Zum Jahresendspurt geben unsere Social-Media-Akteure noch einmal richtig Gas. Mit Blick auf die bevorstehende Vorweihnachtszeit spielen dabei natürlich besonders die Shopping-Funktionen auf den Social-Media-Kanälen eine große Rolle. Was es außerdem noch Neues gibt, erfahrt Ihr in unseren Social News im Oktober:

Facebook

Accounts Center: Facebook und Instagram kommen sich näher

Mit dem Accounts Center testet Facebook derzeit eine neue Funktion, die auf identische Art in Facebook selbst, dem Messenger und Instagram integriert werden soll. Langfristig geht es vor allem darum, Facebooks Bezahldienst möglichst breitflächig in den verschiedenen Apps verfügbar zu machen. Ihr könnt über das Feature festlegen, ob in einer App geteilte Storys auch in der anderen erscheinen sollen und aktivieren, dass Ihr Euch mit den Login-Daten der einen App auch in der anderen anmelden könnt. Facebook Pay – der bislang noch nicht in Deutschland verfügbare Bezahldienst des Netzwerks – soll zukünftig ebenfalls über das Accounts Center verwaltet werden können.

Facebook verbindet den Messenger mit Instagram

Die Barriere zwischen Instagram Direct und dem Facebook Messenger ist gefallen. Ein neues Update für Instagrams Direktnachrichten lässt Euch diese mit dem Messenger verknüpfen. Nutzt Ihr nur eine der beiden Apps, könnt Ihr dann trotzdem Nutzer des anderen Dienstes anschreiben. Ob Nachrichten von Messenger-Nutzern an Instagram-Nutzer in den Anfragen oder in den Chats auftauchen, könnt Ihr einstellen. Chats zwischen zwei Nutzern der gleichen App bleiben dort. Instagrams Direktnachrichten sollen außerdem mit der Zeit eine Reihe neuer Features bekommen, die der Messenger entweder schon hat oder anschließend auch bekommt.

Brand Collabs Manager jetzt auch für öffentliche Gruppen

2018 launchte Facebook den Brand Collabs Manager – eine Suchmaschine für Marken und Unternehmen, mit der diese passende Creator finden können. Nachdem er in den vergangenen zwei Jahren für einige Creator verfügbar gemacht wurde, kommt der Brand Collabs Manager nun auch für öffentliche Gruppen. Somit können Marken Creator noch einfacher entdecken und mit ihnen kollaborieren.

Facebook Dating startet in Deutschland

Der hauseigene Dating-Dienst von Facebook funktioniert bereits seit einem Jahr in amerikanischen und asiatischen Regionen – nun kommt er auch nach Deutschland. Volljährige Facebook-Nutzer können ab sofort ein Flirt-Profil erstellen, aufgrund dessen ein Algorithmus potenzielle Partner vorschlägt. Dazu nutzt das Programm die Nutzerangaben in diesem separaten Profil sowie Daten über Interessen und Aktivitäten des Flirtwilligen. Bereits bestehende Facebook-Freunde könnt Ihr als „Schwarm“ kennzeichnen und bei einer Übereinstimmung erfahrt Ihr von dem Match. Bis zu neun Freunde könnt Ihr auf die Liste setzen. Von den Partnervorschlägen sind bisherige Kontakte ausgenommen. Das Senden von Bildern und Videos ist bei der Kommunikation auf Dating-Basis nicht erlaubt. Dafür können aber Instagram-Inhalte eingebunden werden. Alle Funktionen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt, es gibt keine Premium-Schranke, um bestimmte Inhalte zu sehen. Auch eine eigene Story-Funktion enthält der Dating-Bereich. Alternativ lässt sich die reguläre Facebook- oder Instagram-Story freigeben. Ihr könnt auch Veranstaltungen oder Gruppen hinzufügen.

