Das Erzeugen von relevantem Content ist Bestandteil einer erfolgreichen Social Media Strategie. Denn Inhalte sollten für den Leser zunächst nicht nur relevant sein, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung der Unternehmensmarke haben. Angesichts der Vielzahl an Inhalten und Informationen, die uns täglich in den Sozialen Medien begegnen, muss sich jedes Unternehmen darüber Gedanken machen, wie die eigenen Beiträgen aus der Masse herausstechen können, der Nutzer aktiv einbezogen und entsprechende Interaktionen gefördert werden können.

Im Rahmen der Content Strategie könnt Ihr Euch hier einer verhältnismäßig einfachen Methode bedienen – dem Erzählen von Geschichten, dem sogenannten Storytelling.

Was ist Storytelling?

Dahinter versteckt sich die Kunst, trockene Fakten und Informationen in eine Geschichte einzubauen, die den Leser auf einer emotionalen Ebene anspricht. Denn mit einer guten Geschichte setzt sich ein Leser intensiver, motivierter und vor allem auch nachhaltiger auseinander, als es bei einer Aneinanderreihung von Fakten der Fall wäre. Das hat vor allem für Unternehmen den Vorteil, dass sich der Leser mit dem Produkt oder der Dienstleistung auseinandersetzt, mit dem Unternehmen interagiert und dieses im besten Fall weiterempfiehlt. Ein Unternehmen kann mit Storytelling das Markenbewusstsein beim Kunden oder Nutzer positiv beeinflussen, die Markenaussage emotional aufladen und den Kunden direkt auf einer persönlichen Ebene ansprechen. Ein weiterer positiver Effekt ist das Erzeugen von Glaubwürdigkeit, indem man sich beim Storytelling in einer für den Nutzer lebensnahen Erfahrungswelt bewegt.

Was ist das Besondere an Geschichten?

  • Sie wecken Emotionen
  • Sie unterhalten
  • Sie sprechen den Leser auf einer persönlichen Ebenen an
  • Sie bleiben im Gedächtnis
  • Sie werden weitererzählt bzw. geteilt

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Wo finde ich eine gute Geschichte?

Geschichten lassen sich bei genauerem Hinsehen überall finden. Im Unternehmen selbst, bei den Mitarbeitern, in scheinbar banalen Alltagssituationen, in Kindheitsträumen, Ängsten – sprich in jedem selbst. Es gilt, die Geschichten zu entdecken, mit dem Produkt oder einer Dienstleistung zu verknüpfen und möglichst spannend zu erzählen. Schaut also genau hin und hört gut zu!

Unabhängig davon, ob Ihr einen Blogbeitrag, einen Tweet oder einen Beitrag auf Facebook schreiben wollt, könnt Ihr Euch vor dem Schreiben Eurer Geschichte einen einfachen Fragenkatalog zur Hand nehmen, der Euch bei der Identifikation Eures Kernthemas, Eures Protagonisten (auch Produkte können Protagonisten sein), der Lebenswelt Eurer Zielgruppe und der Erzählperspektive hilft.

  • Für wen ist meine Geschichte? Wer ist mein Publikum?
  • Für wen oder was interessiert sich meine Zielgruppe?
  • In welcher Lebenswelt agiert meine Zielgruppe?
  • Was soll beim Leser/ Betrachter im Gedächtnis bleiben?
  • Was ist das emotionale Kernthema meiner Geschichte?
  • Was ist meine Grundaussage / mein Slogan?
  • Welche Erzählperspektive wähle ich?
  • Passt die Geschichte zum Unternehmen?
  • Liegt meiner Idee eine Dramaturgie zugrunde?
  • Wie kann ich meine Geschichte visuell und/ oder emotional aufladen?
  • Wie profitieren meine Kunden von meinem Produkt oder der Dienstleistung?

Wie funktioniert das Storytelling in den Social Media?

Hat man die Fragen für sich geklärt, dann besteht der nächste Schritt in der Entwicklung von kreativen Ideen und einer entsprechenden Visualisierung. Vor allem auf Facebook hat man für eine treffsichere und ansprechende Aussage in einem Post nur wenig Platz. Neben einer einfachen und authentischen Erzählweise sollte die Kernaussage für den Nutzer sofort nachvollziehbar sein. Dabei ist es hilfreich, wenn Ihr wesentliche Aussagen kurz und knapp auf den Punkt bringt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Botschaft nicht nur schnell beim Nutzer ankommt, sondern diesem auch im Gedächtnis bleibt. Genau wie in einer Geschichte, ist das Verfolgen eines roten Fadens ebenso wichtig, wie das Erzeugen von Spannung und Emotionen. Geeignete Techniken bieten hier das Stellen von offenen Fragen, das Einnehmen von neuen Perspektiven, ein Erfahrungsbericht oder Geschichten aus dem Alltag der Angestellten oder gar Nutzer selbst.

Das Storytelling ist dabei nicht auf Texte beschränkt, sondern kann auch visuell in Form von Fotos oder Videos umgesetzt werden. Eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. In diesem Zusammenhang bietet sich auch immer eine Erfolgsmessung Eurer Social Media Kanäle an. Erkenntnisse über Eure Zielgruppe und deren Verhalten könnt Ihr in das Storytelling einbeziehen.

Erfahrt im zweiten Teil, was Ihr auf den verschiedenen Kanälen beachten müsst und wie Ihr Storytelling erfolgreich auf Eurem Social Media Kanal umsetzt.

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