Social News im Monat April

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Das erste Quartal 2017 liegt hinter uns und der Strom an Neuerungen auf den verschiedenen Social Media Plattformen reißt nicht ab. Facebook arbeitet weiterhin am Ausbau seines Messengers und der Instant Articles, die Instagram Stories etablieren sich zunehmend zu einer festen Größe des Netzwerkes und Twitter sowie LinkedIn bieten Unternehmen neue Wege der Monetarisierung bzw. Leadgenerierung an. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen lest Ihr in unseren Social News im Monat April.

Facebook

Die F8 Entwicklerkonferenz

Die Developer Conference F8 fand dieses Jahr am 18. und 19. April statt. Lang ersehnt, stellte Facebook hier neueste technische, gestalterische, analytische und inhaltliche Neuerungen, Errungenschaften und Themen vor. Die wichtigsten haben wir Euch hier in unseren 5 großen Trends der F8 Konferenz 2017 zusammengefasst.

Bezahlfunktion jetzt auch in Gruppen

Seit 2015 kann man über den Facebook Messenger bereits Geld versenden. Was jedoch bisher nur zwischen zwei Personen möglich war, wurde nun auch auf Gruppen ausgeweitet. Über einfache Bedienelemente kann man verschiedene Personen auswählen, um Geld anzufragen bzw. zu senden. Die Applikation ist kostenlos und wirbt mit einer hohen Sicherheit. Ob sich diese Art der Bezahlung schließlich etablieren wird, bleibt abzuwarten, da es zunächst eine hohe Vertrauens-Barriere zu überwinden gilt. Die Funktion ist aktuell nur für Android und Desktop in den USA verfügbar.

Quelle: facebook.com

Künstliche Intelligenz „M“ im Messenger

Auch diese Funktion wird aktuell nur in der USA getestet, dennoch wollen wir Euch diese nicht vorenthalten. Bereits 2015 veröffentlicht, erhielt der Messenger Bot mit Namen „M“ jetzt neue Features und kann nun noch besser auf die Fragen und Themen der Messenger Nutzer eingehen. Aktuell noch mit der Hilfe von Mitarbeitern, erkennt „M“ den Kontext einer Unterhaltung und schlägt spezifische Funktionen (Sticker hinzufügen, bezahlen, Standort teilen, Umfrage starten, Taxi bestellen, Event erstellen) vor. Für Unternehmen spielt die Funktion aktuell noch keine große, Rolle, was sich allerdings bald ändern kann. So könnte „M“ künftig auch Eure eigenen Bots mit einer Unterhaltung verknüpfen und bei bestimmten Themen direkt auf Euer Unternehmen verweisen bzw. den Dialog eröffnen. Wann „M“ jedoch auf dem deutschen Markt verfügbar sin wird, ist noch nicht bekannt.

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Quelle: Facebook/ dpa

Instant Articles werden aufgewertet

Facebook plant für seine Instant Articles nun weitere Click-to-Action Buttons. User sollen sich künftig direkt aus der mobilen Ansicht heraus für einen Newsletter anmelden oder Page-Likes verteilen können. Das neue Feature kommt vor allem Publishern zugute, welche nun besser mit den Nutzern in Kontakt treten können und somit relevante Conversions erzielen. Die Unternehmenskunden haben zudem Zugriff auf spezifische Kennzahlen, welche den Erfolg verschiedener Aktionen vergleichbar machen. Wann die Beta-Phase der Neuerung abgeschlossen und wann das Feature global verfügbar sein wird, ist noch nicht hinreichend bekannt.

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Quelle: lead-digital.de

Neue Funktionen im Power Editor

Der Funktionsumfang und das Interface des Powereditors werden zwar kontinuierlich verbessert, dennoch sind die beiden neuen Funktionen gerade für Facebook Ads Creators ein enormer Zugewinn. Werbeanzeigen können nun in mehrere Werbeanzeigen-Gruppen kopiert werden, was eine enorme Zeitersparnis bedeutet. Zudem können spezielle AdSets und hier vorgenommene Einstellungen, was bspw. das Placement, das Targeting oder das Budget betrifft, wiederverwendet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das gleiche Kampagnen-Ziel verwendet wird.