Instagram

Neue Features für Instagram Direct

Im Zuge der Verknüpfung von Facebook Messenger und Instagram Direct stellte Instagram nun einige neue Features für die Direktnachrichten vor:

  • Watch Together: Ihr könnt Videos auf Facebook Watch, IGTV (und bald Reels), TV Sendungen, Filme und mehr gemeinsam mit anderen in einem Videocall ansehen.
  • Vanish Mode: Ähnlich wie bei Snapchat könnt Ihr einstellen, dass Nachrichten verschwinden, wenn sie gelesen wurden oder der Chat geschlossen wird.
  • Selfie Sticker: Erstellt Boomerang Sticker aus Euren eigenen Selfies.
  • Chat Farben: Wie bereits im Messenger möglich, könnt Ihr Euren Chats verschiedene Farben geben.
  • Benutzerdefinierte Emoji-Reaktionen: Kreiert einen Shortcut Eurer liebsten Emojis und nutzt sie als schnelle Reaktion auf Nachrichten.
  • Weiterleiten: Teilt Content mit bis zu fünf Freunden oder Gruppen gleichzeitig.
  • Antworten: Antwortet direkt im Chat auf bestimmte Nachrichten, um die Konversation am Laufen zu halten.
  • Animierte Nachrichten-Effekte: Animierte Nachrichten sorgen für mehr Visualität.
  • Message Controls: Entscheidet, von wem Ihr Nachrichten erhalten könnt und wer Euch nicht schreiben darf.
  • Erweitertes Reporting und Updates für das Blockieren: Ihr könnt jetzt auch ganze Konversationen melden sowie proaktive Blockierungsvorschläge erhalten.

Benutzerdefinierte Emoji-Reaktionen und Selfie-Sticker werden zuerst für Instagram verfügbar sein und dann auch in den Messenger integriert. Ihr könnt entscheiden, ob Ihr auf das neue Design updaten wollt oder nicht. Die Features werden zunächst in einigen Ländern getestet.

Neuer Story-Modus? Instagram testet Photobooth

Der neue Kamera-Modus Photobooth wurde unter dem Namen Poses bereits getestet und könnte schon bald allen Instagram-Nutzern zur Verfügung stehen. Ähnlich dem namensgebenden Fotoautomaten verwandelt Photobooth eine Abfolge von vier Bildern in eine Art Stop-Motion Story. Diese kann dann in der Story geteilt werden. Ob der neue Modus bald allen Nutzern zur Verfügung steht, ist aber nach wie vor unklar.

Test: Shopping-Tags in der Instagram Bio

Instagram und Facebook fokussieren sich immer stärker auf E-Commerce-Features. Nun wurde ein weiterer Test entdeckt, der für Accounts mit eigenem Instagram Shop von Vorteil sein könnte. Einige Accounts können nun einen Shopping Tag in ihre Instagram Bio integrieren und so auf ein Produkt verweisen. Das Feature wäre dann fast so gut wie ein zweiter Link in der Bio. Durch den kleinen Hinweis darauf, dass Shoppable Links in Zukunft möglicherweise häufiger möglich sind, sollten insbesondere Online-Händler über die Einrichtung eines Instagram und Facebook Shops nachdenken.

Instagram weitet In-App-Shopping auf IGTV und Reels aus

Die Shopping-Möglichkeiten auf Instagram sollen weiter ausgebaut werden. Nachdem Instagram im August Reels auf den Mark gebracht hat, soll das Format nun weiter monetarisiert werden. Erste Tests zur Integration von In-App-Shopping in Reels sollen noch dieses Jahr beginnen. Wo die Shopping-Funktion dagegen ab sofort zur Verfügung steht, ist IGTV. Nutzer können nun direkt auf Produkte in einem IGTV-Video klicken und gelangen dann entweder direkt zum Instagram-Checkout oder zur Website des Anbieters, um das Produkt zu kaufen. Dafür müssen die entsprechenden Produkte vorher lediglich im Video markiert werden. Im Jahr 2020 plant Instagram noch nicht, für die abgewickelten In-App-Käufe Gebühren zu erheben. Das könnte sich jedoch ändern, wenn sich herauskristallisiert, dass dieser Weg eine wichtige Einnahmequelle für die Plattform werden kann.

