Im ersten Teil unseres Beitrags haben wir geklärt, was Social Commerce genau bedeutet, welche Vorteile es mit sich bringt und inwiefern Ihr es für Euer Unternehmen umsetzen könnt. Wer jetzt aber noch wissen will, wie Check-Out und Bezahlung in Social Media funktionieren und was genau dieses Libra ist, wird im Folgenden aufgeklärt.

Check-Out und Bezahlung in den sozialen Netzwerken

Impulskäufe machen einen großen Teil des Einkaufsverhaltens von Menschen aus. Etwa 70% der Kaufentscheidungen werden vor Ort im Geschäft getroffen. Dies gilt es, in Bezug auf den Bezahlvorgang auch zu berücksichtigen. Es wird davon ausgegangen, dass ein einfacher Check-Out-Prozess, der wenige Schritte erfordert, die Kaufbereitschaft der Kunden positiv beeinflusst. Aktuell werden für einen schnellen und einfachen Transfer meist In-App-Zahlungen verwendet. Die Kunden können dazu eine Wallet integrieren, wofür meist eine Kreditkarte hinterlegt ist. Beim Instagram-Checkout beispielsweise, kann der Kunde direkt über Instagram per Kreditkarte oder PayPal bezahlen. Jedoch ist es wichtig, dass, unabhängig von der Zahlungsart, die Sicherheit der privaten Daten immer gewahrt wird. Insbesondere die Generation Z gilt es, von der Wichtigkeit des Schutzes von Zahlungsdaten und privaten Informationen zu überzeugen. Anders als in China, müssen in Deutschland Zahlungen, die auf Social Media Plattformen mittels Smartphone erfolgen, höhere Sicherheitsstandards erfüllen.

Libra – Facebooks geplante Kryptowährung

Mit der Etablierung einer neuen globalen Währung versucht derzeit Facebook, das digitale Bezahlen zu vereinfachen und seine Nutzer noch stärker an sich zu binden. Mit der Kryptowährung „Libra“ könnte das Unternehmen schon bald die globale Finanzwelt auf den Kopf stellen. Das Digitalgeld basiert, ähnlich wie der Bitcoin, auf der sogenannten „Blockchain-Technologie“, soll jedoch ohne Kursschwankungen auskommen. Zu Beginn soll Libra vor allem für Überweisungen zwischen verschiedenen Währungen eingesetzt werden. Die langfristige Vision ist allerdings, sie zu einem vollwertigen Zahlungsmittel zu machen.

Einen Zugang zu den Transaktionsdaten soll Facebook dabei laut eigener Aussage nicht haben. Zudem wurde die sogenannte „Libra-Association“ gegründet, in der neben Facebook selbst Unternehmen, wie PayPal, Visa, Ebay oder Uber Mitglied sind. Diese soll verhindern, dass Nutzer den Eindruck erhalten, dass Facebook die alleinige Kontrolle über seine Währung besitzt. Inzwischen hat das Projekt bereits 28 Mitglieder, bis zum geplanten Start 2020 sollen es bereits mehr als 100 sein. Privatsphäre und Sicherheit sollen bei Libra einen hohen Stellenwert einnehmen. Aus einer Studie aus dem Jahr 2018 geht jedoch hervor, dass der Großteil der Menschen (91%) Facebook ihre Zahlungen nicht anvertrauen würden. Die Einführung dieser neuen Währung könnte auf kurze Zeit den Geldtransfer zwischen Nutzern einfacher gestalten und mittelfristig die Art und Weise des digitalen Bezahlens grundlegend verändern. Auf lange Sicht gesehen sind möglicherweise noch stärkere Auswirkungen zu erwarten. Jedoch bleibt dies vorerst eine Vision. Aktuell sind noch viele Fragen ungeklärt.

Wie Ihr seht, können sowohl Unternehmen als auch Kunden durchaus von Social Commerce profitieren. Es bietet die Möglichkeit für Kunden, die Inspirationssuche und den Kaufprozess zu verbinden und gleichzeitig mit anderen Nutzern zu interagieren. Für Unternehmen ist Social Commerce vor allem attraktiv, weil mehr Kunden erreicht und langfristig gebunden werden können. Trotzdem steht die Entwicklung von Social Commerce noch in den Startlöchern und wir dürfen sicher gespannt sein, wo die Reise noch hingeht.

 

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