Neue Video Metriken in den Page Insights

Die Facebook Video Statistiken werden hinsichtlich ihres Designs und ihrer Funktionen Schritt für Schritt aktualisiert. Publisher haben nun Einsicht in die Anzahl der angesehenen Minuten, können sich die Video Views vereinfacht anzeigen lassen, können aktuelle Daten mit älteren Zahlen vergleichen und die Videos nach KPI’s sortieren. Vorteilhaft ist zudem auch, dass in den Insights verschiedene Zeiträume ausgewählt werden können. Facebook möchte bei der Auswertung der Videos Statistiken seinen Schwerpunkt zukünftig verstärkt auf die „3-sekündigen Aufrufe“ legen. Da der Roll-Out sukzessive erfolgt, haben aktuell noch nicht alle Seiten Zugriff auf die neuen Insights.

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Quelle: eigener Screenshot

Gemeinsame Inbox jetzt auch in der Desktop Version

Bisher kennen wir die gemeinsame Inbox für Facebook, Instagram und den Messenger nur von unserem mobilen Seitenmanager. Jetzt veröffentlichte Facebook die Funktion auf für die Desktop Version, mit ähnlichem Funktionsumfang. Neben Nachrichten werden im Posteingang auch Facebook- sowie Instagram- Kommentare angezeigt.

Facebook trumpft mit Videobanner auf

Facebook überraschte kürzlich mit dem Test von Banner Videos, anstatt der gewohnt statischen Bilder. Die Videos starten in einer Loop und lautlos, können aber auch mit Ton hinterlegt und abgespielt werden. Vorteil: mit Hilfe der Videos kann die Aufmerksamkeit für bestimmte Aktionen, Events und saisonale Angebote noch besser geweckt werden. Wann die Funktion global verfügbar sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

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Quelle: eigener Screenshot facebook.com

Instagram

Instagram Stories mit 200 Mio. täglichen Nutzern

Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben: von den 600 Mio. Instagram-Nutzern verwenden knapp 400 Mio. die App täglich. Davon nutzen wiederum 200 Mio. User die Instagram Stories. Die Story-Funktion bleibt damit weiterhin ein wichtiger Kanal, auch für Unternehmen, um Follower zu erreichen. Wir sind gespannt, wie die Geschichte der Stories, Filter, Sticker, und Lenses weiter geht.

Instagram User 2017
Quelle: business.instagram.com

Stories erscheinen bald auch im Feed

Veröffentlichen User, denen wir auf Instagram folgen, eine neue Story, dann wird diese künftig nicht mehr nur oberhalb, sondern bald auch innerhalb des Feeds angezeigt. Genauer gesagt, erscheint künftig um das Profilbild der Person, welche gerade eine Story veröffentlicht hat, auch im Feed der farbige „Story-Ring“. Klickt man dann auf das Profilbild, gelangt man in die übliche Story-Ansicht. Geht man zurück, gelangt man direkt an die vorherige Stelle im Feed zurück. Die neue Funktion erhöht die Sichtbarkeit Eurer Stories und geht einher mit einer benutzerfreundlichen Bedienbarkeit, indem der User nahtlos weiter durch den Stream scrollen kann.

Pinterest

Trennung vom Like-Button

Pinterest verabschiedet sich von seinem Like-Button. Künftig wird es auf der Plattform nur noch möglich sein, Beiträge aus dem Feed zu speichern. Laut eigenen Angaben soll dadurch die Bedienbarkeit des Netzwerkes vereinfacht werden. Likes haben und hatten hier nie dieselbe Bedeutung, wie auf Facebook oder Instagram, wodurch durch diese Anpassung das „Merken“ von Inhalten noch mehr in den Vordergrund rückt und an Relevanz gewinnt. Unternehmen wird damit jedoch eine Möglichkeit zur Interaktion genommen. Die Interaktionsrate zwischen Unternehmen und „Pinnern“ könnte demnach sinken, da diese jetzt nur noch durch das Folgen eines Profils oder durch das Hinzufügen von Inhalten zu einem Board in Aktion treten können. Im Gegenzug dürfte dann jedoch die Tiefe der stattfindenden Interaktion aufgewertet werden, was schließlich auch im Sinne des Unternehmens ist.