Neue Audio-Funktionen für Reels

Häufig wurde der TikTok-Konkurrent Reels dafür kritisiert, dass Creator bei der Erstellung von Videos eingeschränkter sind als beim Original. Deshalb updatet Instagram nun die Audio Features von Reels und stellt drei neue Funktionen vor:

  • Audio Browser: Hier könnt Ihr nach Sounds und Musik suchen sowie nach Reels, in denen sie genutzt wurden.
  • Save Audio: Ihr könnt Songs und Sound-Aufnahmen in Eurer Bibliothek speichern und für Euer nächstes Reel darauf zugreifen.
  • Share Audio Pages: Ihr könnt mehrere Reels per DM versenden, die alle einen bestimmten Sound beinhalten.

Mit den neuen Funktionalitäten gleicht sich Instagram Reels weiter an TikTok an und versucht so, vor allem Creator abzuholen, die möglicherweise aufgrund der unsicheren Zukunft von TikTok in den USA nach Alternativen suchen.

Test: Neue Prozesse, um potenziell beleidigende Kommentare zu beschränken

Aufgrund des steigenden Bewusstseins gegenüber dem Thema Mobbing launcht Instagram einige neue Features, die Cybermobbing auf der Plattform eindämmen und so insbesondere jüngere Nutzer schützen sollen. Zunächst wird ein Feature getestet, das automatisch Kommentare verbirgt, die ähnlich zu solchen sind, die bereits gemeldet wurden. Die automatisch verborgenen Kommentare könnt Ihr sehen, wenn Ihr auf „verborgene Kommentare anzeigen“ klickt. Außerdem sollen Nutzer die wiederholt einen potenziell beleidigenden Kommentar verfassen, gewarnt werden, dass ihr Account möglicherweise gesperrt wird, wenn sie diesen absenden. Diese Änderungen sind ein weiterer Schritt zu einem besseren Miteinander auf der Plattform.

Instagram will unehrliche Influencer verfolgen

Zukünftig will Instagram stärker gegen Influencer vorgehen, die gesponserte Posts nicht als solche kennzeichnen. Laut einer Untersuchung der Wettbewerbsbehörde des Vereinigten Königreichs kennzeichnet ein Großteil der Influencer auf Instagram gesponserte Posts nicht als solche, obwohl sie für das Posting bezahlt wurden. Instagram gab daher an, das Problem auf zwei verschiedene Arten lösen zu wollen:

  • Einführung eines Überprüfungs-Tools: Bevor ein Post hochgeladen werden kann, müssen Influencer angeben, ob dieser in Kooperation mit einem Unternehmen entstanden ist oder nicht.
  • Neuer Algorithmus: Dieser soll werblichen Content erkennen. Ist keine Kooperationskennzeichnung vorhanden, bekommt sowohl das Unternehmen als auch der Influencer eine Benachrichtigung.

Noch ist unklar, wann Instagram die geplanten Features ausrollt. Wer bereits Influencer Marketing auf Instagram betreibt, sollte aber bereits jetzt darauf achten, dass die eigenen Posts regelkonform gekennzeichnet sind.

Mindestalter für Follower einstellen

Business und Creator Accounts können jetzt festlegen, wie alt die Nutzer mindestens sein müssen, um Zugang zu ihrem Content zu haben. Instagram will damit nicht nur Marken, sondern auch die User schützen. Marken und Influencer können zum einen eine Altersgrenze für ihr komplettes Profil festlegen, zum anderen kann auch für individuelle Posts ein Mindestalter festgelegt werden. Die Funktion kann vor allem für Unternehmen sinnvoll sein, die ein Produkt bewerben wollen, das in bestimmten Ländern erst ab einem gewissen Alter erworben werden darf. So können sie sicher sein, dass ihre Inhalte in einem legalen Rahmen ausgespielt werden. Ihr findet die neue Funktion in Euren Einstellungen unter dem Reiter „Unternehmen“.

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Quelle: eigener Screenshot

Neue Funktionen für Live Videos

Das Jahr 2020 hat die Relevanz von Live-Streaming noch einmal verstärkt. Nun erhält Instagram Live weitere neue Funktionen, mit denen Streamer das meiste aus ihren Live-Streams holen können sollen. Zunächst wird die mögliche Dauer für Live-Videos erhöht. Das Limit von einer Stunde wird aufgehoben – ab sofort können Nutzer bis zu vier Stunden lang live gehen. Das ist vor allem für Anbieter von Online-Kursen oder Musikschaffende ein großer Vorteil.

