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Voice Commerce – Shopping per Sprachbefehl

28. Januar 2020 

In unserem Blogartikel zum Thema Conversational Commerce sind wir auf Chatbots und Messenger-Bots eingegangen und haben aufgezeigt, wie diese den Kundenkontakt nachhaltig verbessern und Kunden beim Kauf unterstützen können. In diesem Beitrag widmen wir uns einer ebenso zukunftsweisenden Innovation im Online Marketing: Sprachassistenten und Voice Commerce.
Im Jahr 2019 haben mehr als 190 Millionen Haushalte Sprachassistenten und es kommen immer mehr dazu. Smarte Lautsprecher sind die sich am schnellsten verbreitende Technik der Geschichte – noch schneller als Smartphones.

Voice Commerce_Smart SpeakerQuelle: bvdw.org

Laut Prognosen stehen bis Ende 2020 in etwa 75% der amerikanischen Haushalte smarte Lautsprecher. Wir dürfen uns sicher sein, dass dieser Trend auch in Europa Einzug hält. Laut einer Studie von PwC kaufen bereits 11% der deutschen Verbraucher mindestens wöchentlich über Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home ein. Bei den unter 35-jährigen Deutschen sind es sogar 19 Prozent.

Facebook investiert in smarte Lautsprecher mit Display

Auch für das Social-Media-Marketing bietet diese Technologie neue Möglichkeiten. Facebook hat das große Potential erkannt und ist in den Smartspeaker-Markt eingestiegen. Seit Ende 2018 werden die zwei Geräte „Portal“ und „Portal TV“, die einen integrierten Bildschirm und ein sprachgesteuertes Assistenz-System besitzen, in den USA verkauft. Damit verbindet das Unternehmen die Funktionen des Voice Assistenten Alexa mit denen des sozialen Netzwerks. Neben Videotelefonie und dem Telefonieren über WhatsApp wird auch das Abspielen von Musik, das Schauen von Serien sowie das Einkaufen per Stimme.

Facebook_Portal ModelleQuelle: t3n.de

Sprachassistenten als zukunftsweisende Technologie

Es ist also kein Geheimnis, dass mit der neuen KI-Technologie auch viele Möglichkeiten für Handel und Industrie entstehen, die immer mehr Hersteller erkennen und zu nutzen wissen. Für Alexa kommen beispielsweise fast täglich Neuerungen, durch die sich weitere Sprachbefehle ausführen lassen. Auch die Fahrtzeitauskunft (Flixbus) oder das Bestellen eines Taxis ist im deutschsprachigen Raum bereits, neben den allseits bekannten Funktionen wie Musik hören oder dem Erstellen von Einkaufslisten, problemlos möglich. Aktuell besitzen 34% der Deutschen einen Sprachassistenten, 15% wollen sich zeitnah einen zulegen. Den Prognosen nach wird zudem die Verfügbarkeit von Sprachassistenten auf Smartphones bis 2023 auf 90% ansteigen. Und bedenkt man, dass zukünftig auch alle Autos mit einem solchen Assistenten ausgestattet sein werden, wird einem bewusst, dass man an dieser Technologie nicht vorbeikommt. Eines ist sicher: Die Voice-Assistent-Welle wird auf viele Branchen Einfluss nehmen und den Online-Handel revolutionieren.

Einkaufen per Sprachbefehl

Voice Commerce steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. 26% der Deutschen können sich vorstellen, in Zukunft Produkte oder Dienstleistungen per Sprachbefehl zu kaufen. Einige große und internationale Unternehmen nehmen jedoch bereits Bestellungen via Voice Befehl entgegen. Da Alexa als cloudbasierter Sprachservice zu Amazon gehört, ist das Einkaufen bei dem Onlineversandhändler, dank der Verknüpfung zum Kundenkonto, kinderleicht möglich („Alexa, bestelle [Produktname]“). Zudem lässt sich der sich anschließende Zustellungstermin mit Sendungsverfolgung bequem mittels Stimme erfragen.

Doch auch andere Unternehmen haben vergleichbare Funktionen in ihren Service aufgenommen. Bei dem international erfolgreichen Pizzaservice Dominos ist so beispielsweise die Bestellung des Lieblingsgerichtes ganz einfach per Voice Befehl möglich, nachdem man dieses einmal auf der Website eingestellt hat. Mit dem Sprachbefehl „Alexa, Starte Dominos“ nimmt man das Gespräch mit dem smarten Sprachassistenten auf. Ohne den kleinen Finger zu bewegen, wird einem die Lieblingspizza vor die Haustür geliefert. Auch Banküberweisungen lassen sich mittels Sprachbefehl ausführen. Comdirekt ermöglicht als erste Bank deutschlandweit Überweisungen über den Google-Assistant zu tätigen und den persönlichen Kontostand zu erfragen. Und all das geht nebenbei: Multitasking ganz einfach – ein weiterer Vorzug dieser Innovation.

Voice Commerce – und nun?

Voice-Commerce bietet viele Vorteile. Neben dem bequemen und beiläufigen Einkaufen ist es auch die Kommunikation in Echtzeit, die jederzeit mit dem Kundendienst erfolgen kann und die Möglichkeit sich mittels Sprache verschiedene Informationen einzuholen (Voice Search), die es für uns so interessant macht. Wir sehen hier auch Möglichkeiten für den Social-Media-Bereich, insbesondere wenn wir an die von Facebook vorgestellten Geräte denken, die die Funktionen des sozialen Netzwerkes und die des Sprachassistenten verbinden. Besonders für größere Unternehmen ist Voice Commerce als neue Form der Kundenkommunikation nachhaltig und zukunftsweisend. Im deutschsprachigen Raum steht die Entwicklung zwar noch am Anfang, schreitet aber schnell voran. Deshalb solltet Ihr Euch mit den neuen Möglichkeiten und Anwendungsfällen beschäftigen, um hier ggf. schnell und in geeigneter Weise die Technik sowie damit verbundene Marketing-Maßnahmen adaptieren zu können.


Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik zum Thema Conversational Commerce oder Voice Commerce? Schreibt uns an hallo@somengo.de! Wir freuen uns auf Eure Nachricht.

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