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Vertikale Videos, Vertikale Videos überall! – Facebook Reels sind da

7. Oktober 2021 

Inhalt

Bereits ein Jahr ist es nun her, dass Instagram Reels die Plattform auf den Kopf gestellt und die Art und Weise, wie Instagram aufgebaut ist, nachhaltig verändert haben. Inzwischen gehören die Social-Media-Kurzvideos zum festen Inventar auf Instagram und prägen die Content-Produktion von Creatorn und Unternehmen. Nun sollen die Reels – wie war es anders zu erwarten – auch auf Facebook eine prominentere Rolle spielen. Wie Facebook Reels aussehen werden und was sie von TikTok und Instagram Reels unterscheidet, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Facebook Reels übernehmen den News Feed

Für Facebook und Instagram geht es in den kommenden Jahren weiter in eine Richtung: Mehr Video und im Speziellen mehr Reels. Nutzer*innen in den USA werden bereits Facebook Reels im News Feed angezeigt. Mit Blick auf den Rollout von Instagram Reels vor einem Jahr dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Format auch auf weitere Länder ausgeweitet wird.

Zunächst war eine Integration von Reels in den Facebook Stories-Bereich angedacht. Davon hat sich die Plattform nun aber wieder verabschiedet – zum Glück. Denn eine Verknüpfung der beiden Formate scheint alles andere als sinnvoll zu sein. Nun verfügen die Facebook Reels über einen eigenen Bereich im News Feed. Genauer gesagt werden Empfehlungen von Reels in einem Karussell-Block im News Feed angezeigt, ähnlich wie wir es von den Reels-Vorschlägen im Instagram Feed kennen.

Screenshot der Facebook Startseite mit Reels Empfehlungen

Quelle: facebook.com

Es geht dabei nicht nur darum, sich die Videos anzusehen, sondern auch eigene vertikale Kurzvideos auf Facebook zu erstellen. Bis auf die Remix-Funktion soll der Funktionsumfang analog zu Instagram Reels sein. Nutzer*innen steigen über die vorgeschlagenen Reels ein und wie auf Instagram öffnet sich daraufhin ein Feed für die vertikalen Videos. Reels sind also nicht mehr nur ein Format speziell für Instagram, sondern das Videoformat der Facebook App-Familie.

Mehr Reichweite über Instagram Reels

Wie sich bereits in Tests gezeigt hat, sind Reels auf Facebook zum größten Teil geteilte Instagram Reels. Daher ist auch die Option zum Teilen von Instagram Reels in Facebook nun veröffentlicht worden. Der Vorteil daran liegt in der zusätzlichen Verbreitung. Die erstellten Reels erhalten nicht nur mehr Reichweite, sie werden auch nochmals anderen Menschen empfohlen, die vielleicht dieses Reel nicht auf Instagram gesehen hätten. Wird ein Reel auf Facebook gepostet, ist es mit dem Instagram Account verknüpft. Setzt Ihr auf organisches Account-Wachstum auf Instagram, sind Reels das Mittel Eurer Wahl. Allerdings werden sie nicht manuell auf Facebook geteilt, sondern erst dann, wenn Ihr der App die Berechtigung dafür gewährt.

Screenshot der Option, das Teilen von Instagram Reels zu erlauben

Quelle: facebook.com

Entscheidend wird sein, wie und wem Facebook die Reels ausspielt. Werden Nutzer*innen mehrfach die gleichen Videos angezeigt, werden die positiven Effekte eher ausbleiben. Es zeigt sich aber, dass Facebook seine Reichweite nutzt, um Creator und Unternehmen noch stärker dazu zu bringen, Reels auf Instagram zu veröffentlichen. Ziel ist es in erster Linie nicht, Seiten oder Accounts auf Facebook zu pushen, sondern die Accounts auf Instagram.

Nicht von TikTok abgeschaut: Facebook Reels in Gruppen

Das Konzept der Social-Media-Kurzvideos stammt zwar nicht von Facebook, doch immerhin hat sich die Plattform auch etwas Eigenes bei der Distribution der Reels einfallen lassen. Ein Alleinstellungsmerkmal und Grund für viele, Facebook weiterhin zu nutzen, sind die Gruppen. Es ist nur logisch, dass die Reels auch dort ihren Platz finden sollen. Daher werden Facebook Reels mit Gruppen verknüpft.

Screenshot der Facebook Reels in Gruppen

Quelle: facebook.com

Nutzer*innen können so Reels erstellen und gezielt in Gruppen ausspielen. Der Vorteil liegt hier darin, dass die Abonnent*innen der Gruppe bereits ähnliche Interessen haben. Reels können Facebook Gruppen noch einmal aufwerten, da man sich hier nicht auf einen Algorithmus verlassen muss, sondern Reels gezielt veröffentlichen und so die passenden Personen erreichen kann. Damit ist diese Idee die erste, die sich tatsächlich von TikTok abgrenzen würde.

Geld verdienen mit Reels

Zusätzlich zur organischen Reichweite, die sich mit Reels generieren lässt, bietet Facebook außerdem die Möglichkeit, mit Reels Geld zu verdienen. Geschehen soll das über ein neues Bonusprogramm, mit dem Creator Geld erhalten, wenn sich Nutzer*innen ihre Reels ansehen. Der Bonus wird basierend auf der Performance der Reels ausgezahlt und wird sowohl auf Facebook als auch auf Instagram verfügbar sein. Das soll Creator motivieren, mehr Reels zu erstellen und kreativer bei deren Erstellung zu sein. Zunächst ist der Reels Play-Bonus nur in den USA und auf Einladung verfügbar, soll aber im Laufe der Zeit weltweit ausgerollt werden.

Sind Facebook Reels etwas für die Ewigkeit?

Dass Reels – genauso wie Stories – ihren Weg irgendwann auf Facebook finden, war abzusehen. Nachdem die Social-Media-Kurzvideos auf Instagram bei den ein oder anderen eingefleischten TikTok-Nutzer*innen schon auf wenig Begeisterung stießen, bleibt abzuwarten, ob sich auf Facebook genug Menschen für das Format begeistern lassen. Da die Nutzer*innen auf Facebook im Schnitt älter sind als auf TikTok, sind viele von ihnen mit dem Format noch nicht so vertraut. Das kann ein Vorteil sein, da sich mit den neuen Zielgruppen auch neuer Content entwickeln kann. Allerdings wäre es auch denkbar, dass die Facebook-Nutzer*innen nicht viel mit dem Format anfangen können und es letztendlich floppt, weil es nicht genutzt wird. Für Unternehmen, die eher eine ältere Zielgruppe ansprechen und aus der Masse herausstechen wollen, könnten Reels auf Facebook eine gute Möglichkeit sein. Wichtig ist dabei aber, dass der Content anders aufbereitet werden muss, als das auf TikTok der Fall ist. Dass auch auf TikTok der Altersdurchschnitt steigt, zeigt, dass das Videoformat auch für Personen über 29 Jahre nicht uninteressant ist. Also warum den Facebook Reels nicht eine Chance geben? Wir sind gespannt, wie die Zukunft aussieht und ob wir schon bald auch auf WhatsApp Kurzvideos teilen können.


Ihr habt Fragen zu Facebook Reels, Anmerkungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gern eine Nachricht an hallo@somengo.de, via Instagram Direct oder im Facebook Messenger. Wir freuen uns, von Euch zu hören!

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