Die zweite Neuerung betrifft die Archivierung von Streams. Bisher waren diese noch für 24 Stunden in der Story verfügbar, danach wurden sie gelöscht. Nutzer konnten zwar das Video speichern und als IGTV hochladen, doch dann waren sowohl die Kommentare als auch die View Counts verschwunden. Auch konnte das Video nicht geschnitten oder anderweitig bearbeitet werden. Mit dem Update werden nun Kommentare und Likes gesichert. Zudem habt Ihr ab sofort 30 Tage nach dem Live-Video Zeit, um zu entscheiden, ob Ihr es posten möchtet oder nicht. Dafür werden die Videos im Archiv gespeichert.

Zudem wird Live-Content in der App präsenter. In der IGTV App und auf der Explore Page wird ein „Live Now“-Button erscheinen. Nach dem Ende eines Streams werden die Zuschauer auf gerade laufende Streams aufmerksam gemacht. Durch diese Maßnahmen könnten die Zuschauerzahlen von Live-Streams beträchtlich steigen. Zudem können Nutzer Influencer und Co. nun auch mit Badges finanziell unterstützen. Dazu können Badges im Wert von 0,99 US-Dollar bis 4,99 US-Dollar erworben werden. Die Badges erscheinen dann neben der Kommentarleiste im Stream und der entsprechende Kommentar wird – je nach ausgegebener Summe – hervorgehoben. Derzeit verzichtet Instagram auf eine finanzielle Beteiligung an den Badges.

Twitter

Für mehr Barrierefreiheit: Voice-Tweets können bald auch gelesen werden

Nachdem sich viele Twitter-Nutzer über die Unzugänglichkeit von Voice-Tweets für Menschen mit Hörbehinderung beschwert hatten, will Twitter dem Feature nun Untertitel hinzufügen. Die anfängliche Euphorie über das neue Feature klang nach dessen Einführung schnell wieder ab. Denn nicht nur Menschen mit Hörbehinderung konnten die Voice-Tweets nicht nutzen. Auch Nutzern, die die App ohne Kopfhörer oder die Möglichkeit, die Tweets laut abzuspielen nutzen wollten, brachte die Funktion keinen Mehrwert. Nutzern mit einer Sehbehinderung war es ebenfalls nicht möglich, Voice-Tweets in ihrer Timeline zu identifizieren. Gemeinsam mit einer öffentlichen Entschuldigung verkündete Twitter, dass die Probleme gelöst werden. Derzeit arbeitet die Plattform an einer manuellen oder automatischen Transkription der gesprochenen Tweets. Twitter soll ein barrierefreierer Platz für alle Nutzer werden.

Weniger Bias, mehr Kontrolle: Nutzer sollen Ausschnitt der Bildvorschau selbst wählen können

Wie einige Tests verdeutlichen, weist der Twitter-Algorithmus einen rassistischen Bias auf. Dieser zeigte bei den Tests in der Vorschau eines Bildes, in dem ein weißer und ein schwarzer Mann zu sehen war, stets den weißen Mann. Die Testenden kritisierten den rassistischen Bias scharf, nun reagierte Twitter auf die Vorwürfe. In einem Blogpost legte der Kurznachrichtendienst offen, wie das Machine-Learning-System auf Gender und Racial Bias getestet wurde und stellte neue Optionen vor, wie Bilder in Zukunft vorurteilsfrei zugeschnitten werden können. Zwar soll in Zukunft das Machine-Learning-System weiterentwickelt werden, Twitter möchte jedoch hauptsächlich die Kontrolle und Verantwortung an die User abgeben. Derzeit sind mehrere Optionen im Test. Das Ziel ist, dass die Nutzer selbst entscheiden können, welcher Bildausschnitt angezeigt wird.