Snapchat

Suchfunktion für Stories

Snapchat ist mit seiner neuesten Funktion wieder einen Schritt voraus. Stories sind nun auch über die Suchfunktion zu finden. Nutzer können hier ab sofort nach Clips zu spezifischen Themen in den aktuell mehr als 1 Mio. öffentlich zugänglichen Stories suchen. Derzeit ist das Feature nur in wenigen US-Städten verfügbar, soll aber schon bald auf weitere Länder ausgeweitet werden. Fragt sich nur, wie lange es dauert, bis sich auch Facebook diese Funktionalität zu Nutze macht.

Quelle: facebook.com

Start der ersten deutschsprachigen Discover-Rubrik

In dem separat zugänglichen Bereich können die ausgewählten Publisher und Medienhäuser – aktuell sind das Bild, Spiegel Online, Sky Sport und Vice – ihre Snapchat-optimierten Inhalte für 24 Stunden bereitstellen und vermarkten. Die Inhalte werden Inhouse zu unterschiedlichen Zeiträumen erstellt bzw. veröffentlicht. Großes Manko: Werbeeinnahmen aus den Discover-Inhalten werden aktuell nicht mit den Publishern geteilt, stattdessen werden die Unternehmen pauschal vergütet. Das dürfte wohl aktuell noch viele potenzielle Kooperationspartner abschrecken.

Twitter

Pre-Roll-Ads-im Livestream & In Stream Video Ads

Twitter legt diesen Monat gleich mit zwei Änderungen vor. Anfang April gab das Unternehmen bekannt, dass angesichts der steigenden Bedeutung von Video Inhalten auf dem Netzwerk neue Möglichkeiten der Monetarisierung für Publisher geschaffen werden sollen. Pre-Roll Ads in Periscope Videos sollen dies nun möglich machen. Unternehmen können hier nun Ihre Markenbotschaft geschickt mit Broadcasts von anderen Publishern verknüpfen und gleichzeitig die Kontrolle über die Kampagne behalten. Somit können Unternehmen künftig sicherstellen, dass ihre Inhalte das Zielpublikum auch im richtigen Moment erreichen.

Eine weitere Neuerung betrifft die sogenannten In-Stream Video Ads. Unternehmen können Ihre Werbung nun gezielt auf die Inhalte ihrer Amplify-Partner wie Publisher, Magazine, TV-Anstalten oder Sportveranstalter abstimmen. Das neue Format beinhaltet Pre-Roll und Mid-Roll Ads, wodurch Marketingverantwortliche auch hier die Möglichkeiten der Monetarisierung ihrer Angebote noch besser ausschöpfen können.

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Quelle: wersm.com /Nielsen Brand Effect, 406 studies of video ad campaigns, global, 2015-2016

Mit Periscope rund um die Uhr live

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Relevanz von Live Video Content baut nun auch Twitter seinen Dienst Periscope weiter aus. Video Inhalte sollen hier bald rund um die Uhr verfügbar sein, um einen zuverlässigen und vor allem schnellen Zugriff auf Informationen rund um das aktuelle Weltgeschehen zu bieten. Bereits im ersten Quartal 2017 sind die Interaktionen mit Live Video Inhalten auf dem Portal um 31 Prozent gestiegen, was die  feste und vor allem dauerhafte Etablierung von Nachrichtenformaten, Sportevents und Abendshows rechtfertigen könnte. Zudem erscheint das Schalten von Non-skippable Ads innerhalb der Live Videos für Publisher in Zukunft damit noch lukrativer.

LinkedIn

Lead Gen Forms für Unternehmen

Unternehmen stehen auf LinkedIn bereits diverse Möglichkeiten zur Leadgenerierung zur Verfügung. Damit diese künftig qualitativ noch hochwertiger sind, stellte das Netzwerk die neuen Lead Gen Forms vor. Ähnlich den Lead Generation Ads auf Facebook, haben Unternehmen nun die Möglichkeit, mehr Leads über vorausgefüllte Formulare innerhalb der LinkedIn Ads zu gerieren. Mit nur wenigen Klicks können User somit wichtige Informationen an das werbende Unternehmen senden. Vor allem die mobile Optimierung soll Nutzer anregen, die Formulare auszufüllen und abzusenden.

Quelle: youtube.com

Mit unseren Social News bleibt Ihr immer auf dem neuesten Stand. Jeden Monat fassen wir hier für Euch die wichtigsten Entwicklungen im Social Web zusammen und freuen uns natürlich, wenn Ihr regelmäßig in unserem Newsroom vorbei schaut. Ihr habt Fragen oder Anregungen? Dann freuen wir uns auf Euer Feedback!