regelmäßig messen. Zudem kann es von Vorteil sein, wenn Ihr Euren Podcast mittels Werbung und PR bekannt macht und auf allen gängigen Plattformen platziert.

Fazit

Gute, spannende Podcasts, die nah am Kunden sind und seinen Bedürfnissen entsprechen, erfordern einigen Aufwand in der Planung und Produktion. Eine gute Strategie ist unumgänglich, wenn Ihr Erfolg haben wollt. Investiert Ihr diese Arbeit, bekommt Ihr aber auch die Möglichkeit, authentische und hochwertige Inhalte zu produzieren und so neue Personen für Euer Unternehmen zu begeistern. Mit Hinblick auf die rasante Entwicklung des Formats sollte jedes Unternehmen die Nutzung von Podcasts in seine Marketing-Strategie integrieren.

Ihr wollt mit Eurem eigenen Branded Podcast starten? Im zweiten Teil unseres Beitrag geben wir Euch konkrete Tipps und zeigen Euch, was Ihr dabei beachten müsst.


Übrigens: Auch wir haben natürlich einen eigenen Podcast. Im „Digitalen Turmzimmer“ geht es vor allem um die Menschen, die hinter der Somengo stecken. Wenn Ihr Euch für unsere Projekte, Themen und unseren Alltag interessiert, hört doch mal rein. Ihr findet uns auf Spotify und SoundCloud.

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