Maßnahmenkatalog vor der US-Wahl

Im Zuge der anstehenden US-Präsidentschaftswahlen veröffentlichtet Twitter ein Maßnahmenpaket, um Fehlinformationen einzudämmen. So können Nutzer nun einen Tweet nur noch als Zitat-Tweet weiterleiten. So sollen sie darüber nachdenken, warum sie einen Tweet verbreiten und eigene Gedanken, Reaktionen und Perspektiven in eine Diskussion einbringen. Die automatischen Empfehlungen für Tweets anderer Personen schaltet Twitter vorerst ganz ab. So soll die Geschwindigkeit verlangsamt werden, in der Tweets Menschen erreichen können, denen sie selbst nicht folgen. Im Bereich „Trends“ sollen künftig nur noch Inhalte mit zusätzlichem Kontext auftauchen. Weitere Änderungen betreffen irreführende Tweets von politischen Persönlichkeiten, Kandidaten oder einer Kampagne stammen. Zukünftig müssen Nutzer einen Warnhinweis wegklicken, bevor sie den Inhalt sehen dürfen. Likes, Retweets und Antworten sind in diesem Fall deaktiviert. Dasselbe gilt für Tweets von Konten mit mehr als 100.000 Followern. Alle Informationen, die „dazu bestimmt sind, zur Einmischung in den Wahlprozess oder zur Umsetzung der Wahlergebnisse aufzurufen“ sowie Gewaltaufrufe sollen entfernt werden. Die Maßnahmen traten am 20. Oktober in Kraft und sollen fünf Tage nach der Wahl, am 8. November, enden.

WordPress-Beiträge als Twitter Threads veröffentlichen

Auch wenn den Twitter-Nutzern inzwischen 280 Zeichen für ihre Mitteilungen zur Verfügung stehen, reicht das einigen dennoch nicht. Alles, was über die mögliche Zeichenanzahl hinausgeht, kann in beliebig langen Twitter Threads veröffentlicht werden. Diese Praxis möchte WordPress nun scheinbar unterstützen. Mit einer neuen Funktion des Content Management Systems können nun Blogbeiträge direkt als Twitter Threads veröffentlicht werden. So kann der gesamte Blogartikel direkt in Twitter gelesen werden. Um die Funktion zu nutzen, müsst Ihr Euren Twitter Account mit Eurem WordPress Account verknüpfen. Twitter gibt an, dass mit dieser Funktion das Engagement der Nutzer erhöht werden kann. Grundsätzlich ist jedoch fraglich, wie sinnvoll es ist, potenziellen Website-Traffic von der eigenen Seite fern und stattdessen auf Twitter zu halten.

LinkedIn

LinkedIn Stories starten in Deutschland

Auch für LinkedIn sind Stories nun in Deutschland und global verfügbar. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, Experten jedes Format und jede Feedback-Möglichkeit zu bieten, die sie brauchen, um Gespräche so produktiv und interaktiv wie möglich zu gestalten. LinkedIn Stories können bis zu 20 Sekunden lang sein – fünf Sekunden länger als auf Instagram. Die Aufnahme erfolgt direkt in der App und es können sowohl Fotos als auch Videos hinzugefügt werden. Admins von Unternehmensseiten können auch im Namen des Unternehmens Stories veröffentlichen. Derzeit sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch beschränkter als bei Instagram und Co. Ihr könnt verschiedene Sticker hinzufügen und Profile markieren. Auch die Statistiken sind noch ziemlich reduziert. Ihr könnt Euch die Unique Viewers für alle Elemente der Story ansehen sowie Namen, Beruf und den aktuellen Arbeitgeber der Personen, die Eure Story angeschaut haben. Zum Start gibt es keine Anzeigen, es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich dies ändern wird. Wie Stories im beruflichen Kontext genutzt werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Snapchat

Sounds in Snaps integrieren

iOS-Nutzer können nun lizensierte Songs zu ihren Videos hinzufügen. Deals mit großen Labels wie der Warner Music Group und der Universal Music Publishing Group machen es möglich. Damit konkurriert Snapchat zusehends mit TikTok und Instagram Reels. Das Feature sei vor allem dazu gedacht, Musik mit „echten“ Freunden zu teilen. Auch die Integration von Sounds, die die User selbst erstellt haben, wird getestet. Snapchat wird jedoch keinen Feed wie TikTok haben, in dem die Musik-Videos gepusht werden, um viral zu gehen. Das Feature soll vielmehr dazu beitragen, die Kooperation mit den Labels und die Interaktion zwischen den Nutzern zu stärken. Erhaltet Ihr einen Snap mit einem Sound, könnt Ihr Euch das Album sowie den Namen des Künstlers und den Songtitel mit einem Swipe anschauen. Beim Klick auf den „Play this Song“-Link könnt Ihr Euch diesen außerdem auf anderen Plattformen wie Spotify, Apple Music oder SoundCloud ahören. Ob die Funktion tatsächlich zur Konkurrenz für TikTok oder Reels taugt, bleibt abzuwarten.

