Instagram hat es vorgemacht, nun zieht Pinterest nach. Immer mehr mausert sich das soziale Netzwerk zur Shopping-Plattform. Der Grund dafür ist einfach: Die ca. 300 Millionen monatlichen Nutzer verwenden Pinterest hauptsächlich, um sich von den zahlreichen verschiedenen Ideen inspirieren zu lassen. In den meisten Fällen besteht bereits der Wunsch, die gefundenen Produkte auch zu kaufen. Und wie könnten Unternehmen potenzielle Kunden besser erreichen als bei einer bereits bestehenden Kaufabsicht?

Status quo – so geht Shopping auf Pinterest

In einer Befragung von Pinterest gaben 90% der Nutzer an, dass die Plattform ihnen hilft, Kaufentscheidungen zu treffen. Um den Weg der Kunden vom Entdecken eines Pins bis hin zum Kauf des Produkts weiter zu verkürzen, entwickelt Pinterest immer neue Funktionen, um den Kauf und Verkauf von Waren zu vereinfachen. Ziel ist es, die Plattform zu einer Einkaufsdestination zu machen.

Nutzer informieren mit Produkt Pins

Produkt Pins dienen dazu, das Produkt oder die Dienstleistung auf Pinterest zu präsentieren. Mit einem Klick auf den dazugehörigen Link werden die Kunden in den Onlineshop des Händlers weitergeleitet und können dort das Produkt kaufen. In den Pin könnt Ihr außerdem wichtige Informationen zum Produkt wie den Preis und die Verfügbarkeit integrieren. Sucht ein Nutzer nach einem bestimmten Produkt, werden ihm zudem weitere ähnliche Produkte anderer Anbieter vorgeschlagen.

Pinterest_Produkt Pins

Quelle: adweek.com

Direkt in der App einkaufen mit kaufbaren Pins

kaufbaren Pins (Shoppable oder Buyable Pins) sind eine Weiterentwicklung der einfachen Produkt Pins. Mit Ihnen lässt sich direkt in der App einkaufen. Bei kaufbaren Pins findet Ihr einen „Zum Warenkorb hinzufügen“-Button, mithilfe dessen Ihr auf eine Checkout-Seite in Pinterest weitergeleitet werdet. Besonders für Nutzer der mobilen App, die 80% der Pinterest-Nutzung ausmachen, ist diese Funktion hilfreich. So könnt Ihr bequem nach Inspiration suchen, einkaufen und anschließend ohne Umwege weiter browsen. Ihr habt auch die Möglichkeit, aus den kaufbaren Pins Anzeigen zu erstellen. Diese stehen Euch im Ads Manager zur Verfügung und können direkt aus dem Feed heraus geschaltet werden.

Zeigt mehr von Eurer Marke mit Pinterest Catalogs

Inzwischen könnt Ihr aber nicht mehr nur einzelne kaufbare Pins integrieren. Unternehmen können nun mit „Catalogs“ ihren kompletten Produktkatalog auf Pinterest hochladen und in kaufbare Pins umwandeln. Seht Ihr euch einen Produkt Pin an, findet Ihr im unteren Bereich der Seite einen neuen Abschnitt, der „mehr von der Marke“ heißt. Mit einem Klick gelangt Ihr so zum gesamten Katalog des Anbieters. Pinterest wird auf diese Weise zum virtuellen „Schaufenster“ für unterschiedliche Marken. Die Unternehmensprofile wurden hierfür ebenfalls überarbeitet und dynamisch gestaltet. Ihr könnt jetzt Fotos oder Videos als Titelbild für Euer Profil hochladen. Ein neues Dashboard ermöglicht es Unternehmen außerdem, ihren Feed so zu organisieren, dass er von Nutzern entdeckt wird und diese die Produkte kaufen.

Pinterest_Catalogs

Quelle: wersm.com

Empfehlungen zu ähnlichen Produkten mit Shop the Look- Pins

Shop the Look-Pins ermöglichen es Nutzern seit 2017, Produkte im Mode- und Home Bereich zu finden und zu kaufen. Einzelne Produkte, die auf einem Pin zu sehen sind, können so direkt nachgekauft werden. Diese sind mit einem weißen Kreis versehen, auf den Ihr einfach klicken könnt. Dann erhaltet Ihr Empfehlungen zu ähnlichen Artikeln, die Ihr kaufen könnt. Mit den auf den organischen Shop the Look-Pins basierenden Shop the Look-Ads, die vorerst nur in den USA verfügbar sind, ist es Unternehmen außerdem möglich, viele Produkte in einer Anzeige zu bewerben. Diese Ads erscheinen im Kollektions-Format und können bis zu 25 Produkte basierend auf einem Pin enthalten.

Pinterest_Shop the Look

Quelle: adweek.com

Produkte erkennen und kaufen mit Pinterest Lens

Eine weiter Funktion, die Kauf und Verkauf über Pinterest vereinfachen soll, ist die Lens Funktion. Diese ist eine Suchfunktion, die mittels künstlicher Intelligenz funktioniert. Ihr könnt einfach ein Produkt fotografieren und Pinterest zeigt Euch dazu passende kaufbare Pins an. Inzwischen können mehr als 2.5 Milliarden Objekte aus den Bereichen Mode und Home über diese Funktion identifiziert werden.

Auch im individuellen Feed der Nutzer gibt es immer wieder Neuerungen. So findet Ihr beispielsweise nun personalisierte Hubs mit Vorschlägen „Für Sie ausgewählt“ auf Basis der Artikel und Marken, die Ihr am häufigsten gepinnt habt. Diese Hubs sind ebenfalls mit durchsuchbaren Katalogen der Produkte bestimmter Marken verknüpft. Von dort aus gelangt Ihr ebenfalls per Klick zum Kauf.

Social Commerce hat sich in den vergangenen Monaten zu einem wichtigen Trend im Marketing entwickelt. Allmählich erkennen auch andere große Plattformen neben Instagram das Potenzial von sozialen Netzwerken im Handel. Schon bald dürften uns sicher die nächsten Neuerungen bei Pinterest erwarten.


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