Hand hält ein Handy in die Luft, Hochhäuser im Hintergrund

Social Media als Suchplattform für Reisen

30. Januar 2024 

Das Jahr 2024 bringt frische Perspektiven für die Tourismusbranche, wobei Social Media eine wichtige Rolle im Marketing spielt. Neue Technologien, veränderte Reisepräferenzen und ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit eröffnen neue Wege für Social Media im Tourismus. In diesem Beitrag beleuchten wir die Chancen und Strategien im Social Media-Bereich für Tourismusanbieter und zeigen auf, wie diese Entwicklungen in der Praxis umgesetzt werden können.

Status Quo: Warum brauchen Unternehmen Social Media im Tourismusmarketing?

In unserem letzten Blogbeitrag zu diesem Thema beleuchteten wir, wie die Tourismusbranche die Herausforderungen der Pandemie als Chancen nutzen kann. Wir haben diskutiert, wie Social Media alle Phasen der Customer Journey beeinflusst, von der ersten Aufmerksamkeit bis zum Feedback nach dem Aufenthalt. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle von TikTok als wertvolles Werkzeug im Tourismusmarketing, um ein jüngeres Publikum anzusprechen und neue Marketingstrategien zu entwickeln.

Mit Blick auf das Jahr 2024 erkunden wir die aktuellen Entwicklungen im Social Media, um zu verstehen, wie sich die Bedürfnisse und Erwartungen der Reisenden weiterentwickeln und welche Rolle Plattformen, wie TikTok und Instagram dabei spielen.

Social Media als Suchmaschine

Besonders die Generation Z nutzt soziale Netzwerke nicht mehr nur zur reinen Content-Rezeption, sondern auch zur gezielten Suche nach Informationen. Speziell beim Thema Reisen vertrauen Nutzende oft auf die Meinung anderer Personen, die Orte bereits besucht haben. Social Media Plattformen können genau diese persönlichen Erfahrungsberichte bieten. Gleichzeitig müssen Tourismusunternehmen dadurch auch ihre Marketingstrategie neu denken, um ihre Destination potenziellen Besucherinnen und Besuchern auf authentische Weise schmackhaft zu machen. Nicht nur die Authentizität des Contents wird hier in Zukunft eine übergeordnete Rolle spielen, auch dessen Auffindbarkeit. Das heißt, dass Inhalte, die mit entsprechenden Keywords versehen sind, auch längerfristig gefunden werden. Wichtig ist, sich vorab zu überlegen, welche Keywords zu Eurem Thema passen und von Eurer Zielgruppe gesucht werden. Dann werden Inhalte auch über einen langen Zeitraum immer wieder abgerufen.

Strategien für effektives Social Media Marketing im Tourismus

Soziale Medien haben sich also als einflussreiche Plattformen etabliert, die nicht nur als Informationsquelle dienen, sondern auch das Konsumentenverhalten und die Wahl von Reisezielen entscheidend beeinflussen. Mit der zunehmenden Nutzung von Social Media als Suchplattform, die sogar Google in den Schatten stellt, eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Tourismusbranche.

Branding

In einer Branche, in der viele Anbieter ähnliche Merkmale wie schöne Hotels und Landschaften aufweisen, kann es eine Herausforderung sein, einen USP zu etablieren. Viele Unternehmen nutzen nicht die volle Bandbreite von Social Media, indem sie sich auf organischen Content beschränken und Performance Marketing (Ads) vernachlässigen. Eine effektive Branding-Strategie erfordert eine klare Positionierung und eine differenzierte Markenidentität.

Eigenwerbung

Durch gezielte Werbekampagnen, die Schaffung eigener Hashtags, die von Nutzenden verwendet werden können, sowie durch anregende Interaktionen wie Story-Verlinkungen und Reposts können Unternehmen ihre Sichtbarkeit erhöhen. Der Einsatz von neuen interaktiven Elementen, wie dem „Du bist dran“-Stickern auf Instagram und ähnlichen fördert die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer.

Influencer-Marketing

Die Kooperation mit Influencern ist eine effektive Methode, um das Engagement zu steigern und Vertrauen aufzubauen. Ein gutes Beispiel hierfür bietet FrankenTourismus, das durch die Zusammenarbeit mit Influencern eine bereits bestehende Community erfolgreich anspricht. Dieser Ansatz eignet sich besonders gut, um Aufmerksamkeit für weniger bekannte Destinationen zu schaffen und deren Reichweite in den sozialen Medien zu erweitern.

Besucherlenkung

Statt reiner Eigenwerbung können Beiträge wie „5 Dinge, die man in… tun sollte“ oder „Wussten Sie schon?“-Fakten erstellt werden, um potenzielle Besucherinnen und Besucher zu informieren und zu inspirieren.

Botschafter der Region

Neben Influencern können auch Personen eingebunden werden, die eine besondere Botschaft oder Geschichte aus der Region übermitteln. Dies stärkt das Branding und hebt das Alleinstellungsmerkmal (USP) der Destination hervor.

„Instagrammable“ Orte

Die Förderung von Orten, die besonders fotogen sind und sich für Social Media eignen, kann die Attraktivität einer Destination steigern und zu einer höheren Beteiligung in sozialen Netzwerken führen. TikTok und Instagram bieten hier die beste Möglichkeit für Bucketlists oder „Hidden places“, wie es der Bayern Kanal auf TikTok vormacht.

Social Media wird im Jahr 2024 weiterhin eine zentrale Rolle im Tourismusmarketing spielen. Die diskutierten Strategien bieten Tourismusunternehmen zahlreiche Möglichkeiten, ihre Zielgruppen zu erreichen und zu engagieren. In einem sich ständig verändernden digitalen Umfeld ist es entscheidend, dass sich Tourismusmarken anpassen und die neuen Chancen, die Social Media bietet, voll ausschöpfen. Wir sind gespannt, wie sich diese Trends weiterentwickeln und welche innovativen Ansätze in der Branche zum Vorschein kommen werden.


Ihr habt Fragen zum Thema Social Media im Tourismus, Anmerkungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an hallo@somengo.de, via Instagram Direct oder im Facebook Messenger. Wir freuen uns auf Eure Nachrichten!

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