Barcodes und Etiketten scannen in der App

Nicht nur für die private Kommunikation ist Snapchat ein beliebter Kanal. Die App bietet ihren Nutzern außerdem zahlreiche AR-Features wie Lenses und Filter. Nun gibt es erneut ein Alltags-Feature für Nutzer: Ein Scanner, der Labels von Lebensmitteln und Weinflaschen ausliest, um direkt Informationen zu den Produkten in die App zu liefern. Die beiden Funktionen „Nutrition Scanner“ und „Wine Scanner“ wurden in Kooperation mit Snapchats Partnern Yuka und Vivino erstellt. Der Nutrition Scanner soll bei einer Million Produkte die Angaben von Inhaltsstoffen und Bewertungen liefern. Der Wine Scanner soll sogar zwölf Millionen verschiedene Wein-Typen analysieren. Der Scan eines Wein-Etiketts liefert Euch dann Bewertungen, Preisangaben und konkrete Geschmacksprofile. Die Features werden zwar nicht bei allen Lebensmitteln oder Weinen Informationen ausspielen können, doch als spaßiges Gadget dürften sie weitere neue User in die App führen.

YouTube

Test: Warnungen bei potenziell unangemessenen Kommentaren

Hate Speech, Sexualisierung und Co. sind nach wie vor große Probleme in YouTubes Kommentarbereich. Wer bei YouTube einen Kommentar hinterlässt, der möglicherweise gegen die Richtlinien verstößt, könnte nun aber schon bald eine Warnung angezeigt bekommen. Derzeit testet YouTube zwei neue Optionen zur Kontrolle von Kommentaren. Das erste Feature ist eine Warnung, sollten Nutzer potenziell unangemessene Kommentare posten wollen. Die Nutzer können den Kommentar dann bearbeiten oder trotzdem posten. Auch wenn keine Warnung erscheint, kann der Kommentar später aufgrund von Verletzungen der Richtlinien von YouTube noch entfernt werden.

Im Test ist außerdem ein weiteres Feature, mit dem Kommentare, die in die Rubrik „Held for Review“ verlagert und nicht bearbeitet werden, nach 60 Tagen automatisch gelöscht werden. Auf diese Weise können ungewollte Kommentare ebenfalls aus dem Videokontext ferngehalten werden. Wann genau die neuen Features ausgerollt werden, ist noch nicht bekannt.

Test: Produkte direkt über YouTube kaufen

Schon jetzt spielt YouTube eine nicht zu verachtende Rolle bei vielen Online-Einkäufen. Viele Online-Shopper nutzen die Plattform, um sich über Produkte zu informieren. Diesen Umstand will YouTube nun offenbar nutzen, um künftig auch Produkte direkt über die Plattform zu verkaufen. Google arbeitet dafür bereits mit einer Reihe von Influencern zusammen, die die in ihren Videos vorgestellten Produkte erfassen. Diese Daten werden dann mit Googles Shopping-Tool verbunden, um YouTube in einen riesigen Produktkatalog zu verwandeln. Die in einem Video vorgestellten Produkte könnten dann mit einem Klick über YouTube gekauft werden. Zudem testet Google derzeit eine Einbindung der E-Commerce-Software des kanadischen Anbieters Shopify.

TikTok

Neue Duett-Formate gelauncht

Um Nutzern mehr Möglichkeiten zu geben, kreativ zu werden und mit anderen TikTokern zusammenzuarbeiten, hat die Plattform nun drei neue Formate für das Duett-Feature ausgerollt. TikTok-Nutzer können ab sofort Duette im klassischen „Links-Rechts“-Layout, im React-Modus (Bild in Bild), in der „Oben-Unten“-Anzeige und im „Dreier-Screen“ erstellen. Die Duett-Funktion ist eines der Kern-Features von TikTok und hat maßgeblich zu dessen Erfolg beigetragen.

