junge Frau im Sprung vor grauer Wand

Anonyme Q&A? Die Snapchat-Erweiterung macht‘s möglich

11. Dezember 2019 

„You only live once” („Du lebst nur einmal.“), damit verbinden viele bisher das Akronym YOLO, welches dazu auffordert, das Leben zu genießen, Spaß zu haben und etwaige Konsequenzen außer Acht zu lassen. Doch das könnte sich zukünftig ändern. Bereits im Mai schoss die App „YOLO“, direkt nach Veröffentlichung, auf Platz 1 des amerikanischen AppStores und hielt sich über 5 Wochen in den Top 10. Doch was steckt hinter der Snapchat-Erweiterung und wie können Unternehmen von ihrer Anwendung profitieren?

YOLO – eine App geht viral

Mit YOLO ist es möglich, anonymisierte Frage- und Antworten-Runden bei Snapchat durchzuführen. Die App funktioniert jedoch nicht eigenständig, sondern setzt Snapchat voraus. Nach der Anmeldung könnt Ihr Sticker und Overlays in Eure Storys einbinden und Eure Follower dazu auffordern, Euch anonyme Fragen zu stellen („Send me honest messages“). Wurde Euch eine Nachricht gesendet, seht Ihr diese in der YOLO APP, könnt sie beantworten oder wiederum in Eurer Story teilen. Ihr könnt jedoch keine Fragen an Kontakte oder Follower senden, wenn diese nicht selbst den YOLO-Sticker in ihrer Story verwendet haben.

YOLO App

Quelle: eu.usatoday.com

Zukunftsweisend oder just for fun?

Nicht nur für Privatpersonen bietet YOLO eine einfache Möglichkeit, um herauszufinden, was andere Personen über sie denken. Auch Unternehmen und Marken könnten möglicherweise von der App profitieren und neben dem Schalten von Werbeanzeigen selbst anonyme Fragerunden veranstalten. Durch ehrliche und authentische Antworten könnten Unternehmen positiv im Gedächtnis der Nutzer bleiben, neue Kunden gewinnen und die Beziehung zu Bestandskunden stärken.

Andere anonymisierte Apps wie JODEL genießen im deutschsprachigen Raum bereits große Beliebtheit. Die Anwendung ist jedoch ortsbasiert und spricht hauptsächlich eine studentische Zielgruppe an. Yolo-Gründer Henrion und Clement Raffenoux sehen in ihrer APP viel Potential, das sie weiter ausbauen werden. Zukünftig soll sie unabhängiger von Snapchat genutzt werden können und anonyme, interessenspezifische Gruppenchats ermöglichen.

Anonymität – Fluch oder Segen?

Besonders bei jungen Nutzern ist Snapchat nach wie vor sehr beliebt. Dass gerade diese Zielgruppe auch für Cyber-Mobbing besonders anfällig ist, kann durch die Anonymität der Fragen noch stärker zum Problem werden. Vergleichbare Apps wie „Sarahah“, die 2017 erschien, versuchten sich zuvor schon am Konzept, anonyme Fragen über Snapchat zu stellen. Aufgrund von Mobbing-Vorwürfen wurde die App jedoch schon bald wieder von Google und Apple entfernt. Ob YOLO das gleiche Schicksal ereilt, bleibt abzuwarten. Zwar wird mobbenden Nutzern mit dem Verlust ihrer Anonymität gedroht, ob und wie das funktioniert, wird sich aber wohl erst in Zukunft zeigen.

Das Konzept, sich anonym mit anderen Nutzern austauschen zu können, ist nicht neu. Dennoch hat YOLO – zumindest in den USA – einen rasanten Aufstieg geschafft. Für Unternehmen könnte die Plattform einen Weg bieten, die Beziehung zu ihren Kunden zu stärken. Derzeit ist die Anwendung eine spaßige Erweiterung für Snapchat, für eine eigen App fehlt es jedoch noch an mehr eigenständigen Funktionen. Ob YOLO in Deutschland ähnliche Erfolge feiern kann wie in den USA oder ob die Anonymität zum Problem wird bleibt abzuwarten. Dennoch lohnt es sich, diese neue App im Auge zu behalten.

Weitere Beiträge:

Erfolgreiche LinkedIn-Beiträge erstellen – So geht’s

16. Februar 2024 - In diesem Blogbeitrag enthüllen wir die Geheimnisse für erfolgreiche LinkedIn-Beiträge und verraten, wie Ihr mit den richtigen Strategien nicht nur Eure Community aufbauen, sondern auch…

Wir treten ein für ein weltoffenes Thüringen

8. Februar 2024 - In Sorge um die Demokratie in unserem Land haben sich Thüringer Organisationen, Einrichtungen, Unternehmen und Personen zur Initiative Weltoffenes Thüringen zusammengeschlossen. Auch wir unterstützen die…

Wir begrüßen unsere Newcomer im Team

2. Februar 2024 - Im letzten Jahr durften wir wieder einige Neu-Somengos in unseren Reihen begrüßen. Höchste Zeit, sie Euch einmal genauer vorzustellen. Wie haben Luisa, Antonia, Mo und…

Social Media als Suchplattform für Reisen

30. Januar 2024 - Das Jahr 2024 bringt frische Perspektiven für die Tourismusbranche, wobei Social Media eine wichtige Rolle im Marketing spielt. Neue Technologien, veränderte Reisepräferenzen und ein wachsendes…

Social Media in Behörden

16. Januar 2024 - In einer Zeit, in der Informationen und Dienstleistungen vermehrt online zugänglich sind, wird die Präsenz öffentlicher Behörden auf Social Media nicht nur als zeitgemäß, sondern…

Somengo Cares – Unser Jahr aus CSR-Sicht

29. Dezember 2023 - Wir mögen Jahresrückblicke. Und wir mögen es, uns ökologisch und sozial zu engagieren und sowohl gemeinnützige Aktionen als auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen.…

Das waren die Top 10 Social-Media-Themen 2023

19. Dezember 2023 - Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder angeschaut, welche Beiträge in unserem Newsroom bei Euch am besten ankamen. Und wieder einmal zeigt sich: Es…

Meta Threads erobert die EU

15. Dezember 2023 - Seit dem 14. Dezember 2023 können europäische Nutzer und Nutzerinnen offiziell in den Genuss von Meta Threads kommen. Der viel diskutierte Mikroblogging-Dienst von Meta, der…

Das sind die Social-Media-Trends 2024

13. Dezember 2023 - 2023 neigt sich dem Ende. Höchste Zeit, einen Blick in das nächste Jahr zu werfen. Denn auch 2024 erwarten uns wieder einige spannende Social-Media-Trends. Text-Posts…

Bild-KI im Marketing – Möglichkeiten für Unternehmen

27. November 2023 - KI-Anwendungen wie DALL-E oder Midjourney sind in aller Munde. Mit ihnen lassen sich in Sekundenschnelle neue Bildkompositionen erschaffen. Das eröffnet auch für das Marketing zahlreiche…

Ihr Draht zu uns