Die App Pokémon Go hat in den letzten Wochen alle Rekorde gebrochen. Das Augmented Reality Spiel aus dem Hause Nintendo wurde laut SimilarWeb inzwischen häufiger installiert als die Dating App Tinder und hat mehr täglich aktive Nutzer als Twitter. In Deutschland ist inzwischen jeder Fünfte mindestens einmal auf Monsterjagd gegangen. Klar, dass in diesem Hype ein enormes Potenzial für das Marketing von Unternehmen steckt. In diesem Beitrag möchten wir Euch einige besonders erfolgreiche Pokémon Go Aktionen vorstellen und Tipps geben, wir Ihr die virale App auch für Euer Unternehmen nutzen könnt.

Tipp 1: Nutzt die Gunst der Stunde

An welchen Orten sogenannte Pokéstops platziert sind, an denen User Pokémon und andere Items im Spiel sammeln können, bestimmt ein Algorithmus der Entwicklerfirma Niantic. Hat man als lokales Unternehmen das Glück, dass sich vor der Haustür ein Pokéstop befindet, kann man dies natürlich geschickt ausnutzen, wie es beispielsweise Jimmy’s Famouse Seafood aus Maryland getan hat:

Vor allem Cafés, Bars, Eisdielen und Imbisse können so von Pokémon Go profitieren, wenn es ihnen gelingt, die erscheinende Laufkundschaft auch zum Konsum anzuregen. Dazu später mehr.

Tipp 2: Zieht mit Lockmodulen nicht nur Pokémon, sondern auch Kundschaft an

Wurde man vom Algorithmus nicht mit einem Pokéstop im eigenen Unternehmen gesegnet, kann man dem Glück ein wenig auf die Sprünge helfen.
Über die App lassen sich für nur 99 Cent sogenannte Lockmodule platzieren, durch die für 30 Minuten Pokémon – und wenn man die Aktion effektiv kommuniziert – deren zukünftige Trainer angelockt werden. Dieses Vorgehen ist ebenfalls vor allem im gastronomischen Bereich oder bei lokalen Geschäften zu empfehlen. Aber auch andere Organisationen können mit Lockmodulen effektiv Interessenten anwerben, wie das Universitätsklinikum Greifswald zeigte.

Uni Klinik Greifswald_Pokemon Pokémon Go im Marketing einsetzen
Quelle: Blutspende Universitätsmedizin Greifswald

Tipp 3: Macht aus Poké-Trainern Kunden

Hat man durch Lockmodule oder einen Pokéstop am eigenen Standort erst einmal mögliche Kunden vor Ort, liegt die Herausforderung darin, dass diese eben nicht nur die Monster einsammeln und weiterziehen, sondern bestenfalls auch etwas konsumieren – oder im Beispiel des Universitätsklinikums Greifswald zum Spenden bleiben.
Auch hier geht das Klinikum clever vor und kommuniziert, dass sich die Pokémon Jagd optimal mit einer Blutspende kombinieren lässt.
Im gastronomischen Bereich können Rabattaktionen für User der Schlüssel zum Erfolg sein. Denkbar ist beispielsweise, Preisnachlässe oder ein erstes Freigetränk für Pokémon Trainer anzubieten, die ein Bild ihres Pikachu, Schiggy, Schlurp & Co. mit einem entsprechenden Hashtag auf Facebook, Twitter oder Instagram teilen.
So erreicht Ihr nicht nur die Poké-Trainer, die sich bereits bei Euch befinden, sondern darüber hinaus auch deren Familie, Freunde und Follower.

Tipp 4: Gestaltet die Pokémon Jagd als Event

Wie erfolgreiches Guerilla Marketing per Pokémon Go aussieht, zeigte die Agenturgruppe Thjnk und der Getränkehersteller Eckes-Granini in Mainz. Per Tweet wurden Pokémon Trainer ans Rheinufer gelockt, wo eisgekühlte Getränke der Marke Die Limo, Liegestühle und Handtücher bereitlagen.

Eine gelungene Aktion, die auf viel Zuspruch in der Community stieß, Aufmerksamkeit für die Marke Die Limo erzeugte und schon bald in weiteren Städten wiederholt werden soll.

Bemerkenswert ist dabei, wie auf die Bedürfnisse der Spieler an einem heißen Sommertag eingegangen wurde. Andere Unternehmen warben bei ähnliche Aktionen außerdem mit kostenfreiem WLAN und frei verfügbaren Steckdosen – denn bei allem Spaß verbraucht die App einiges an Datenvolumen und Energie.

Tipp 5: Nutzt den Hype auch ohne lokalen Ort

Pokémon bietet durch Lockmodule und günstig platzierte Pokéstops immenses Potential. Dennoch gilt: Kein lokaler Ort – auch kein Problem! Der Hype um die App ist so groß, dass entsprechende Hashtags enorme Reichweiten erzielen, die in vielen Branchen genutzt werden können, wie beispielsweise der E-Commerce Riese Amazon mit folgendem Tweet zeigt:

Aber auch andere Unternehmen nutzten bereits den Hype, um Aufmerksamkeit für sich und ihre Produkte zu erregen.

Mit viel Kreativität und einem grundlegenden Verständnis für das Spiel könnt Ihr also auch ohne Pokéstops oder Lockmodule Pokémon Go in Eure Kommunikation integrieren und hohe Reichweiten und Interaktionen erzielen.

Fazit: Pokémon Go im Marketing einsetzen

Wenn Ihr den Hype um Pokémon Go für Eure Marketingzwecke nutzen möchtet, bieten sich vielfältige Möglichkeiten: Der Einsatz von Lockmodulen, die Promotion von Pokéstops am eigenen Standort und/oder die kreative Einbindung des Themas in Eure Social Media Kommunikation.
Bevor Ihr jedoch mit der Planung einer Aktion beginnt, solltet Ihr Euch folgende Fragen stellen:

  1. Passt eine Pokémon Go Aktion zu meinem Unternehmen?
  2. Versteht meine Zielgruppe eine Aktion zu Pokémon Go?
  3. Verstehen alle beteiligten Mitarbeiter das Spiel und sind bestenfalls selbst aktive User, um souverän vor anderen Pokémon Spielern auftreten und eventuelle Fragen beantworten zu können?

Könnt Ihr diese Fragen mit „Ja“ beantworten, sollte einer erfolgreichen Pokémon Go Aktion nichts im Wege stehen. Wenn Ihr Euch Unterstützung bei der Planung und Umsetzung wünscht, kontaktiert uns.

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