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Quelle: eigener Screenshot

Warum wurde mein Content entfernt? TikTok klärt auf

TikTok möchte die App transparenter machen und rollt deshalb nun ein Benachrichtigungssystem für Creator aus, das Klarheit schaffen soll, wieso Content von der Plattform entfernt wurde. Verletzt ein Video die Richtlinien der Plattform, erhält der Creator eine Nachricht, in der erklärt wird, welche Guideline verletzt und warum das Video entfernt wurde. Zusätzlich wird dem TikToker ein Link zu den gesamten Richtlinien der Plattform angezeigt. So kann dieser sich detailliert über die Regelungen informieren. Creator können auch innerhalb des neuen Benachrichtigungssystems Beschwerde einlegen. Werden Videos von Selbstverletzung oder ähnlichen Inhalten gepostet, bietet TikTok weiterführende Hilfe an. User erhalten dann eine Nachricht, in der ihnen angezeigt wird, an wen sie sich wenden können. TikTok gibt an, dass erneute Verstöße gegen die Richtlinien zurückgingen, nachdem User eine solche Benachrichtigung erhielten.

WhatsApp

Update: Einfachere Suche nach geteilten Medien

WhatsApp macht es ab sofort leichter, nach geteilten Medien wie GIFs, Links oder Fotos zu suchen. Anders als zuvor könnt Ihr nun gezielt nach Kontakten und dem gewünschten Medientyp suchen. Zusätzlich könnt Ihr noch ein Keyword eingeben und gelangt so einfach zum gewünschten Medium. Das Ganze gelingt in drei Schritten:

  1. Tippt den Namen des Kontakts oder der Gruppe ein, mit der Ihr das gesuchte Medium geteilt habt.
  2. Wählt den Medientypus aus, nach dem Ihr sucht.
  3. Tippt ein Keyword ein, das das gesuchte Medium beschreibt.

Die Funktion ist ab sofort verfügbar.

Chats dauerhaft stummschalten

Acht Stunden, eine Woche oder ein Jahr – so lange konntet Ihr WhatsApp-Chats bisher stumm schalten. Das hat sich nun geändert. Statt einem Jahr könnt Ihr die Benachrichtigungen einzelner Chats nun für immer stumm schalten. Schaltet Ihr einen Chat oder eine Gruppe stumm, erhaltet Ihr trotzdem weiterhin Nachrichten, die darin geschrieben werden. Allerdings bekommt Ihr keine Benachrichtigungen zu diesen mehr.

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Quelle: eigener Screenshot

Shopping direkt im Chat

Marken auf WhatsApp werden nun zusätzliche Optionen geboten, um direkt über Chats Produkte an die User zu verkaufen. Auch die Kundenkommunikation wird optimiert, um die Geschäfte noch reibungsloser zu gestalten. Nutzer können sich nun im Chat über verfügbare Produkte von Marken informieren – beispielsweise indem sie nach einem Produktkatalog fragen – und diese dann auch direkt über den Chat kaufen. Im Anschluss ist es dann noch möglich, im Chat-Verlauf weitere Bestelldetails zu klären, beispielsweise, wann die bestellte Ware abgeholt werden kann. Für einige der im WhatsApp Business Kontext angebotenen Dienste müssen Geschäftskunden jedoch zahlen. Mit den neuen Funktionen dürfte WhatsApp zu einem wichtigen Player im Social Commerce werden.

Sonstiges

Spotify und Google: Songs mittels Songtexten oder Singen finden

Manchmal sind es die kleinen Dinge: Spotify rollte nun ein Feature aus, mit dem Ihr Musiktitel finden könnt, indem Ihr den Songtext einfach in die Suchleiste eingebt.

Google dagegen setzt auf die Sprachsuche, wenn es um das Finden von Musik geht. Hier könnt Ihr nun einfach eine Melodie singen oder Summen, um den passenden Song angezeigt zu bekommen.


Ihr habt Fragen zu den einzelnen Neuerungen und Funktionen? Stellt sie uns gern an hallo@somengo.de, via Instagram Direct oder im Facebook Messenger! Wir freuen uns auf Eure Nachricht!